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Neue Straßennamen für Ebenau

30.05.2014
Bürgermeister Johannes Schweighofer hilft beim Montieren der neuen Straßennamen und Hausnummern.
(Bild: ZVG)
Vom Haberpoint in die Wiestalstraße. Im Rahmen des Audits "familienfreundlichegemeinde" ist die Salzburger Gemeinde Ebenau vom bisherigen Nummernsystem auf Straßennamen umgestiegen. Die 37 neuen Namen erleichtern nicht nur die Orientierung im Ort, sondern geben auch einen Einblick in seine Geschichte.

Keine leichte Aufgabe für Ortsunkundige: Rund 500 Gebäude stehen in der Salzburger Gemeinde Ebenau. Bisher waren sie, je nach dem Zeitpunkt ihrer Fertigstellung, bunt durchnummeriert. Die Suche nach dem richtigen Haus war damit durchaus mit einigen Schwierigkeiten verbunden. Im Rahmen des Audits familienfreundlichegemeinde hat Ebenau nun Ordnung in die Gemeinde gebracht und neue Straßennamen und Türnummern montiert.

Zahlreiche Ebenauer brachten Vorschläge für die neuen Namen ein und diskutierten diese bei gemeinsamen Infoabenden. (Bild: ZVG)

Familienfreundlich seit 2011

 

2011 wurde die 1.400-Einwohner-Gemeinde mit dem Grundzertifikat ausgezeichnet, im Herbst bekommt sie schließlich das Vollzertifikat verliehen. Insgesamt wurden 26 Maßnahmen während des Auditierungsprozesses festgelegt, um die Gemeinde unter Einbindung aller Generationen familienfreundlicher zu gestalten. Die Prüfung der Finanzierbarkeit von neuen Straßennamen und -schildern war eine davon. Mit Jänner 2014 war nicht nur das Budget sichergestellt, sondern die neuen Hausnummern auch bereits angebracht.

Namensfindung mit Geschichtsunterricht

Eine Straßenkarte mit den neuen Namen wurde bereits erstellt und an alle Haushalte in der Gemeinde verteilt. (Bild: ZVG)

"Es war ein äußerst erfolgreiches Projekt", freut sich Audit-Beauftragte Elisabeth Schwarzl und meint damit vor allem den hohen Beteiligungsgrad der Bevölkerung. "Wirklich viele sind unserem Aufruf gefolgt, Vorschläge für Straßennamen einzubringen. Spannend war vor allem, dass viele ältere Bewohner ihr historisches Know-How über das Gemeindegebiet eingebracht haben", erzählt Schwarzl weiter über den Prozess, "Sehr viele Namen haben einen historischen Bezug." Die Messingstraße, in der das Gemeindeamt nun liegt, verweist beispielsweise auf die wichtige Funktion Ebenaus Ende des 16. Jahrhunderts als Industriestandort und Heimat des Messingwerks der Salzburger Erzbischöfe.

"Fantasienamen haben wir nur in neuen Wohnsiedlungen im Ort. Aber auch hier hat es keine Streitereien gegeben", so Schwarzl. Ein paar Vorgaben im Vorfeld, haben den Prozess der Namensfindung vereinfacht: "Persönliche Namen haben wir bereits im Vorhinein ausgeschlossen. Eine Max-Mustermann-Straße ist damit nie zur Diskussion gestanden." Diese Einschränkungen sind vor allem aus dem Austausch mit anderen Gemeinden entstanden: "Wir sind ja nicht die erste Gemeinde, die jetzt auf das System mit Straßennamen und -nummern umsteigt. Wir hatten das Glück hier nichts neu erfinden zu müssen und von den Erfahrungen der anderen Gemeinden lernen zu können." Gerade in der Planungsphase betont Schwarzl die Wichtigkeit des Austausches mit den anderen Gemeinden. Für eine kleine Gemeinde wie Ebenau, will dieses finanziell aufwändige Projekt gut geplant sein. Die Kosten für die Schilder beliefen sich auf etwa 20.000 Euro.

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Straßenkarte, Spielplatz und Langlaufschi

 

Die Umstellung ist schließlich ziemlich reibungslos abgelaufen: Bis Ende 2013 wurden die neuen Schilder montiert und alle öffentlichen Stellen über die geänderten Adressen von der Gemeinde informiert. "Im Zuge einer weiteren Audit-Maßnahme ist außerdem eine Infomappe über alle Angebote und Leistungen in Ebenau entstanden, die an alle Haushalte gesendet wurde. Darin befindet sich unter anderem auch unsere neue Straßenkarte", betont Elisabeth Schwarzl die gute Organisation während der Umstellung.

"Die neuen Straßennamen waren nur eine von vielen Maßnahmen im Rahmen des Audits familienfreundlichegemeinde - aber es war sicher eine der aufwendigeren", berichtet die Audit-Beauftragte. Seit 2011 konnten fast alle der 26 Maßnahmen umgesetzt werden und so freut sich Ebenau heute unter anderem über den neuen Spielplatz oder eine jährliche, öffentliche Gemeindeversammlung und neue Langlaufschi für die Volksschule. "Besonders freut es mich, dass einige Maßnahmen, die wir zur Kostenschätzung nur als Möglichkeitsstudie formuliert haben, nun auch schon umgesetzt sind", betont Schwarzl das Engagement in Ebenau. Neben Ebenau betreut sie auch in anderen Gemeinden die Umsetzung des Audits. Die Bürger in die Prozesse mit einzubinden und zur Formulierung und Ausarbeitung der Maßnahmen zu motivieren, sieht Schwarzl als einen wesentlichen Grundbaustein des Audits: "Die Beteiligung ist eine wichtige Voraussetzung, sinnvolle und wirksame Maßnahmen umzusetzen. Wenn es darum geht, die eigene Gemeinde zu gestalten, arbeiten die Bürger auch immer sehr gerne mit."

Wie komme ich zum Audit?

Haben auch Sie Interesse als Gemeinde an der Auditierung teilzunehmen? Der Gemeindebund sowie die Familie und Beruf Management GmbH bieten nicht nur persönliche Beratung an, sondern unterstützen Sie auch mit einem vielfältigen Service-Angebot. Der Besuch des kostenlosen Audit-Seminars in Ihrem Bundesland, ist der zweite Schritt, um Ihre Gemeinde familienfreundlich zu machen. Hier erfahren Sie anhand von vielen Good-Practice-Beispielen alles über Vorteile und Ziele, sowie Ablauf und Nutzen des Audit familienfreundlichegemeinde. Auch die Förderungsmöglichkeiten in Ihrem Bundesland kommen dabei nicht zu kurz. Alle Arbeitsunterlagen werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Ein ausgebildeter Prozessbegleiter steht Ihnen ebenfalls im Rahmen von 24 Stunden kostenlos mit Rat und Tat zur Seite. 50 Prozent der Nettokosten für den Gutachter, der den Prozess am Ende beurteilt, werden refundiert. Für weitere Informationen, wenden Sie sich bitte an die Familie & Beruf Management GmbH (audit(at)familieundberuf.at) oder den Österreichischen Gemeindebund (Mag. Anna Nödl-Ellenbogen,anna.noedl-ellenbogen(at)gemeindebund.gv.at; oder Heike Trammer; heike.trammer(at)gemeindebund.gv.at).

Besuchen Sie ein Auditseminar!

Die nächsten Auditseminare finden

  • am 3. Juni 2014 in Anif (Salzburg) und
  • am 12. Juni 2014 im Rahmen des Österreichischen Gemeindetages in Oberwart (Burgenland) statt.



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