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Erste Bürgermeisterreise führte nach Berlin

23.01.2007
Die Gemeinden halten mit Europa intensiven Kontakt: Eine Delegation aus österreichischen Bürgermeistern und Gemeindevertretern reiste zum EU-Ratsvorsitz nach Berlin um mit hochkarätigen Vertretern der EU-Institutionen kommunalpolitische Themen zu besprechen. Ein Reisebericht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Österreichische Botschafter empfing die Delegation. Im Bild (v. li.): Referatsleiter des DStGB Carsten Hansen, Bgm. Josef Pilz, Optimundus-Chef Franz Schodritz, Gemeindebund-General vortr. HR Robert Hink, GR Wolfgang Cziczatka, der Österreichische Botschafter Christian Prosl, Bgm. Hans Stelzinger, Bgm. Karl Grammanitsch und Franz Reinhard Habbel

Ganz Europa richtet derzeit den Blick auf die Hauptstadt der EU-Ratspräsidentschaft Berlin, so auch der Österreichische Gemeindebund und seine Mitglieder. Der Auftakt zu der Initiative "1.000 Bürgermeister fahren nach Europa" konnte nicht besser sein: 20 Personen, darunter österreichische Gemeindevertreter und Bauernbündler brachen zu einer intensiven Drei-Tages-Tour in das europäische Machtzentrum auf. Kommunalnet.at war mit dabei, um für Sie die besten Eindrücke, interessantesten Gespräche und den politischen Diskurs festzuhalten.

"Wir sind mit einer Runde Freunden hier"

Die Delegation reiste auch ins EU-Ratsvorsitzland an, um Gemeindendanliegen auf EU-Ebene zu kommunizieren. Der Generalsekretär des Österreichischen Gemeindebundes vortr. HR Dr. Robert Hink freute sich über den guten Start: "Berlin ist die erste Destination, die wir im Rahmen der Bürgermeisterreisen besuchen. Das intensive Arbeitsprogramm, die konstruktiven Gespräche und der Erfahrungsaustausch zeichnen das Pilotprojekt aus. Aber auch die persönliche Note darf nicht fehlen, informelle Gespräche haben gezeigt: Wir sind mit einer Runde von Freunden hier."

Mit dem Gemeindebund unterwegs

Der Österreichische Gemeindebund stellte ein erstklassiges, anspruchsvolles Programm zusammen, um den Teilnehmern Berlin auf politischer und kultureller Ebene näher zu bringen. Auf dem Programm standen Empfänge in der EU-Kommission, beim Österreichischen Botschafter und ein Besuch der Grünen Woche - der größten europäischen Messe für den ländlichen Raum. Neben den dicht gedrängten Meetings mit Vertretern der Europäischen Union blieb auch ein bißchen Zeit, um die geschichtsträchtige Stadt kennenzulernen.

Berlin einmal anders

Zwischen der Ankunft und den ersten Business-Meetings konnten auf einer Stadtrundfahrt erste Eindrücke der Metropole gesammelt werden. Die Bürgermeister wurden auch in das innerdeutsche Machtzentrum, den Reichstag, geführt. Viele Teilnehmer verglichen den imposanten Bau mit der modernen, gläsernen Kuppel mit dem österreichischen Parlament. Hoch über den Dächern der Stadt erzählte der Reiseführer von der schwierigen sozialen Situation, die nach dem Fall der Mauer für viele Ostdeutsche entstand, der schwierigen Job-Situation und dem sozialen Abstieg. Persönliche Erfahrungen eröffneten Einblicke in die deutsche Seele.

