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Engagement mit Herz und Hirn

01.10.2013

Bild: ZVG
In Bad Fischau-Brunn nimmt man das Projekt Audit "familienfreundlichegemeinde" sehr ernst. Die Einbindung aller Generationen in vielfältige Aktionen und der unermüdliche Einsatz der Audit-Beauftragten Eva Greiner, schaffen für die 3.000 Einwohner einen Ort zum Wohlfühlen.
Eva Greiner ist stolz auf Bad Fischau-Brunn, und zwar zurecht. Seit dem Entschluss zur Umsetzung des Audit familienfreundlichegemeinde, konnte in der niederösterreichischen Gemeinde des Bezirks Wiener Neustadt-Land eine Vielzahl an großartigen Projekten erfolgreich abgeschlossen werden. Die Initiativen reichen von einem umfassenden Freizeitangebot, über Hilfsprojekte für benachteiligte Bürger, bis zu aufwendigen Umbauten im Ort. 2010 hat die Kommune das Grundzertifikat des Audit familienfreundlichegemeinde erhalten, im Oktober 2013 folgt die Verleihung des Zertifikats durch Gemeindebund-Chef Helmut Mödlhammer und Reinhold Mitterlehner, Minister des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend.

Betreutes Wohnen als Vorzeige-Projekt

Die Audit-Maßnahme des betreuten Wohnens konnte in der Gemeinde komplett umgesetzt werden und ist das "Lieblingsprojekt" von Eva Greiner: "Die Durchführung war sehr aufwendig, hat sich aber vollends gelohnt. Die Resonanz war überwältigend. Mit der Eröffnung der Wohnanlage am 18. September 2013 ist uns der krönende Abschluss der Aktion gelungen. Es waren so viele Leute da, damit haben wir überhaupt nicht gerechnet. Es ist schön zu sehen, dass die Bevölkerung sich so sehr dafür interessiert und dass das Projekt geschätzt wird."

Im Herbst 2011 konnten Planung und Baubeginn realisiert werden, die öffentliche Präsentation des betreuten Wohnens fand im Juni 2012 statt. Im Herbst des gleichen Jahres gab es für die künftigen Bewohner eine erste Möglichkeit, die Räumlichkeiten zu besichtigen. Die Wohnanlage, errichtet von der Baugesellschaft NÖSTA, ist eine Betreuungseinrichtung für Senioren als auch für behinderte Menschen. Zwei Betreuerinnen kümmern sich um die Bewohner und organisieren ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm. "Ich habe in das Projekt des betreuten Wohnens sehr viel Zeit investiert. Umso schöner ist es, dass alles so gut funktioniert hat und dass die Menschen dort glücklich sind."

Bewegung und Spaß für Wasserratten und Hobby-Tänzer

In Bad Fischau-Brunn wird den Einwohnern einiges geboten. Sie müssen ihre Gemeinde nicht verlassen, um ansprechende Freizeitangebote nutzen zu können. "Eine Dame aus dem Ort arbeitet bei uns als Schwimmlehrerin. Der Kurs soll auch zukünftig laufend angeboten werden", erzählt die Audit-Beauftragte. Wer statt zu schwimmen, lieber das Tanzbein schwingt, kann im Kurs "Tanzen mit Gabriele" voll auf seine Kosten kommen. "Ständig werden neue Ideen entwickelt. Es passiert sehr viel in unserer Gemeinde, man braucht eigentlich gar nicht mehr zuhause bleiben!", erzählt Eva Greiner lachend.

Die Vereine der Gemeinde bieten auch eine Reihe von Freizeitmöglichkeiten an. Die Kulturwerkstätte, die "Blau-Gelbe Viertelsgalerie" und die Kulturvernetzung Industrieviertel" des Vereins Forum bieten ein ideenreiches und überregional anerkanntes kulturelles Programm. Es gibt Workshops, Ausstellungen, Lesungen, Musikabende und Kunsthandwerksmärkte.

