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SPÖ baut absolute Mehrheit in St. Pölten aus

09.10.2006
Nur eine Woche nach den NR-Wahlen wurde in der NÖ-Landeshauptstadt erneut gewählt, diesmal ein neuer Gemeinderat. Die SPÖ unter dem amtierenden Bürgermeister Matthias Stadler konnte dabei ihre absolute Mehrheit ausbauen. Alle anderen Parteien verloren leicht.

Die SPÖ war der eindeutige Gewinner der Gemeinderatswahl in St. Pölten, bei der am 8. Oktober 42 Mandate zu vergeben waren. Die Partei baute ihre absolute Mehrheit weiter aus: 59,61 Prozent bedeuten ein Plus von 3,07 Prozentpunkten und den Zugewinn von einem Mandat auf nunmehr 26 Sitze. Dieses Kampfmandat erreichte Andreas Fiala, Pressesprecher der SP-NÖ.


Leichte Verluste für ÖVP, Grüne und Freiheitliche

Die ÖVP verlor 1,52 Prozentpunkte  auf 24,22 Prozent und damit ein Mandat auf zehn. Die Grünen konnten ihren dritten Platz und auch ihren Mandatsstand von drei Sitzen halten. Sie erreichten 7,21 Prozent (2001: 7,5 Prozent). Die FPÖ kam auf 5,68 Prozent und zwei statt bisher drei Mandate. Die Liste "Hermann Nonner" (früher FSP) schaffte den Einzug, 2,41 Prozent bedeuten ein Mandat. "Mehmet Isik" sowie die Gerechtigkeits-Partei Österreich (GPÖ) werden nicht im Gemeinderat vertreten sein.

Stadler: "Freue mich enorm"

Bürgermeister Matthias Stadler hatte das Amt 2004 - mitten in der Periode - von Langzeitstadtchef Willi Gruber übernommen. "Ich freue mich enorm", sagte Stadler nach der Bekanntgabe des Ergebnisses. Das Resultat sei ein großer Auftrag für die Zukunft, den er mit ebensolchem Respekt behandeln werde, kündigte er Gespräche und Zusammenarbeit mit den anderen Parteien an.Für SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos zeigte dieser 19. Sieg in Folge knapp nach der Nationalratswahl, dass eine starke Sozialdemokratie gewünscht werde.

Neu im St. Pöltner Gemeinderat ist auch der Geschäftsführer des Verbands sozialdemokratischer Gemeindvertreter NÖ, Mag. Ewald Buschenreiter, der an 22. Stelle der SPÖ-Liste kandidierte.

Sassmann: "Haben Ziele nicht erreicht"

VP-Spitzenkandidat Hannes Sassmann räumte ein, die Ziele auf kommunaler Ebene nicht erreicht zu haben, der bundespolitische Rückenwind sei jedoch ebenfalls nicht förderlich gewesen. Zufrieden zeigte man sich bei den Freiheitlichen. Sie habenden Wiedereinzug ins Stadtparlament geschafft, nachdem sie ihre drei Mandate unmittelbar nach der Gemeinderatswahl 2001 an den ausgetretenen Hermann Nonner und Kollegen verloren hatten. Die Grünen meinten zum Stagnieren ihrer Gruppierung, dass der Bürgermeister "alles überstrahle".


Verfasser: Daniel Kosak (daniel.kosak@gemeindebund.gv.at)



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