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Bevölkerungsstatistik: Größtes Bevölkerungsplus wieder in Kittsee

16.07.2013

© Klicker/pixelio.de
Mit zehn Prozent schlägt das burgenländische Kittsee wieder alle anderen Gemeinden bei der Zuwanderung. Trotz österreichweiter negativer Geburtenbilanz, ist das Bevölkerungswachstum in Österreich größer als noch im Vorjahr.
Es ist wieder Zeit, zu vergleichen: Die Bevölkerungsstatistik für das Jahr 2012 mit endgültigen Zahlen ist da. Österreichweit gibt es 2012 um 43.739 Personen mehr (+0,52%). Das Bevölkerungswachstum ist noch größer als im Vorjahr, wo es plus 0,39 Prozent oder 32.957 Personen ausmachte. Traditionell sorgen dafür nicht die Geburten, sondern die Zuwanderung. Während die Geburtenbilanz, also die Differenz zwischen Geburten und Sterbefällen, auch 2013 wieder negativ war, ist die Zuwanderung nach Österreich weiterhin stark. Im Jahr 2013 betrug der Wanderungssaldo (die Differenz zwischen Zu- und Wegzügen) plus 43.797 Personen. Damit erhöhte sich die Zuwanderung gegenüber dem Vorjahr um mehr als 40 Prozent (2011: +30.705 Personen).

Viele Asiaten kommen zu uns

Die größte Zuwanderungsgruppe bildeten 2012 die Asiaten. Hier zogen um 8.702 mehr Menschen nach Österreich als aus Österreich weg. Gleich danach kommt Ungarn mit einem Wanderungssaldo von 6.609 Menschen und Deutschland mit 6.229 Personen mehr Zuzüglern. Bei der Türkei scheint der Wanderungsstrom derzeit in beide Richtungen stark zu sein: Einerseits zogen hier 4.088 Personen zu, aber auch 3.151 wieder weg, wodurch der Wanderungssaldo bei nur mehr 937 Personen liegt. Neben den Deutschen mit insgesamt 157.793 in Österreich lebenden Personen, bildet die Türkei mit insgesamt 113.670 Hauptgemeldeten die zweitgrößte Gruppe an Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft in Österreich.

Für die meisten dieser Personen ist Wien Zieldestination Nummer eins: Rund 44 Prozent der Netto-Zuwanderung aus dem Ausland des Jahres 2012 entfiel auf die Bundeshauptstadt, in der sich am 1. Jänner 2013 etwa 40 Prozent der ausländischen Bevölkerung Österreichs konzentrierten.

Kärnten einziges Bundesland mit Bevölkerungsminus

Neben Wien verzeichnete auch Tirol ein überdurchschnittliches Bevölkerungswachstum (+0,61%), während Vorarlberg (+0,45%) und Salzburg (+0,41%) knapp unter dem Durchschnitt lagen. Etwas geringer war der Zuwachs in Oberösterreich (+0,33%) und dem Burgenland (+0,32 %), sowie in Niederösterreich (+0,26%). Etwas abgeschlagen die Steiermark mit einem Plus von 0,19 Prozent. Kärnten war, wie in den letzten Jahren, das einzige Bundesland mit einem leichten Bevölkerungsrückgang (-0,10%).

Kittsee, Kaisers und Hargelsberg - Top-3-Gemeinden bei Zuwanderung

Von 1. Jänner 2012 bis 1. Jänner 2013 vergrößerte sich die Bevölkerung relativ gesehen am meisten in Kittsee. Damit führt die burgenländische 2.500-Einwohner-Gemeinde zum zweiten Mal in Folge die Rangliste bei der Zuwanderung an. Von 2012 bis 2013 konnte Kittsee von 2.301 auf 2.533 Einwohner wachsen. Das starke Einwohnerplus lässt sich, wie auch im Vorjahr, durch die im Vergleich zum benachbarten Bratislava günstigen Baugründen erklären. "Wir haben heuer keine neuen Baugründe mehr gewidmet, deswegen ist der Zuwachs im Vergleich auch etwas geringer", so Bürgermeister Gabriele Nabinger. 2011 lag der Zuwachs bei 11,59 Prozent.

Die Tiroler Gemeinde Kaisers liegt mit 7,04 Prozent Bevölkerungszugewinn an zweiter Stelle. Die Steigerung von 71 auf stolze 75 Einwohner lässt sich durch eine Geburt und Zuwanderung erklären. Hargelsberg belegt Platz drei mit einem Bevölkerungsplus von 6,48 Prozent. In der oberösterreichischen Kommune gab es am 1. Jänner 2013 1.314 Einwohner und damit um 80 mehr als noch 2012.

Sölden - größte Abgangsgemeinde?

Der Tiroler Skiort Sölden sticht in der Statistik mit einem Minus von 686 Bürgern und damit dem relativ gesehen größten Bevölkerungsverlust von minus 16,19 Prozent heraus. In Sölden nachgefragt, gibt es eine klare Antwort, denn seit 2012 werden die Saisonarbeiter nicht mehr mit Haupt- sondern mit Nebenwohnsitz angemeldet. Da für die Statistik nur die Menschen mit Hauptwohnsitz in der Gemeinde herangezogen werden, scheinen mit einem Mal viel weniger Personen als Bürger von Sölden auf.

An zweiter Stelle bei der größten relativen Abwanderung liegt die Salzburger Gemeinde Tweng, in der sich die Einwohnerzahl von 490 auf 424 reduzierte und damit um 13,47 Prozent niedriger als 2011 lag. Den dritten Platz belegt die Vorarlberger Gemeinde Warth mit einem Bevölkerungsminus von 12,09 Prozent.

Mehr Abwanderungsgemeinden

Von den 2.353 Gemeinden (ohne Wien), gab es 2013 1.152 Gemeinden mit Abwanderung, bei 50 Gemeinden blieb die Bevölkerungszahl gleich und in 1.151 Gemeinden gab es Zuwanderung. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das eine Zunahme der Abwanderungsgemeinden, denn 2011 waren es noch 1.093 Abwanderungsgemeinden.
Verfasser: Carina Rumpold

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