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Von null bis 99, alle machen mit!

09.08.2013

Bild: ZVG
Die Gemeinde Steinach am Brenner ist Vorbild in der Umsetzung des Audit "familienfreundlichegemeinde". Die große Einsatzbereitschaft und die innovativen Ideen sind mitreißend. Jung und Alt ziehen an einem Strang.

Wenn man mit der Projektleiterin des Audit familienfreundlichegemeinde und Gemeinderätin Karin Grissemann spricht, sind Begeisterung und Herzblut für die Entwicklungen der Tiroler Marktgemeinde unverkennbar. Ihr Engagement scheint unübertrefflich, wenn es um das Wohl der Bürger der 3.361- Einwohner-Gemeinde geht.

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Entscheidung zu verstärkter Zusammenarbeit

2006 entschloss man sich in Steinach zu einer Erhebung des Ist-Zustands. Welche Leistungen gibt es schon? Was kann verbessert werden? Karin Grissemann stellte fest: "Die Ergebnisse waren durchaus positiv. Jeder hat aber sein eigenes Süppchen gebraut, da entstehen schon weiße Flecken." Eine Projektgruppe von 13 Mitgliedern wurde gebildet, die innerhalb von drei Jahren die Prioritäten zur Verbesserung eruierte und auch alle Punkte gelungen umsetzen konnte.

Vom Projekt "Miteinand" bis zu integrativen Theaterstücken

Besonders stolz ist man in Steinach auf das von Beginn an laufende Projekt "Miteinand". Hier kann sich jeder in der Gemeinde, ob Jung oder Alt, ehrenamtlich für seine Mitmenschen engagieren. In einem Büro im ortseigenen Seniorenheim kann sich jeder melden, der helfen möchte. "Wenn Not am Mann ist, gibt es Hilfe", freut sich Karin Grissemann über die große Resonanz des Projekts. Die Hilfeleistungen reichen vom Rasenmähen beim Nachbarn bis zum einfachen Reden und Gesellschaftleisten. Karin Grissemann: "Vor allem Menschen ohne intakte Familienstruktur profitieren sehr von unserem Projekt. Es wird ein persönlicher Bezug hergestellt."

Die Jugend- und Seniorentanzgruppe in gemeinsamer Aktion. (Bild: ZVG)

Ein großer Schritt der Integration und der Zusammenführung von unterschiedlichsten Menschen ist durch das integrative Theaterstück "Zeit" von Karin Grissemann gelungen. In Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe konnte eine Begegnung auf kultureller Ebene zwischen den "Volksschauspielern Steinach", sowie körperlich und geistig beeinträchtigter Menschen stattfinden. Karin Grissemann ist von dem Projekt überzeugt: "Die Begegnung war einmalig. Es war toll zu sehen, mit welchem Stolz die Lebenshilfe dabei war. Anfängliche Ängste konnten überwunden werden, ein ganz anderer Bezug ist entstanden." Die Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe soll fortgesetzt werden.

Weitere Projekte im Sinne des Audit familienfreundlichegemeinde sind eine Zahnprophylaxe im Kindergarten, ein Hip-Hop-Kurs für Jugendliche, die Erneuerung des Kindergartenspielplatzes und die Errichtung eines Abenteuerspielplatzes in Kooperation mit einem ortsansässigen Unternehmen.

Generationenübergreifende Projekte im Fokus

Projekte, die eine Überwindung der Barriere zwischen den Generationen in Steinach ermöglichen sollen, stehen in der Gemeinde im Mittelpunkt. Dazu fand zum Beispiel die Ausstellung "Steinach früher - heute" statt. In der Wipptalhalle konnten Besucher Text- und Bilderdokumentationen zum damaligen und heutigen Steinach bewundern. Veranstalter war die Auditgruppe Steinach unter der Leitung von Karin Grissemann und die Familien- und Jugendoffensive des Landes Tirol. Gleichzeitig stellte Bärbel Jordan-Ruef-Stabentheiner eine Wanderaustellung mit dem Titel "Zeitfenster" vor, die Fotografien von vierzehn Menschen im Alter von 70 bis 98 zeigte.

