English | Française
SUCHE


STARTSEITELINKSIMPRESSUMKONTAKT
Drei Bundesländer senken Schüler-Höchstzahlen

24.11.2006
"25 Kinder pro Klasse! Niederösterreich macht den Anfang". Dies verkündet LH Pröll schon von Plakaten im ganzen Bundesland. Auch Vorarlberg und die Steiermark wollen ab Herbst 2007 die Klassenschülerhöchstzahlen senken. Nun zieht auch Wien nach, in allen anderen Bundesländern überlegt man noch.

"Mit dem Vorstoß Niederösterreichs für kleinere Klassen haben wir offenbar das Eis gebrochen", meint der Klubobmann der VP Niederösterreich, Mag. Klaus Schneeberger. Im Land unter der Enns wollte man nicht auf eine Entscheidung der Bundesebene warten und finanziert vorläufig auch die zusätzlichen Kosten selbst (kommunalnet.at berichtete). Rund sechs Mio. Euro für 140 neue Dienstposten kostet dies dem Land. Der formelle Beschluss dazu soll am 25. Jänner 2007 im Landtag gefasst werden.

Vorarlberg und die Steiermark ziehen nach

Auch Vorarlberg und die Steiermark planen die Klassenschülerhöchstzahlen ab dem kommenden Jahr zu senken. Fünf Mio. Euro werde man dafür aus Landesmitteln aufwenden müssen, um den zusätzlichen Personalbedarf zu finanzieren, heißt es aus dem Ländle. 78 neue Schulklassen, 167 neue Dienstposten und 5,5 Mio. Euro kostet die Steiermark die gleiche Maßnahme.


Länder müssen Zusatzkosten allein finanzieren

Eigentlich sind die Personalkosten für Lehrer im Finanzausgleich zwischen Bund und Ländern geregelt, die nun entstehenden Zusatzausgaben müssten nachverhandelt werden oder sie können erst im nächsten Finanzausgleich (ab 2009) Berücksichtigung finden.

Dennoch hat auch der Wiener Bürgermeister und Landeshauptmann Michael Häupl angekündigt, nachziehen zu wollen. Die in Wien regierende SPÖ hat am Donnerstag, 23. November, einen entsprechenden Antrag im Wiener Landtag eingebracht.

OÖ wartet auf Bundesentscheidung

Oberösterreich kann dem Gedanken einer Senkung der Schülerzahlen pro Klasse auch viel abgewinnen, will aber - wie einige andere Bundesländer - auf eine Entscheidung des Bundes warten. Auf Bundesebene haben sich zwar alle großen Parteien zu dieser Senkung bekannt, die Umsetzung könnte aber auf sich warten lassen und wird wohl kaum schon im nächsten Schuljahr erfolgen. Die angekündigte Senkung der Höchstzahlen durch einige Bundesländer in Eigenregie betrifft ausschließlich den Pflichtschulbereich, bei höheren Schulen kann nur der Bund eine solche Senkung beschließen.

Neue Kosten für Gemeinden?

Die Gemeinden betrifft diese Maßnahme in ihrer Eigenschaft als Schulerhalter. Sollte durch geringere Schülerzahlen pro Klasse ein erhöhter Platzbedarf resultieren, ist dieser wohl von den Gemeinden bereitzustellen.


Verfasser: Daniel Kosak (daniel.kosak@gemeindebund.gv.at)



Feedback

Vorname :
Nachname :
Betreff :
Feedback :
*Rückmeldung :

Wünschen Sie eine Rückmeldung, dann geben Sie hier eine E-Mailadresse oder Telefonnummer an.
*Sicherheitsabfrage :


 Wie bewerten Sie diesen Artikel?

 sehr informativ neutral kaum informativ



 | Artikel per Email verschicken


Haben Sie eine Frage zu österreichs Gemeinden?

Schwerpunkte


.