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Buchtipp: „Kommunale Intelligenz“

12.11.2013
Wie können Potenziale in Kommunen entfaltet werden?
©edition Körber-Stiftung
Jugend und Gemeinde? Eine oft schwierige Beziehung. Genau diesem Thema hat sich der einer der bekanntesten deutschen Hirnforscher, Gerald Hüther, angenommen und eine spannende Anleitung zum Nachdenken über die kommunale Gesellschaft geschrieben.

Kommunen sind freiwillige Gemeinschaften. Am Ende des wirtschaftlichen Wachstums stoßen jedoch auch die Kommunen an ihre Grenzen. Dennoch lautet die vorherrschende Devise zur Bekämpfung der inzwischen auf allen Ebenen unserer gesellschaftlichen Entwicklung zutage tretenden Schwierigkeiten: noch mehr vom Alten. Immer mehr Regeln führen dazu, das Bestehende zu wahren und nicht es weiterzuentwickeln.

Für den Neurobiologen Gerald Hüther reicht das aber nicht. In seinem 2013 erschienen Buch "Kommunale Intelligenz" fordert er die Kommunen auf, ein Umfeld für Entwicklungen zuzulassen: Wenn sich die Welt, in die eine Kommune eingebettet ist, zu verwandeln beginnt, wenn das Alte dort seinen Wert verliert und neue Maßstäbe und Erwartungen an das Leben gestellt werden, reicht es nicht, wenn eine Kommune all das, was sie bisher gemacht hat, einfach nur immer besser zu machen versucht. Dann müsste sie es anders machen.

Nicht mehr Regeln, sondern mehr Freiheit

Dieses Veränderungspotenzial haben junge Menschen, die noch unvoreingenommen an Dinge herangehen. Ausgehend von der Erkenntnis, dass der Mensch nur lernt, was ihn begeistert und was er in Beziehung zu anderen erfährt, kommt er zu dem Schluss, dass sich Kommunen nur weiterentwickeln können, wenn Jugendliche erleben, dass sie für dieses Zusammenleben und die Gestaltung unserer Zukunft wirklich gebraucht werden. Erst dann können sie auch erfahren, dass ihnen dies umso besser gelingt, je mehr sie wissen und können. Dann würden sie nicht länger unter "Lernen" eine lästige Pflicht verstehen. Sie würden sich bewusst dafür entscheiden können, Lernende zu sein, ein Leben lang.

Wie weit ist die "Verwaltungswut" in Ihrer Gemeinde?

"Wenn Sie wissen wollen, wie spät es in Ihrer Kommune bereits ist, fragen Sie einfach die Kinder und Jugendlichen, wer von Ihnen später gern in dem Dorf oder der Stadt bleiben will, in der sie aufgewachsen sind, wer von ihnen nach seiner Ausbildung dort wohnen, arbeiten, eine Familie gründen und Kinder aufziehen möchte."

Kurz und kompakt für gestresste Bürgermeister

Für alle, die über ihren Tellerrand hinausschauen möchten, und wieder einmal über die eigenen Handlungsmaxime nachdenken wollen, ist dieses Buch auf alle Fälle geeignet. Auch die Ansätze zu "Community Education" können hilfreiche Inputs für die kommunale Jugendarbeit liefern und zu einem positiven Klima in der Gemeinde beitragen. Auf 125 Seiten im kompakten Taschenbuchformat sind die Theorien über die "Kommunale Intelligenz" leicht verständlich zu lesen.

Über den Autor:

Gerald Hüther ist Professor für Neurobiologie und leitet die Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung an der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen und das Institut für Public Health der Universität Mannheim/Heidelberg. Wissenschaftlich befasst er sich mit dem Einfluss früherer Erfahrungen auf die Hirnentwicklung, den Auswirkungen von Angst und Stress und der Bedeutung emotionaler Reaktionen.

Infos zum Buch:

Verlag: edition Körber-Stiftung
ISBN: 978-3-89684-098-1
Preis: 12,40 Euro






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