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Statistik: Weniger Hochzeiten, mehr Geburten

21.05.2014

©sabrinagonstalla/ pixelio.de
Obwohl fast 400 mehr Kinder zur Welt gekommen sind, ist die Geburtenbilanz negativ. Bei den Hochzeiten hat sich die Anzahl nach der deutlichen Steigerung des Jahres 2012 auf dem Niveau von 2011 wieder eingependelt. Das älteste Brautpaar war 2013 ein 92-Jähriger, der eine 79-Jährige ehelichte.
In Österreich kamen 2013 soviele Babys zur Welt, wie schon lange nicht mehr. Mit 79.330 Geburten liegen wir zwar noch lange nicht auf dem Niveau der 1980er und 1990er, wo es durchschnittlich 90.000 Geburten gab, aber doch deutlich über den Vorjahren (2001: 75.458; 2004: 78.968). Im Vergleich zu 2012 entspricht dies einem Anstieg von 0,5 Prozent oder 378 Babys.

Den deutlichsten Anstieg gab es in Wien mit plus 2,3 Prozent, gefolgt von Salzburg (+2%) und Tirol (+0,7%). In Oberösterreich lag das Geburtenplus mit +0,3 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt, die übrigen Bundesländer wiesen Geburtenrückgänge auf, wobei dieser in Kärnten und der Steiermark mit je minus 0,3 Prozent am stärksten war.

Jüngste Mutter erst zwölf Jahre alt

Österreichweit gab es 2013 1.335 Mehrlingsgeburten, davon wurden sogar 32 Mal Drillinge in den Standesämtern angemeldet. Im Jahr 2013 war die jüngste Mutter erst zwölf Jahre alt, die älteste Mutter von Zwillingen war bereits 55 Jahre alt. Der jüngste verheiratete Vater war erst 17 Jahre alt, der älteste Vater war mit 86 Jahren um fast 50 Jahre älter als die 37-jährige Mutter des Babys. Den maximalen umgekehrten Altersunterschied gab es mit 21 Jahren: Dabei handelte es sich um das Kind eines 29-jährigen Vaters und einer 50-jährigen Mutter. Eine Frau brachte im Alter von 38 Jahren ihr 14. Kind zur Welt.

Geburtenbilanz trotzdem negativ

2013 verstarben aber auch 79.526 Personen, womit die Geburtenbilanz mit minus 196 wieder negativ ist. Die deutlichste Steigerung der Zahl der Sterbefälle registrierte dabei Sazburg (+4,6%), gefolgt von Oberösterreich (+3,6%).

Die Zahl der unehelich geborenen Kinder sank erstmals seit den 1990er Jahren leicht gegenüber dem Vorjahr (-0,2%). Die Bundesländer Kärnten (53,5%) und Steiermark (49,9%) verzeichnen aber immer noch die höchsten Unehelichenquoten.

Eheschließungen wieder rückläufig

2013 gab es um fast 2.452 (-6,4%) weniger standesamtliche Hochzeiten als noch 2012. Damit wurde das deutliche Plus des Vorjahres (+5,9%)  wieder mehr als ausgeglichen. Ähnlich wie bei den unehelich geborenen Babys lassen sich die "Heiratsunwilligen" im Süden finden: Den deutlichsten Rückgang gab es in Kärnten mit minus 9,3 Prozent. Den zweithöchsten Rückgang gab es 2013 in der Steiermark mit minus 8,4 Prozent. In keinem einzigen Bundesland gab es mehr Eheschließungen als im Jahr davor.

Das älteste Brautpaar war im Jahr 2013 ein 92-jähriger Mann, der eine 79-jährige Frau heiratete. Zusammen waren beide 171 Jahre alt. Den größten Altersunterschied zwischen den Brautleuten gab es mit 51 Jahren zwischen einem 82-jährigen Bräutigam und seiner 31-jährigen Braut. Mit 47 Jahren gab es aber auch einen ähnlich großen Altersunterschied zwischen einer 76-jährigen Frau, die einen 30-jährigen Mann heiratete. Bei zwei Trauungen hatten Bräutigam und Braut zusammen zehn Eheschließungen hinter sich.

Meiste Scheidungen einvernehmlich

Auch die Zahl der Ehescheidungen reduzierte sich 2012 um 6,2 Prozent oder 1.048. Damit trennten sich 15.958 Paare wieder voneinander. Die überwiegende Anzahl (87,1%) davon übrigens einvernehmlich. In 62,4 Prozent der Fällen trennten sich Eltern mit Kindern. Insgesamt waren im Jahr 2013 18.070 Kinder von der Scheidung der Eltern betroffen. Davon waren 12.201 (67,5%) minderjährig, insgesamt 967 Kinder (5,4%) noch nicht drei Jahre alt.

Durchschnittlich waren die Paare 10,7 Jahre verheiratet. Fast die Hälfte aller Scheidungen erfolgte innerhalb der ersten zehn Jahre (47,4%), weitere 38,9 Prozent nach zehn bis unter 25 Jahren Ehedauer. Etwa jedes siebente Ehepaar trat erst nach der Silberhochzeit den Gang zum Scheidungsrichter an.



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