Die Zusammenführung der Generationen findet in Steinach auch noch innerhalb einer Tanzgruppe von Senioren und Hauptschülern, gemeinsamem Kochen von traditionellen Rezepten und der Präsentation eines Heftes zum Thema "Alte Spiele neu entdecken" der Volksschule statt.

Erweiterung des Eltern-Kind-Zentrums und frischer Wind im Team

Durch eine Übersiedlung ins alte Feuerwehrhaus haben sich neue Möglichkeiten für das Eltern-Kind-Zentrum der Gemeinde ergeben. Durch viel Platz können nun Bewegungskurse, Vorträge und Schulungen angeboten werden. Auch eine große Küche steht jetzt für ausgiebiges kulinarisches Wirken zur Verfügung.

Seit kurzem hat sich Steinach zwei junge Menschen ins Boot geholt, die mittlerweile erfolgreich drei Workshops zum Thema Ernährung, Pubertät und Konflikt- und Krisenbewältigung abgehalten haben. Der Schwerpunkt liegt in Steinach generell auf Jugendarbeit. Der Beitritt der zwei neuen Mitglieder werde daher sehr begrüßt, so Karin Grissemann.

Samen säen, Maßnahmen ernten

"Die Geschichte steht und fällt mit den Menschen der Projektgruppe", begründet Projektleiterin Karin Grissemann den Erfolg des Audit in ihrer Gemeinde. In einer kleinen Arbeitsgruppe sei es möglich, effektiv und mit gutem Konsens zu arbeiten. Alles was in den Gruppentreffen Thema ist, wird anschließend nach außen getragen. Zusätzlich gibt Karin Grissemann die Empfehlung, alle Ressourcen der Gemeinde auszuschöpfen und immer präsent zu sein: "Wir sind auf Sommerfesten und anderen Veranstaltungen mit unserem Audit-Stand vertreten, gehen in Schulen und versuchen stets mit Institutionen und Medien zusammenzuarbeiten. Das Audit familienfreundlichegemeinde fordert zum Hinschauen und Hinhören auf. Es ist ein Prozess, in dem Samen gesät werden, Ideen entstehen und daraus Maßnahmen entwickelt werden, die umgesetzt werden können."

Wie komme ich zum Audit?

Haben auch Sie Interesse als Gemeinde an der Auditierung teilzunehmen? Der Gemeindebund sowie die Familie und Beruf Management GmbH bieten nicht nur persönliche Beratung an, sondern unterstützen Sie auch mit einem vielfältigen Service-Angebot. Der Besuch des kostenlosen Audit-Seminars in Ihrem Bundesland, ist der zweite Schritt, um Ihre Gemeinde familienfreundlich zu machen. Hier erfahren Sie anhand von vielen Good-Practice-Beispielen alles über Vorteile und Ziele, sowie Ablauf und Nutzen des Audit familienfreundlichegemeinde. Auch die Förderungsmöglichkeiten in Ihrem Bundesland kommen dabei nicht zu kurz. Alle Arbeitsunterlagen werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Ein ausgebildeter Prozessbegleiter steht Ihnen ebenfalls im Rahmen von 24 Stunden kostenlos mit Rat und Tat zur Seite. 50 Prozent der Nettokosten für den Gutachter, der den Prozess am Ende beurteilt, werden refundiert.

Für weitere Informationen, wenden Sie sich bitte an die Familie & Beruf Management GmbH (audit(at)familieundberuf.at) oder den Österreichischen Gemeindebund (Mag. Anna Nödl-Ellenbogen,anna.noedl-ellenbogen(at)gemeindebund.gv.at; oder Heike Trammer; heike.trammer(at)gemeindebund.gv.at).

Besuchen Sie ein Auditseminar!


Die nächsten Auditseminare finden

  • am 18. September 2013 in Bregenz (Vorarlberg) und
  • am 19. September 2013 in Innsbruck (Tirol) statt.



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