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Salzburg-Stichwahlen: Schaden wiedergewählt, knappe Ergebnisse in anderen Gemeinden

24.03.2014
In acht Gemeinden musste nachgewählt werden.
©Holger Lang/pixelio.de
In der Stadt Salzburg wurde Heinz Schaden mit eindeutige Mehrheit wiedergewählt. Nicht ganz so eindeutig fielen die Ergebnisse in den anderen sieben Gemeinden aus. Die ÖVP konnte ihre Vorherrschaft weiter ausbauen und stellt nun 96 der 119 Bürgermeister in Salzburg.

In acht Salzburger Gemeinden wurden die Wahlberechtigten noch einmal zu den Urnen gebeten, um den Bürgermeister zu wählen. Bei der Stichwahl am 23. März 2014 traten die Kontrahenten in der Stadt Salzburg, in Neumarkt, Straßwalchen, Seekirchen, Wagrain, Bruck, Rauris und St. Martin bei Lofer in den Ring. Nicht überall fällten die Bürger eindeutige Entscheidungen.

Wer konnte sich wo durchsetzen? Eine Übersicht auf der Seite der Salzburger Nachrichten. (Bildquelle: Salzburger Nachrichten)

Salzburg: SPÖ-Urgestein Heinz Schaden ist wieder Bürgermeister

In der Landeshauptstadt ging die Wahl am eindeutigsten zu Ende: Mit 68,9 Prozent setzte sich Heinz Schaden gegen seinen ÖVP-Herausforderer Harald Preuner (31,1 Prozent) klar durch. Die Wahlbeteiligung lag allerdings bei nur 31,2 Prozent.

Nur eine Frau mehr

Mit Monika Schwaiger (ÖVP), wieder Bürgermeisterin von Seekirchen, konnte nur eine Frau in den Stichwahlen siegen. Sie erreichte 56,4 Prozent der Stimmen im Rennen mit ihrem Gegenkandidaten Walter Andreas Gigerl. Liselotte Winklhofer (39,5 Prozent) konnte sich in Straßwalchen nicht gegen Friedrich Kreil durchsetzen. Er erhielt 60,5 Prozent der Stimmen. Ganz knapp schaffte es auch Karin Hochwimmer (49,5 Prozent) in Bruck nicht, sich gegen Herbert Burgschwaiger (50,5 Prozent) (SPÖ) durchzusetzen. 24 Stimmen entschieden hier über Sieg oder Niederlage.

Damit gibt es in allen 119 Salzburger Gemeinden nur zwei Bürgermeisterinnen. Die zweite Ortschefin ist Sonja Ottenbacher, die in Stuhlfelden bereits nach dem ersten Wahlgang feststand.

In der Ski-Gemeinde Wagrain konnte Amtsinhaber Eugen Grader 54,4 Prozent der Stimmen ergattern - Josef Kreuzsaler nur 45,6 Prozent. In Neumarkt, wo Bürgermeister Emmerich Riesner nicht mehr antrat, musste sich sein Nachfolger Adolf Josef Rieger ebenso einer Stichwahl stellen. Er setzte sich gegen seinen Herausforderer Jan Christoph Schierl-Martinu mit einer hauchdünnen Mehrheit von 50,3 Prozent durch.

Zwei Cousins im Kampf um das Bürgermeisteramt

Etwas deutlicher das Ergebnis in St. Martin bei Lofer: Hier traten zwei Cousins zum zweiten Mal in Folge gegeneinander an. Josef Leitinger, der für die ÖVP ins Rennen ging, erhielt 52,6 Prozent der Stimmen. Gegenkandidat Willi Leitinger von der "Wählergemeinschaft Pro St. Martin" musste sich mit 47,4 Prozent der Stimmen geschlagen geben und bleibt damit Vizebürgermeister der 1.100-Einwohner-Gemeinde.

Größte Überraschung in Rauris

Robert Reiter (ÖVP) wird künftig nicht mehr an der Spitze von Rauris stehen. Er wurde bei der Stichwahl abgewählt und erhielt nur 46,2 Prozent der Stimmen. Sein Herausforderer von der SPÖ, Peter Loitfellner, punktete bei den Wählern und wurde mit 53,8 Prozent belohnt. Die ÖVP wird aber weiterhin die Mehrheit im Gemeinderat behalten.

Mit dem Ergebnis der Stichwahlen konnte die ÖVP trotz des Verlusts des Bürgermeistersessels in Rauris ihre Vormachtstellung weiter ausbauen. Waren 2009 noch 93 der 119 Ortschefs im Salzburgerland von der ÖVP, so sind es nun nach den Stichwahlen 96.




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