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Die Zukunft ländlicher Räume

13.11.2006
Der europäische Dachverband der nationalen Kommunalverbände hielt am 9. November eine hochkarätig besetzte Konferenz zum Thema „Die Zukunft der ländlichen Gemeinden in Europa“ ab – Vizepräsident Bgm. Bernd Vögerle diskutierte für die österreichischen Gemeinden mit.

Es war das erste Mal, dass sich der RGRE in dieser Form den Anliegen des ländlichen Raums widmete und bereits vor Beginn einer breiten Diskussion auf europäischer Ebene die Initialzündung für eine Debatte innerhalb der kommunalen Verbände gab.
Die Konferenz befasste sich neben der Frage, was sich die Gemeinden in Zukunft von der ländlichen Entwicklungspolitik erwarten dürfen auch damit, wie sie v.a. selbst zu einer positiven Wirtschaftsentwicklung beitragen können.

Vortrag von Gemeindebund-Vize Bernd Vögerle

Genau hier setzte der Vortrag Bgm. Vögerles an. Er stellte nämlich die beim Gemeindetag erstmals präsentierte Mugler-Studie über die Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum vor. Dabei schickte er jedoch eingangs voraus, dass man sich von der Studie keine Patentrezepte für die Lösung sämtlicher Probleme erwarten dürfe, sondern dass die Studie lediglich ein Rezeptbuch mit Anregungen enthalte. Einige dieser Rezepte bzw. Lösungsansätze für eine positive wirtschaftliche Entwicklung stellte Bgm. Vögerle auch vor, wobei er dies anschaulich mit Beispielen aus seiner eigenen Gemeinde bzw. aus dem Wettbewerb der innovativsten Gemeinde Österreichs untermalte.
Großes Interesse beim Publikum erweckte die Vorstellung einer wirtschaftlich positiven Entwicklung im Nichts. Dieser Teil der Mugler-Studie stieß insbesondere bei spanischen und französischen Teilnehmern auf großes Interesse, wobei auch ein deutscher Vertreter bemerkte, 20% der deutschen Bevölkerung lebten jenseits der Ballungsräume und abseits effizienter Verkehrsstrukturen im sog. Nichts und er stellte die polemische Frage, ob diesen 17 Mio. Einwohnern besser Sterbehilfe zu leisten sei, oder ob es doch optimistischere Perspektiven gäbe.


Der von mehreren Rednern unterstützte Lösungsansatz setzte bei einer optimistischen und tatkräftigen Bevölkerung an, was auch von Bgm. Vögerle durch den in der Mugler-Studie aufgestellten Gemeindevergleich unterstrichen wurde.

Insgesamt diente die Konferenz dazu, sowohl eigene Handlungsmöglichkeiten für Gemeinden aufzuzeigen, als auch eine gemeinsame Position gegenüber der europäischen Politik auszuloten und vorzubereiten. Bei dieser Gelegenheit kamen erstmals Vertreter des ländlichen Raums aus 22 europäischen Ländern zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen. Auch für den Gemeindebund war es wichtig, neue Allianzen zu schmieden und die am ländlichen Raum interessierten Akteure der anderen Mitgliedstaaten kennen zu lernen.

Weiter zum Artikel über die Mugler-Studie
Die Mugler-Studie zum Download (PDF)


Verfasser: Mag. Daniel Fraiß (oegemeindebund@skynet.be)



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