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Kommunalkredit-Boss im Interview: Bank bleibt vorerst staatlich

16.05.2013

©Kommunal/Lehner
Kommunalnet sprach mit Alois Steinbichler, Vorstandsvorsitzender der Kommunalkredit Austria, über den Stand der Privatisierung.

Kommunalnet: Die FIMBAG (Anm.: Die FIMBAG hält als Treuhänder für die Republik Österreich 99,78% der Anteile an der Kommunalkredit) hat mitgeteilt, dass der Privatisierungsprozess der Kommunalkredit auf Basis der vorliegenden Angebote nicht abgeschlossen wurde. Was heißt das konkret?

Steinbichler: Das heißt, dass die vorliegenden Angebote entsprechend den gegenwärtigen Marktgegebenheiten wirtschaftlich wenig attraktiv waren und es daher besser war, im Interesse der Eigentümer, das heißt der Steuerzahler, die Angebote nicht anzunehmen.

Ebenso wurde mitgeteilt, dass die Kommunalkredit keine neuen Kreditgeschäfte tätigen wird. Was bedeutet das?

Die Kommunalkredit wird bestehende Kreditengagements sowie Kreditzusagen, welche noch nicht gezogen wurden, weiterhin voll bedienen, ebenso wird das laufende Refinanzierungsgeschäft fortgeführt; es werden jedoch keine neuen Kredittransaktionen abgeschlossen.

Warum war diese Maßnahme notwendig?

Die FIMBAG und die Republik Österreich haben ein Ansuchen an die Europäische Kommission gestellt, keinen Treuhänder (Divestiture Trustee) zu ernennen; im Gegenzug wird kein Kreditneugeschäft getätigt.

Was ist ein Divestiture Trustee?

Die Europäische Kommission kann bei Nichteinhaltung der Privatisierungsauflage verlangen, dass ein Treuhänder eingesetzt wird, welcher die Privatisierung vornimmt. Angesichts der vorherrschenden Marktgegebenheiten ist es im Interesse der Aktionäre, dass dies nicht erfolgen muss. Im Übrigen hat die Kommunalkredit sämtlichen sonstigen Auflagen der Europäischen Kommission stets ohne Beanstandung erfüllt.

Wie geht es der Kommunalkredit generell?

Die Kommunalkredit verfügt über ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell. Vor kurzem veröffentlichte die Bank einen IFRS-Jahresgewinn 2012 in Höhe von 18,2 Mio. Euro; es gibt keine überfälligen Kredite; das NPL-Ratio (Non Performing Loans; Anm.: Kreditausfallsrate) beträgt 0,0%. Bis zum Jahresende 2012 wurden insgesamt 19,8 Mio. Euro an Stabilitätsabgabe (Bankensteuer) und Eigenbeiträge an die Republik Österreich geleistet. Zu betonen ist ebenso, dass die neue Kommunalkredit seit 2009 ohne jegliche öffentliche Unterstützung frei im Wettbewerb agiert.

Wie geht es mit der Kommunalkredit weiter?

Die Kommunalkredit bleibt im Eigentum der Republik Österreich und steht all ihren Kunden bei bestehenden Finanzierungstransaktionen unverändert zur Verfügung und ist ebenso im eigenen Refinanzierungsgeschäft weiterhin voll aktiv. Wir werden unsere Verantwortung unseren Kunden gegenüber auch in Zukunft wahrnehmen.

Alle weiteren Informationen zum Verbleib der Kommunalkredit bei der Republik können Sie in der Presseaussendung nachlesen (PDF)



Verfasser: Kommunalkredit AG/Kommunalnet

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