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Gemeindetag (5): Innovativste Gemeinde

23.09.2006

die NÖ-Stadt Amstetten ist die innovativste Gemeinde Österreichs. Die Auszeichnung fand im Rahmen des Österreichischen Gemeindetages in Wien statt. Platz zwei ging an eine steirische Gemeinde, Platz drei nach Oberösterreich.


Bei der dritten Auflage dieses Wettbewerbs, bei dem der Österreichische Gemeindebund in Kooperation mit dem Wirtschaftsblatt und der Kommunalkredit Österreichs Innovativste Gemeinde sucht, konnte sich die niederösterreichische Gemeinde Amstetten den ersten Platz sichern. Mit einem außergewöhnlichen Projekt, das hohe Standards sowohl in den Bereichen erneuerbare Energien, Energie-Effizienz, Umwelt als auch Arbeit und Bildung setzt, konnte die hochkarätige Jury überzeugt werden. Das ist umso beachtlicher, als die Juroren aus  93 ausgezeichneten Projekten wählen konnten.

Amstetten will Zukunft aktiv gestalten

Das ambitionierte Programm "Amstetten 2010+ Zukunft aktiv gestalten" vernetzt lokale Partner und basiert auf bereits Realisiertem (Energie Contracting, Biomasse-Heizkraftwerke und Fernwärmenetz), sowie in Entstehung befindlichem (großes Biomasse-Fernheizkraftwerk, Biogasanlage) und durch Projektarbeit noch umzusetzende Projekte, die Projektgruppen arbeiten. Steigerung der regionalen Energieproduktion (Wärme, Strom, Treibstoffe) aus erneuerbaren Energiequellen. Erhöhung der lokalen Wertschöpfung. Thermisch-energetisch gute öffentliche Gebäude und ein wesentlicher Beitrag zur Erfüllung der Kyoto-Ziele als Klimabündnis-Gemeinde.
Weitere wichtige und nachhaltige Ziele sind die Erweiterung des Aus- und Weiterbildungsangebotes, Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen durch Gewerbe und Industrie, Verringerung der Jugendarbeitslosigkeit und Bewusstseinsbildung und Motivation.

Platz zwei an steirische Gemeinde Fladnitz

Der zweite Platz ging an die steirische Gemeinde Fladnitz an der Teichalm, die unter dem Motto "gemeinsam statt einsam" mit 11 Gemeinden "Almenland", eine einzigartige interkommunale Kooperation geschaffen hat, bei der Gemeinden, regionale Wirtschaft, Tourismus und Landwirtschaft durch enge Zusammenarbeiten beachtliche Synergie-Effekte in allen Wirtschaftsbereichen erzielen. Die Abwanderung wurde gestoppt, und nicht ganz ohne Stolz kann heute darauf verwiesen werden, dass man wieder ein Zuzugsgebiet ist. Es wurden 80 Vollzeit-, 180 Teilzeitarbeitsplätze neu geschaffen und 900 Betriebe durch mehr Wertschöpfung aus den Almenland-Projekten abgesichert. Die neuen entstandenen Gruppen machen heute einen Jahresumsatz von 15 Millionen Euro.

Dritter Platz geht an Hagenberg (OÖ)

Mit dem Softwarepark Hagenberg wurden von der oberösterreichischen Gemeinde Hagenberg im Mühlkreis Voraussetzungen für Forschung und Wirtschaft geschaffen Innerhalb von 15 Jahren haben sich vier Uni-Institute und vier Uni nahe Einrichtungen angesiedelt. Mittlerweile beleben 35 Softwarefirmen den Ort - und auch heute entwickelt die Gemeinde ihren Softwarepark weiter. Zwei neue Firmen siedeln sich gerade an - mehr als 300 neue Jobs entstehen. Die Jury belohnte das eindrucksvolle Projekt mit dem dritten Platz. Durch das Technologiezentrum und den Uni-Betrieb beleben junge Menschen den Ort. Während viele ländliche Orte beklagen, dass ihnen die jungen Menschen im Ortsbild fehlen, wird Hagenberg von der Jugend geprägt. Die Kaufkraft im Ort wird durch die zusätzlichen Beschäftigten und die jungen Menschen gefördert. Die gastronomischen Betriebe haben sich fast verdoppelt. Vor 10 Jahren gab es 7 Gasthäuser, heute gibt es 13 Betriebe, die sich um das leibliche Wohl der Menschen bemühen.

Umwelt-Sonderpreis an Lilienfeld (NÖ)

Einen Sonderpreis für ein besonders umweltfreundliches Projekt erhielt die niederösterreichische Gemeinde Lilienfeld vom Generaldirektor der Kommunalkredit Austria, Dr. Reinhard Platzer. Auf Basis einer vom Abfallverband Lilienfeld patentrechtlich geschützten Idee des Abfallteams der Verbandsgemeinde Traismauer werden aus kaputten Mülltonnen in materialerhaltendem Recycling qualitativ hochwertige Schneeschieber gefertigt. Die Fertigung wird durch das Sozial-Projekt "Emmaus Gemeinschaft" Lilienfeld durchgeführt. Somit wird neben des Recyclings auch noch sozial benachteiligten Menschen leistbare Arbeit und Anerkennung gegeben.

Der Preis der „Innovativsten Gemeinde Österreichs“ wurde 2006 zum insgesamt dritten Mal vergeben. Die Jury bestand aus hochkarätigen Vertretern aus Politik und Wirtschaft. U.a. waren die Bundesminister Pröll und Bartenstein, Gemeindebund-Präsident Bgm. Helmut Mödlhammer, WKO-Generalsekretärin Anna-Maria Hochhauser, KMU-Experte Prof. Josef Mugler, Kommunalkredit-Generaldirektor Dr. Reinhard Platzer und Wirtschaftsblatt-Chef Josef Unterhuber in der Jury vertreten. Die Siegergemeinden wurden vor rund 1.500 Gemeindevertreter/innen, im Rahmen des 53. Österreichischen Gemeindetages in Wien ausgezeichnet.


Verfasser: Martin Oberlehner (martin.oberlehner@gemeindebund.gv.at)


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