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Herr und Frau Österreicher sagen öfter "Ja"

23.05.2013
2012 wurden um 1,1 Prozent mehr Kinder geboren als noch 2011.
©sabrina.gonstalla/pixelio.de
...und zwar zu Kindern und zur Ehe. Das geht aus den Daten für 2012 der Statistik Austria hervor. Einziges Manko: Die Geburtenbilanz ist erstmals seit Jahren wieder negativ, obwohl im Vergleich der letzten Jahre wieder mehr Kinder das Licht der Welt erblickten.

Die Statistik hat nun alle Daten aus den Standesämtern verarbeitet und kann ein endgültiges Resümee über das Jahr 2012 ziehen. Wie erwartet gab es 2012 ein leichtes Geburtenplus. Nach Auszählung aller Daten liegt dieses 2012 um 1,1 Prozent höher als 2011. 78.952 Kinder wurden im Jahr 2012 geboren. Dem gegenüber stehen jedoch 79.436 Sterbefälle. Damit fällt der Saldo zwischen Lebendgeborenen und Sterbefällen mit -484 erstmals seit 2009 wieder negativ aus.

In Tirols Gemeinden wurde ein besonders starkes Geburtenplus verzeichnet. (Grafik: Kommunalnet/Quelle: Statistik Austria)

Geburtenkaiser: Tirol mit 2,9 Prozent mehr Kindern

In allen Bundesländern wurden steigende Geburtenzahlen verzeichnet. Die deutlichsten Anstiege gab es in Tirol mit plus 2,9 Prozent, in Vorarlberg mit plus zwei Prozent und in Oberösterreich mit einem Plus von 1,8 Prozent. Ungefähr konstant blieben die Geburten jedoch in Kärnten mit einem leichten Anstieg von 0,1 Prozent, sowie in Niederösterreich (+0,2 Prozent).

Noch stärker als die Geburten stiegen allerdings die Sterbefälle. Der Prozentsatz wuchs im Vergleich zu 2011 um 3,9 Prozent an. Der größte Ausreißer ist das Burgenland. Hier wurden um 8,8 Prozent mehr Todesfälle registriert als noch 2011. Lediglich in Salzburg gab es mit minus 1,4 Prozent im Vergleich zu 2011 einen Rückgang der Sterbefälle.

Ob dieses Tiroler Ergebnis etwas mit der hohen Steigerung bei den Eheschließungen zu tun hat? (Grafik: Kommunalnet/Quelle: Statistik Austria)


Mehr Eheschließungen, weniger Scheidungen

2012 kamen nicht nur mehr Kinder zur Welt, sondern es trauten sich auch mehr Österreicher/innen "Ja" zu sagen. 2012 wurden insgesamt 38.592 Ehen an den Standesämtern geschlossen. Das sind um 5,9 Prozent bzw. 2.166 Ehen mehr als im Jahr davor. Damit wurde der seit 2009 beobachtete Trend steigender Heiratszahlen (2009: +0,7%, 2010: +5,9%), der im Jahr 2011 durch einen Rückgang um drei Prozent unterbrochen wurde, im Jahr 2012 fortgesetzt.

Tirol sticht auch hier wieder heraus, denn dort wurde mit einem Plus von ganze 10,2 Prozent der größte Anstieg verzeichnet. Zweiplatziertes Bundesland im Ranking ist Niederösterreich mit einer Hochzeitssteigerung von 8,8 Prozent. Die wenigsten Eheschließungen hab es in Wien mit plus 0,4 Prozent.

Durchschnittliche Ehedauer: 10,6 Jahre

Minus 1,7 Prozent lautet die Bilanz bei den Ehescheidungen. Damit gingen 2012 um 289 weniger Ehen in die Brüche als noch 2011. Die durchschnittliche Ehedauer der im Jahr 2012 geschiedenen Ehen lag damit bei 10,6 Jahren. Mit einem Plus von 7,3 Prozent gab es die größten Steigerungen bei den Scheidungen im Burgenland, gefolgt von Salzburg mit einem Plus von 4,5 Prozent. Das stärkste Minus ergab sich in der Steiermark mit einem Rückgang von 7,3 Prozent.

Im Jahr 2012 wurden auch 26 eingetragene Partnerschaften gerichtlich wieder aufgelöst. Die meisten - nämlich 14 - in Wien, fünf in der Steiermark, drei in Niederösterreich, zwei In Oberösterreich und jeweils eine in Salzburg und Tirol.


Verfasser: Mag. Carina Rumpold

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