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Europa: Zwei neue Gesichter im kommunalen Europa

10.04.2014
Personalwechsel in Straßburg und Brüssel: Carmen Kiefer und Hanspeter Wagner übernehmen künftig die Funktionen von Erwin Mohr.
Bild: ZVG
Die Funktionen von Erwin Mohr werden in Zukunft aufgeteilt: Kuchls Vizebürgermeisterin Carmen Kiefer wird die Gemeinden im RGRE und im KGRE vertreten und Breitenwangs Ortschef Hanspeter Wagner wird die Funktionen im AdR übernehmen.

Mit Carmen Kiefer und Hanspeter Wagner kommt frischer Wind in die kommunalen und regionalen europäischen Verbände und Ausschüsse. Die Neubesetzung war nötig geworden, nachdem der langjährige Kämpfer für die Gemeinden in Europa, Erwin Mohr, seinen Rückzug angekündigt hatte.

Ihr Tag muss mehr als 24 Stunden haben: Carmen Kiefer ist Vizebürgermeisterin von Kuchl, dreifache Mutter, Leiterin einer Werbeagentur, ehrenamtlich engagiert und wird die Gemeinden künftig im RGRE und im KGRE vertreten. (Bild: ZVG)

Powerfrau im Europarat

 

Mit Carmen Kiefer wird eine echte Powerfrau die Funktionen Erwin Mohrs im KGRE und im Rat der Gemeinden und Regionen Europas übernehmen. Die 52-Jährige leitet eine Werbeagentur, hat drei Kinder aufgezogen, ist Erste Vizebürgermeisterin in Kuchl und hat quasi nebenbei noch wichtige ehrenamtliche Funktionen. In ihrer Gemeinde füllt sie zudem auch noch die Funktion der Europagemeinderätin aus. Und dabei ist sie es gewohnt, alles alleine zu managen, denn ihr Ehemann Andreas ist ebenso eng mit Europa verbunden. Er ist derzeit Generalsekretär des Kongresses der Gemeinden und Regionen (KGRE) im Europarat. Das heißt jedoch nicht, dass sich die beiden durch ihre neue Funktion mehr sehen werden: "Im Gegenteil: An Sitzungstagen sind wir beide so im Stress, dass wir uns fast gar nicht sehen."

An der neuen Aufgabe reizt sie vor allem, dass sie über den eigenen Tellerrand hinausschauen kann: "Man hat hier die einzigartige Möglichkeit, die Probleme und Lösungen aus anderen Ländern kennenzulernen. Das hilft einem, bei den eigenen Herausforderungen, andere Zugänge zu erhalten." 

Nach ihrem Studium der Publizistik und Politikwissenschaft in Salzburg und der Promotion zur Dr. phil. führt Kiefer seit 1998 ihre eigene Werbeagentur. Nebenher ist sie jedoch auch schon lange in der Kommunalpolitik aktiv: 1999 wurde sie Gemeinderätin, 2000 bereits Vizebürgermeisterin. Von 2000 bis 2004 führte sie das Ressort Verkehr und Ortsgestaltung, seit 2009 ist sie für Sport, Sozialwesen und Wohnungsvergabe zuständig.

Durch ihren Sohn, der auch bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi dabei war, ist sie privat mit dem Eiskunstlauf verbunden. Seit 1999 ist sie Präsidentin des Salzburger Landeseiskunstlaufverbandes und Vizepräsidentin des Österreichischen Eiskunstlaufverbandes. Weitere ehrenamtliche Tätigkeiten sind: Vorstandsmitglied bei "Rettet das Kind Salzburg" und beim Verein "Holzgemeinde Kuchl" (LEADER-Projekt), sie ist Holzbotschafterin für den Holzcluster Salzburg, Mitglied des Regionalverbandes Tennengau und Mitglied des LEADER-Beirats. 

Der Sport als Schule für die Kommunalpolitik: Der frühere Nationaltrainer der nordischen Kombinierer Hanspeter Wagner ist Bürgermeister der Tiroler Gemeinde Breitenwang und wird 2014 kommunaler Vertreter im Ausschuss der Regionen. (Bild: ZVG

Von der Trainerbank in den AdR

 

Den Sitz im Ausschuss der Regionen wird Hanspeter Wagner erst im Juni von Erwin Mohr übernehmen. Der Direktor der Hauptschule bzw. Neuen Mittelschule Königsweg bezeichnet sich selbst als überzeugter Europäer. Der Absolvent des Stamser Schigymnasiums war von 1984 bis 1997 Lehrer und Trainer für Nordische Kombination in Stams. Von 1992 bis 1995 war er sogar Nationaltrainer der österreichischen Mannschaft der nordischen Kombinierer. "Von dieser Zeit ist mir noch durchaus in Erinnerung, wie sehr mich bei den Reisen die unterschiedlichen Währungen und die Zollkontrollen gestört haben. Also ich weiß das Friedensprojekt, den wirtschaftlichen Nutzen und den freien Personen- und Warenverkehr durchaus zu schätzen. Gerade in Grenznähe sind die Vorteile spürbar", so Wagner.

Seit 1992 pflegt er aber auch seine Leidenschaft für die Kommunalpolitik: Zunächst vier Jahre als Gemeinderat, stieg er 1996 zum Bürgermeister-Stellvertreter auf und wurde 2003 zum Bürgermeister gewählt. Warum er die Aufgabe übernommen hat? "Ich freue mich einfach darauf, meine Erfahrungen auf kommunaler Ebene in den Ausschuss der Regionen einbringen zu können."





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