Hilfe in allen Lebenslagen und neue Spielplätze

Ein besonderes Projekt des Audit familienfreundlichegemeinde in der Kommune, ist die Aktion "Leihbehelfe für kurzfristige Notfälle". In einem ersten Schritt hat man in Bad Fischau-Brunn alle Sachbestände erhoben und sämtliche nützliche Gebrauchsgegenstände in einem zentralen Lager gesammelt. Greiner erklärt diese Art der selbstlosen Hilfeleistung. "Wenn jemand etwas braucht, kann er in der Gemeinde anrufen, die als Ansprechpartner und Koordinator fungiert. Falls beispielsweise ein älterer Mitbürger bettlägerig wird und ein spezielles elektrisches Bett braucht, wie es sie im Krankenhaus gibt, sich dieses aber nicht leisten kann, stellen wir das zur Verfügung."

Das Engagement für die Kinder ist in Bad Fischau-Brunn ebenso ausgeprägt, wie der Einsatz für die ältere Generation. Um den jungen Mitbürgern der Gemeinde einen sicheren und spannenden Platz für Spaß und Spiel zu bieten, hat sich der Ort einen Planer vom Land geholt, der sich ein Konzept für die Neuerung der Spielplätze überlegt hat. "Die Arbeiten hat dann der Verschönerungsverein übernommen, ein neuer Spielplatz ist schon in Betrieb, ein zweiter wird noch im Herbst 2013 fertiggestellt. Die Geräte sind für unterschiedliche Altersstufen konzipiert. Wir wollten, dass alle Kinder der Gemeinde gern auf den Spielplätzen sind", so Eva Greiner.

Aufgeben kommt nicht in Frage

Die Liste an geplanten und laufenden Projekten des Audit in Bad Fischau-Brunn ist noch lang. "Für 2014 wollen wir den Hauptplatz der Gemeinde komplett neu gestalten. Dazu läuft momentan ein Ideenwettbewerb, bei dem die Leute ihre Änderungsvorschläge einreichen können", berichtet die engagierte Audit-Zuständige. Außerdem soll das Informationsblatt über die Angebote in der Gemeinde erneuert werden, damit die Bürger stets über die aktuellen Möglichkeiten im Ort informiert sind. Selbst Projekte, die anfangs eher wenig Anklang gefunden haben, werden nicht aufgegeben. "Im April 2013 haben wir versucht, das so genannte Mentorenprojekt umzusetzen. Dabei wollten wir Jugendlichen ab 14 Jahren in Gruppen unterschiedliche Themen nahebringen. Leider war die Resonanz nicht so groß wie erhofft, wir werden es aber nochmal probieren!"

Wie komme ich zum Audit?

Haben auch Sie Interesse als Gemeinde an der Auditierung teilzunehmen? Der Gemeindebund sowie die Familie und Beruf Management GmbH bieten nicht nur persönliche Beratung an, sondern unterstützen Sie auch mit einem vielfältigen Service-Angebot. Der Besuch des kostenlosen Audit-Seminars in Ihrem Bundesland, ist der zweite Schritt, um Ihre Gemeinde familienfreundlich zu machen. Hier erfahren Sie anhand von vielen Good-Practice-Beispielen alles über Vorteile und Ziele, sowie Ablauf und Nutzen des Audit familienfreundlichegemeinde. Auch die Förderungsmöglichkeiten in Ihrem Bundesland kommen dabei nicht zu kurz. Alle Arbeitsunterlagen werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Ein ausgebildeter Prozessbegleiter steht Ihnen ebenfalls im Rahmen von 24 Stunden kostenlos mit Rat und Tat zur Seite. 50 Prozent der Nettokosten für den Gutachter, der den Prozess am Ende beurteilt, werden refundiert.

Für weitere Informationen, wenden Sie sich bitte an die Familie & Beruf Management GmbH (audit(at)familieundberuf.at) oder den Österreichischen Gemeindebund (Mag. Anna Nödl-Ellenbogen, anna.noedl-ellenbogen(at)gemeindebund.gv.at; oder Heike Trammer; heike.trammer(at)gemeindebund.gv.at).

Besuchen Sie ein Auditseminar!

Die nächsten Auditseminare finden

    am 25. November in Markt Piesting/Niederösterreich und
    am 5. Dezember in Linz/OÖ statt.

Verfasser: Julia Wild

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