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Migration und Integration: Zahlen und Fakten

01.10.2013

©Statistik Austria
Wenn Menschen aus fremden Ländern und Kulturen zuwandern, hat dies häufig Konfliktpotenzial. Für eine erfolgreiche Zukunft eines Landes, ist die Integration Zugezogener zentrale Voraussetzung. Vielfalt und gegenseitiges Verständnis sind für das Bestehen der Gesellschaft von größter Wichtigkeit.
Migration und Integration sind in Österreich Themen mit latenter Aktualität. Sie bedeuten Herausforderungen und Chancen für Bund, Länder und am unmittelbarsten für Städte und Gemeinden. Die Statistik Austria möchte mit dem jährlich erscheinenden Bericht "Migration und Integration" die positiven Effekte und die Leistungsanforderungen durch Vielfalt anschaulich darstellen und liefert einen detailreichen Überblick über jene Bereiche, die in dem Themenkomplex Zuwanderung und Eingliederung von Menschen in die Gesellschaft Relevanz haben.

Integration im Überblick

Damit die unterschiedlichen Dimensionen des Integrationsprozesses in Österreich messbar gemacht werden können, wurden im Rahmen des nationalen Aktionsplans Integrationsindikatoren festgelegt. 25 sind es an der Zahl und betreffen Bildung und Sprache, Erwerbsarbeit und Arbeitslosigkeit, Soziales und Gesundheit, Sicherheit, Wohnen und räumlichen Kontext, soziale und identifikatorische Dimension und subjektive Sichtweisen. Diesen Indikatoren wurde "statistisches Leben eingehaucht", indem vorhandene Informationen über eine bestimmte Bevölkerungsgruppe, nämlich Zugewanderte und deren Nachfahren, kombinbiert verdichtet wurden.

Eine Frage der Definition

Je nach Staatsangehörigkeit und Geburtsland gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, Bevölkerungsgruppen mit "Migrationshintergrund" oder "ausländischer Herkunft" zu bestimmen. So werden zum Beispiel alle Personen als "Ausländer" bezeichnet, die keine österreichische Staatsbürgerschaft haben. Das traf bei einer Erhebung vom 1. Jänner 2013 auf eine Million in Österreich lebende Menschen zu, das sind 11,9 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die Herkunft einer Person kann auch über das Geburtsland definiert werden. Am Stichtag waren das 1,365 Millionen Menschen mit ausländischem Geburtsort, davon zählen 38 Prozent als österreichische Staatsbürger.

Die Broschüre "Migration und Integration" kombiniert diese beiden Möglichkeiten der Definition der Bevölkerung ausländischer Herkunft, um in der Statistik alle betroffenen Personen einschließen zu können. Zusammengezählt bedeutet das, dass 18 Prozent aller Menschen in Österreich entweder als Personen ohne östereichische Staatsbürgerschaft im Land leben oder deren Geburtsort im Ausland liegt. Unter Bevölkerung mit Migrationshintergrund versteht man wiederum alle Personen, deren Eltern im Ausland geboren sind, unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit.

Die meisten Zuwanderer sind Deutsche

Gut ein Drittel der Bevölkerung mit Migrationshintergrund kommt aus der EU. 32 Prozent stammen aus den Nachfolgestaaten Jugoslawiens und rund 17 Prozent aus der Türkei. Von allen Personen mit ausländischer Herkunft sind 43 Prozent österreichische Staatsbürger. Dabei haben 60 Prozent der Menschen mit afrikanischem Hintergrund und 54 Prozent mit türkischem Hintergrund einen österreichischen Pass und stehen damit an der Spitze der eingebürgerten Zuwanderer. Migranten aus Nordamerika sind beispielsweise nur zu elf Prozent Staatsangehörige des Landes.

Wenn man die in Österreich lebenden ausländischen Staatsangehörigen nach ihrer Nationalität differenziert, so machen die Deutschen die größte Gruppe aus. Am 1. Jänner 2013 lebten 157.800 Personen aus Deutschland in Österreich, auf dem zweiten Platz stehen die Menschen türkischen Ursprungs mit 113.700 Menschen, 111.300 kommen aus Serbien.

Beispiele aus dem Bildungssektor

Beim Integrationsindikator Bildung lassen sich einige Unterschiede zwischen den ausländischen und inländischen Personengruppen feststellen. So gehen Kinder mit Migrationshintergrund im Vorschulalter etwas seltener in Krippen und Kindergärten. Ausländische Schüler besuchen weniger oft maturaführende Schulen und 13 Prozent der fremdsprachigen Hauptschulkinder verlassen das Schulsystem ohne Schulabschluss. Bei österreichischen Hauptschülern ist der Anteil mit vier Prozent recht gering.

Was die Anzahl an Maturanten betrifft, haben die ausländischen Mitbürger im Jahr 2012 die Österreicher gleichen Alters überholt. 35 Prozent aller Personen mit Migrationshintergrund haben die Matura, von den österreichischen Schülern haben 30 Prozent diesen Abschluss in der Tasche. Gut 17 Prozent der Zugewanderten haben eine Universitäts- oder Fachhochschulabschluss geschafft, bei den Österreichern sind es 15 Prozent. Insgesamt kann positiv festgehalten werden, dass sich vor allem die Personen mit Migrationshintergrund der "zweiten Generation" immer stärker dem Bildungsstand der inländischen Bevölkerung annähern.

Wie komme ich zur Broschüre?

Das Booklet kann beim Auskunftsdienst der Statistik Austria kostenlos abgeholt bzw. gegen Verrechnung der Versandkosten bestellt werden.

Für Rückfragen können Sie sich per E-Mail oder per Telefon unter +43 (1) 711 28-1 an Statistik Austria wenden.

ISBN: 978-3-902791-93-1

Verfasser: Julia Wild

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