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Gesucht: Bürgermeister (m/w), ...

21.10.2013
Die amtierende Bürgermeisterin in Leogang, Helga Hammerschmied-Rathgeb, sucht einmal anders einen Kandidaten für das Bürgermeisteramt. Interessierte Leoganger sind eingeladen, sich bei der Gemeinde zu bewerben.
Bildrecht: ZVG
In Leogang wird Polit-Geschichte geschrieben. Erstmals in Österreich wird per Postwurfsendung dazu aufgerufen, sich als Bürgermeister/in bei der Gemeinde zu bewerben. Warum keine eigenen Kandidaten vorhanden sind und wie genau Auswahl stattfinden wird, lesen Sie hier.

Die Salzburger Gemeinde Leogang verliert mit Helga Hammerschmied-Rathgeb die erste weibliche SPÖ Bürgermeisterin in Salzburg, und die SPÖ damit vielleicht auch den Bürgermeisterposten als solchen. Da es in der eigenen Partei keine Nachfolger gibt - aus persönlichen und zeitlichen Gründen - werden interessierte und engagierte Leoganger bis 8. November 2013 aufgerufen, sich als Bürgermeister bei der Gemeinde zu bewerben. Eine Postwurfsendung klärt die Bevölkerung, über diese ungewöhnliche Methode, einen neuen Kandidaten zu finden, auf.

Mühsame Kandidatensuche

"Die Kandidatensuche gestaltet sich immer sehr schwierig, da der Job des Bürgermeisters sehr herausfordernd und belastend sein kann", weiß Helga Hammerschmied-Rathgeb aus eigener Erfahrung. Die Kandidaten müssen Famile, Arbeit und den Job als Bürgermeister unter einen Hut bringen. Auch auf Hobbys und Freizeit muss während der Jahre als Bürgermeister oft verzichtet werden. Aus diesen Gründen konnte auch in der eigenen Partei kein passender Kandidat gefunden werden.

Doch mit diesem speziellen Modell, einen Anwärter zu finden, will die SPÖ in Leogang auch das Motto des Jahres verfolgen: Das Jahr der offenen Tür soll junge Menschen aktivieren und zum Mitmachen in der Gemeinde anregen. Denn auch in vielen Nachbargemeinden, wie auch in Saalbach-Hinterglemm, gibt es junge Quereinsteiger als Bürgermeister, die keine große Vorlaufzeit in der Kommunalpolitik hinter sich haben.

Der Bürgermeisterjob ist eine Berufung

Notwendige Kriterien, die ein Bewerber mitbringen sollte, sind, ein guter Umgang mit Menschen, eine Persönlichkeit die Zuversicht ausstrahlt und eine verlässliche Art zu handeln. "Man muss die Menschen mögen und vertrauensvoll sein, der Bürgermeisterjob ist nicht Jedermanns Sache", gibt Hammerschmied-Rathgeb Auskunft über die Anforderungen an den möglichen Neuling. Doch das Amt kann einem auch Erfüllung geben, "es war für mich eine wunderschöne Zeit", Leogang in die Zukunft zu führen.

Stellenanzeige: Bürgermeister (m/w), ...

Ein wichtiges Merkmal ist, dass die berufliche Situation mit den Aufgaben als Bürgermeister vereinbar sind. Es sollte ausreichend Zeit vorhanden sein, da es auch viele Abend- und Wochenendtermine gibt. Doch so ganz wird der Bürgermeisterkandidat nicht ins kalte Wasser geworfen, ein großes Team ist vorhanden, welches unterstützend zur Seite steht.

Damit sich keine Person aus einem anderen Lager bei der SPÖ in Leogang einschleicht, müssen vom Kandidaten auch die sozialdemokratischen Werte gelebt werden.

Von der Bewerbung zum Bürgermeister

Bis 8. November haben die Leoganger Zeit ihre Bewerbung an die Gemeinde zu schicken. Danach werden alle Kandidaten zu einem Hearing eingeladen und mit jedem genau über Absichten, Ziele und Anforderungen gesprochen. Bei einer Wählerversammlung wird der neue Kandidat der Öffentlichkeit präsentiert. Danach haben die Bewohner von Leogang das Wort, und dürfen sich im März 2014 zwischen dem frischgebackenen SPÖ-Kandidaten oder dem ÖVP-Kandidaten entscheiden.

Im Falle des Worst-Case-Szenarios, wenn sich also kein passender Bewerber finden sollte, wird sich die Partei nocheinmal zusammensetzen und überlegen müssen, wie es weitergeht. Davon geht die aktuell amtierende Bürgermeisterin aber nicht aus.




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