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Regierung: Zweites Pflichtkindergartenjahr kommt ab 2015

13.02.2014
Schrittweise wird das zweite Pflichtkindergartenjahr ab 2015 eingeführt.
© BMeiA/Dragan Tatic
Verpflichtend soll das zweite Kindergartenjahr nur für jene Vierjährigen werden, bei denen Sprachprobleme festgestellt werden. Ob gratis oder nicht, ist noch nicht gänzlich geklärt. Gemeindebund-Chef Mödlhammer: "Es muss klar sein, dass die Mehrkosten der Bund übernimmt."

Nach dem verpflichtenden Kindergartenjahr für die Fünfjährigen, soll auch das verpflichtende Kindergartenjahr für die Vierjährigen kommen - allerdings nur für jene, die Sprachprobleme haben. Die Kenntnisse der deutschen Sprache sollen im Alter von dreieinhalb Jahren ermittelt werden. Dieses Vorhaben präsentierten Sebastian Kurz, auch im Außenministerium für Integration zuständig, und Familienministerin Sophie Karmasin in einer gemeinsamen Pressekonferenz. Ob es Elternbeiträge geben wird, oder ob der Kindergarten mit der Pflicht für alle gratis wird, soll in einer Arbeitsgruppe geklärt werden, in der auch der Gemeindebund beteiligt sein wird.

Für Gemeindebund-Präsident Mödlhammer muss geklärt sein, dass die Mehrkosten der Bund übernimmt. ©Gemeindebund

Gemeinden dürfen nicht auf den Kosten sitzen bleiben

Für Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer muss im Vorfeld eines geklärt sein: "Nicht die Gemeinden, sondern der Bund muss die Mehrkosten übernehmen." Fakt ist, dass derzeit bereits 94,3 Prozent der Vierjährigen einen Kindergarten besuchen. 

Zudem hat der Praxistest in den Modellregionen gezeigt, dass ein Gratis-Angebot für Vierjährige mit Förderbedarf nicht unbedingt notwendig ist, weil oft der Hinweis, dass ein Kind Förderung brauche, ausreicht, damit die Eltern es in den Kindergarten anmelden. Für jene Eltern, die sich die Betreuung wirklich nicht leisten können, "wird man finanzielle Möglichkeiten finden müssen", betonten die beiden Minister. Entlastend wirke zudem, dass die Sprachprobleme vor allem im städtischen Bereich auftreten, wo der Kindergarten meist ohnehin kostenlos ist.


Verfasser: Mag. Carina Rumpold

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