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Linzer Medizin-Uni: Müssen Gemeinden mitzahlen?

04.07.2013
Ob und wieviel der Gemeinden zur neuen OÖ Medizin-Uni beitragen, ist Gegenstand der Verhandlungen im Herbst.
©Claudia Hautumm/pixelio.de
Linz erhält seine Medizin-Uni. Soweit die gute Nachricht. Bei der Aufteilung der Kosten wünscht sich das Land jedoch eine Beteiligung der Gemeinden. Laut OÖ Gemeindebund-Präsident Hingsamer ist aber noch "nix fix".

"Die Linzer Medizinfakultät wird wahr werden", verkündete Gesundheitsminister Alois Stöger die frohe Botschaft. In zahlreichen Verhandlungsrunden haben sich Bund und Land Oberösterreich auf ein Finanzierungsmodell für die neue Med-Uni in Linz geeinigt. Ein für alle Verhandler annehmbares Ergebnis, hat doch der Bund zugesagt, sich an den Kosten zu beteiligen und auch das Land möchte einige Millionen für das Prestigeprojekt springen lassen.

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225 Millionen Euro - 40 Prozent zahlen die Gemeinden?

Wie eine Fußnote am Rande erschien, der Wunsch von Landeshauptmann Josef Pühringer, dass sich die Gemeinden am Anteil des Landes beteiligen sollen. Konkret geht es um eine Summe von rund 225 Millionen Euro, die das Land bis zum Jahr 2042 für den Finanzierungstopf der Uni versprochen hat. Pühringer denke an ein Aufteilungs-Verhältnis 60 zu 40, war via APA zu lesen. Immerhin würde die Spitalsreform für Land und Gemeinden alleine bis 2020 rund 2,3 Milliarden Euro bringen, so Oberösterreichs Landeshauptmann.

"Keine Zusage"

Von Seiten des oberösterreichischen Gemeindebundes heißt es derzeit: "Es gab bisher noch keine Verhandlungen." Das bedeutet, es wurde weder zugesagt, dass die Gemeinden einen Anteil beisteuern, noch gibt es irgendein Ergebnis.

Stärkung des niedergelassenen Bereichs - Grundlage für Verhandlungen

"Dass gehandelt werden muss, weil derzeit rund die Hälfte der niedergelassenen Ärzte über 55 Jahre alt ist, ist unumstritten. Nur muss sich auch am System etwas ändern. Derzeit ist Oberösterreich außer Wien, das Bundesland, in dem die meisten Leistungen in den Krankenhäusern erledigt werden. Es muss zu einer Stärkung des niedergelassenen Bereichs und zu einer Entlastung der Spitäler kommen. Das ist Grundlage für alle Verhandlungen mit dem Land", hält Präsident Hingsamer gegenüber Kommunalnet fest. Der Gemeindeanteil an der Finanzierung der Spitälern betrug zuletzt 267 Millionen Euro. Bis Herbst soll die erste Verhandlungsrunde stehen.

Der Anteil des Bundes - immerhin auch 36 Millionen bis 2017 - soll erstmal aus den Rücklagen der Republik kommen. Danach wird das Unibudget aufgestockt und der Bundesanteil für Linz jährlich steigen. Ab 2028 sind es 58 Millionen Euro pro Jahr.


Verfasser: Mag. Carina Rumpold

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