EU-Kommission und Botschafter luden ein

Im Anschluß diskutierten die Teilnehmer mit Vertretern der EU-Kommission über die Bürgernähe der EU, die europäische Verfassung und Energiepolitik in den Mitgliedstaaten. Besonders beeindruckend war der Empfang beim Österreichischen Botschafter Dr. Christian Prosl, der sich extra Zeit nahm, um die Delegation durch sein Haus zu führen. Bei dem Treffen mit Carsten Hansen, dem Referatsleiter des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, setzten sich die Gemeindevertreter am zweiten Tag mit der EU-Regionalpolitik und der Rolle der Gemeinden auseinander. Natürlich waren der Tourismus als Österreichs Wirtschaftsfaktor Nummer eins und die Landwirtschaft tragende Themen. Heftig diskutiert wurde auch über Maßnahmen der Europäischen Union auf kommunaler Ebene.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Bürgermeister von Ebreichsdorf, Josef Pilz (li. im Bild): "Ich bin von dem anspruchsvollen Programm begeistert"

Überraschung bei Grüner Woche in Berlin

Der Besuch der Grünen Woche, der größten europäischen Messe für den ländlichen Raum, war für die Teilnehmer eine Mammut-Tour. Die Besucher legten zwischen den Hallen Kilometer an Wegen zurück. Neben kulinarischen Spezialitäten und edlen Tropfen aus zahlreichen Ländern von der Schweiz bis Südafrika gab es ein riesiges Fischsortiment, landwirtschaftliche Nutztiere und Geräte zu sehen. Im Österreich-Pavillon gab es eine Überraschung: Der Präsident der Österreichischen Landwirtschaftskammer und des Europäischen Bauernverbandes Rudolf Schwarzböck lud die Gruppe zu Würstel und Käse in das Österreich-Haus ein.

Zahlreiche heimische Unternehmen waren im Österreich-Pavillion vertreten Fischspezialitäten wurden ebenfalls präsentiert wie Tiroler Speck und Schweizer Schokolade

Die Grüne Woche gilt traditionell als Messe-Höhepunkt der deutschen Hauptstadt im Jänner. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel eröffnete, gemeinsam mit EU-Kommissionspräsident Josè Manuel Barroso, persönlich die Messe. Auch der österreichische Umwelt- und "Lebens"minister Josef Pröll besuchte die Veranstaltung, bei der auch zahlreiche heimische Unternehmen präsent sind.

"Ich freue mich dabei zu sein"

Die Bürgermeister Hans Stelzinger (Seekirchen, Salzburg) und Karl Grammanitsch (Lassee, Niederösterreich) stellten der Reise ein gutes Zeugnis aus. Beim gemeinsamen Abendessen am dritten Tag wurde Bilanz gezogen: "Ich habe mich nicht getraut, mich anzumelden, da ich annahm, dass die Reise schon ausgebucht ist - bei so einem anspruchsvollen Programm. Ich freue mich, dass ich bei dem Pilotprojekt dabei bin. Wir sind im kleinen, vertrauten Rahmen hier, es werden Kontakte geknüpft, Erfahrungen ausgetauscht. In einem größeren Rahmen wäre dies in dieser persönlichen Form nicht möglich gewesen", sagte der Bürgermeister von Ebreichsdorf Mag. Josef Pilz.

1.000 Bürgermeister fahren nach Europa

In den kommenden zwei Jahren möchte der Gemeindebund 1.000 Bürgermeister und Gemeindevertreter den europäischen Gedanken näher bringen, im Rahmen dieser Initiative werden sowohl die jeweiligen Hauptstädte der EU-Ratspräsidentschaft bereist, als auch Bildungsreisen nach Brüssel angeboten. Schon im Juni oder Juli 2007 soll es wieder nach Brüssel gehen, für Oktober ist eine Studienreise nach Lissabon geplant. Diese Reisen werden exklusiv auf kommunalnet.at angeboten und sind für alle heimischen Bürgermeister und Gemeindevertreter buchbar.

Letzte Chance für zweiten Termin

Für die Bürgermeisterreise nach Berlin (inklusive Besuch der Grünen Woche) gibt es einen zweiten Termin: Interessierte können sich auf www.kommunalnet.at/reise  für die Reise von 26. bis 28. Jänner 2007 anmelden.


Verfasser: Mag. Nadja Tröstl (nadja.troestl@gemeindebund.gv.at)



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