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Zweitwohnsitze belasten Gemeinden

28.11.2006
In einem Aufsehen erregenden Referat thematisierte der Bürgermeister von Lech am Arlberg, Ludwig Muxel, das Problem der Zweitwohnsitze in den Gemeinden. "Zu viele Zweitwohnsitze sind eine Gefahr für die Arbeitsplätze in einer Gemeinde", so Muxel.

Der Tourismusausschuss des Österreichischen Gemeindebundes trat gestern, Montag, in Bergisch-Gladbach (D) zusammen.

In seinem Referat thematisierte der Bürgermeister der Vorarlberger Gemeinde Lech, Ludwig Muxel, das Problem der Zweitwohnsitze. "Vor allem in Tourismusgemeinden ist das ein echtes Problem", so Muxel. "Inhaber von Zweitwohnsitzen sind in der Regel ja nur wenige Tage im Jahr anwesend, die Gemeinde muss aber dennoch die komplette Infrastruktur für sie errichten und auch erhalten."

"Enormer Druck auf Immobilienpreise" 

Zudem, so Muxel, entstehe in attraktiven Gemeinden ein enormer Druck auf die Grundstücks- und Immobilienpreise. "Das führt sehr oft dazu, dass sich Einheimische, vor allem auch junge Familien, keine Grundstücke mehr leisten können und wegziehen. Das gefährdet einerseits natürlich die regionale Wirtschaft ist aber auch für das soziale Leben in einer Gemeinde ungeheuer gefährlich und existenzbedrohend", so Muxel weiter.

Es gebe mittlerweile Gemeinden, in denen beispielsweise der Betrieb der Freiwilligen Feuerwehren nicht mehr aufrechtzuerhalten sei, weil es keine jungen Leute mehr gebe, die diese Institutionen tragen können.

Nur kurze Wertschöpfung

"Die Wertschöpfung, die Zweitwohnsitzer einer Gemeinde bringen ist nur eine sehr kurze", weiß der Bürgermeister von Lech und Vorsitzende des Tourismusausschusses. "Nachdem sie sich nicht täglich in der Gemeinde aufhalten, bringen sie auch keine Wirtschaftskraft in die Gemeinde, sie geben ihr Geld vorwiegend in der Hauptwohnsitz-Gemeinde aus." Die Einnahmen aus der Grundsteuer könnten, so Muxel, diese Defizite kaum abfangen, schließlich sei auch die Grundsteuer seit den 70er Jahren nicht mehr angepasst worden.


Verfasser: Daniel Kosak (daniel.kosak@gemeindebund.gv.at)



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