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Gemeindefusionen: Von 539 auf 288

04.10.2013

©steiermark.at/Fischer
Die Prämien des Landes Steiermark lockten 303 Gemeinden, doch Fusionen zu beschließen. Den restlichen Gemeinden drohen nun Zwangsfusionen. Die Reformer auf Landesebene präsentierten gestern die endgültige Gemeinde-Landkarte ab 2015.
Unter dem Titel "Gemeindestrukturreform Steiermark: Stärkere Gemeinden - größere Chancen" stellen Landeshauptmann Franz Voves und sein Stellvertreter Hermann Schützenhöfer die fixierte steirische Landeskarte nach den freiwilligen Fusionen vor. Von den 382 Gemeinden, die für eine Fusion vorgesehen sind, haben sich 303 freiwillig für eine Zusammenlegung entschlossen und somit großteils die Frist genutzt, in der sie vom Land Fusionsprämien erhalten.

"72 Prozent der Beschlüsse wurden einstimmig gefällt", sind die Reformpartner stolz. Für die Auszahlung der Prämien muss die Landesregierung nun 20 bis 25 Millionen Euro in die Hand nehmen.

Keine Rücksicht auf Befragungen

Auf die Gemeinden, in denen sich die Bevölkerung per Befragung mehrheitlich gegen eine Zusammenlegung entschieden hat, wurde wie erwartet, keine Rücksicht genommen. Dennoch hat sich in der Landkarte einiges verschoben. Stanz im Mürztal wird als einzige Gemeinde doch nicht mit anderen fusionieren. In anderen Bezirken gab es Verschiebungen, weil sich andere Paarungen als besser herausstellten. So darf sich das kämpferische Salla nun mit seinen präferierten Fusionspartnern Maria Lankowitz und Gößnitz fusionieren und muss nicht den Partner Köflach wählen.

Kämpferisch bleibt man hingegen in Gams bei Hieflau, das auch nach neuer Landkarte mit drei anderen Gemeinden - Landl, Hieflau und Palfau - zusammengelegt werden soll. "Wir werden weiter um unsere Eigenständigkeit kämpfen", so Bürgermeister Erich Reiter gegenüber Kommunalnet. 

Auch in Tauplitz oder Weißenbach müssen die Ortschefs erst das Zwangszusammenlegungsgesetz abwarten, bevor sie juristisch dagegen vorgehen können. Die Gemeindeinitiative erwägt weitere Schritte. "Wir haben heute eine Sitzung, da wird sich unsere Reaktion entscheiden", so Sprecher Floran Taucher gegenüber der Kleinen Zeitung.

Anstieg bei Gemeinden über 10.000 Einwohnern

Durch die Zusammenschlüsse steigt die durchschnittliche Einwohnerzahl auf 3.293. der Österreichschnitt ohne Wien lag 2010 bei 2.847 Einwohnern. Vor der Reform gab es in der Steiermark nur fünf Gemeinden über 10.000 Einwohner, ab 2015 sind es 15. Die Kommunen mit Einwohnern zwischen 1.001 und 2.500 halbieren sich nahezu von 255 auf 142.

Die meisten Zusammenlegungen finden in den kleinräumig strukturierten Bezirken in der Süd-, West- und Oststeiermark statt, aber auch im obersteirischen Murau wird die Anzahl der Kommunen von 34 auf 14 sinken. In den Bezirken sinken die Gemeindezahlen wie folgt: Bruck-Mürzzuschlag von 37 auf 19, Deutschlandsberg von 40 auf 15, Graz-Umgebung von 57 auf 36, Hartberg-Fürstenfeld von 64 auf 36, Leibnitz von 48 auf 29, Leoben von 19 auf 16, Liezen von 51 auf 29, Murtal von 38 auf 20, Südoststeiermark von 74 auf 26, Voitsberg von 25 auf 16 und Weiz von 54 auf 31.
Verfasser: Carina Rumpold, (Quelle: Kleine Zeitung, APA, Land Steiermark, Reaktion)

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