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Abschluss der Regionext-Tour

16.02.2007
Die RegioNext Tour der steirischen Landes- und Kommunalpolitiker fand jüngst ihren Abschluss. Mit Veranstaltungen in der ganzen Steiermark diskutierten in Summe fast 1.000 Kommunalpolitiker die Zukunft der ländlichen Räume in der Steiermark. Bericht mit Audio-O-Tönen!

Mehr als 1000 Bürgermeister und regionale Vertreter trafen Landeshauptmann Mag. Franz Voves und Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer auf ihrer Regionext-Tour durch die Steiermark. Nach dem Auftakt in Eisenerz Ende 2006 waren Liezen, Kapfenberg, Zeltweg, Gleisdorf und Seggauberg bei Leibnitz die weiteren Stationen. Den Abschluss bildete das heutige (14. Februar) Treffen mit den Kommunalvertretern der Bezirke Graz und Graz-Umgebung.

Immer härterer Wettbewerb der Standorte

Durch die Globalisierung und den immer härteren Standortwettbewerb der europäischen Regionen muss die steirische Regionalverwaltung neue Wege beschreiten um ihre Finanzierung auch in Zukunft zu gewährleisten. Aus diesem Hintergrund heraus soll Regionext die steirischen Regionen europafit machen, indem diese als Wirtschaftsstandort noch attraktiver gemacht und als auch touristisch verkaufbare Marken international etabliert werden. Mit Gemeindekooperationen sollen etwa durch gemeinsame Anschaffungen oder gemeinsame Bauvorhaben Finanzmittel eingespart sowie gleichzeitig die Leistungen für den Bürger draußen in der Region erhalten und wenn möglich, verbessert werden. Zusammenlegungen von Gemeinden soll es nicht geben, wohl aber Verwaltungs- und Organisationseinheiten.

Erfolgreiche Beispiele interkommunaler Zusammenarbeit

Wie in der gesamten Steiermark, gibt es auch in Graz-Umgebung bereits erfolgreiche Projekte einer solchen interkommunalen Zusammenarbeit: Im „Wirtschaftsverband Region Übelbachtal“ erzielen die Gemeinden Deutschfeistritz, Peggau, Großstübing und Übelbach erhebliche Einsparungen bei gemeinsamen Einkäufen. Das Projekt „GU Süd“ der Gemeinden Fernitz, Gössendorf, Grambach, Hart bei Graz, Hausmannstätten, Mellach, Raaba und Vasoldsberg bringt Vorteile durch einen intensiven Erfahrungsaustausch und ein gemeinsames Auftreten gegenüber dem Land und dem Bund. Die Schaffung eine regionalen Identität und eines gemeinsamen touristischen Angebots steht für die Gemeinden Eggersdorf, Hart-Purgstall, Kumberg, Neudorf bei Passail, St. Radegund, Semriach, Stattegg, Stenzengreith und Weinitzen im Vordergrund. Der regionale Entwicklungsverein „10 vor Graz“ (Attendorf, Geistthal, Hitzendorf, Rohrbach-Steinberg, Sankt Bartholomä, Sankt Oswald bei Plankenwart, Södingberg, Stallhofen, Stiwoll und Thal) erreicht Einsparungen durch gemeinsame Einkäufe und Bauprojekte der Gemeinden.


"Wollen keine entvölkerten Regionen"

Die steirischen Landesspitzen bemühten sich auch um die Beseitigung etwaiger Unsicherheiten in den Regionen gegenüber neuen Wegen in der regionalen Verwaltung. Landeshauptmann Voves ging in seiner Rede auf drohende Szenarien und Rezepte von Regionext dagegen ein: „Wir wollen auf keinen Fall eine Entwicklung, wie in Amerika, wo es auf der einen Seite entvölkerte Regionen gibt und auf der anderen Seite Ballungszentren mit Slums und Arbeitslosigkeit. Unsere Regionen sollen stark sein für den Wettbewerb in einer globalisierten Welt. Dafür brauchen wir die Regionen als Marken. Das soll aber nicht von oben hinunter diktiert, sondern nur in Absprache mit den Bürgermeistern und mit der Bevölkerung gemacht werden. Was wir unmittelbar um den `Kirchturm` herum brauchen, wie den Kindergarten, oder das Vereinshaus, soll dabei natürlich erhalten bleiben. Aber dort, wo es um größere Vorhaben geht, wie etwa das Veranstaltungszentrum, da müssen wir auch in größeren Regionen denken.“

Keine Zusammenlegung von Gemeinden

Für Landeshauptmann-Stellvertreter Schützenhöfer standen die Kleinregionen, der Tourismus und die Infrastruktur im Vordergrund: „Regionext mit der Kernidee der interkommunalen Zusammenarbeit ist sicher keine Vorstufe für Gemeindezusammenlegungen. Wir wissen, was gerade die kleinen Gemeinden für die Identifikation der Bürger in der Region tun. Der Bereich der Volkskultur mit den vielen Blaskapellen und anderen Vereinen ist ein besonderes Beispiel dafür. Wir wissen aber auch, dass die kleinen Gemeinden durch immer neue Aufgaben oft stark überfordert sind. Etwa im Bereich der Straßen-Infrastruktur müssen wir daher, bei Wahrung der Selbständigkeit der Gemeinden, über den eigenen `Kirchturm` hinaus denken und Lösungen über die Gemeindegrenzen hinweg überlegen. Voves und Schützenhöfer sprachen sich für finanzielle Anreize zu einer interkommunalen Zusammenarbeit aus, indem sich die Zuweisung von Finanzmitteln auch an interkommunalen Projekten orientieren soll.


Verfasser: Daniel Kosak (daniel.kosak@gemeindebund.gv.at)


 O-Ton

Audio-O-Ton: Präs. Kröll: Was bringt RegioNext den Gemeinden
 

Audio-O-Ton: Präs. Kröll: Verhältnis zwischen Gemeinde- und Städtebund
 

Audio-O-Ton: Präs, Kröll zu kommunalen Strukturen in der Steiermark
 

Audio-O-Ton: Dr. Schille zum Erfolg von RegioNext
 

Audio-O-Ton: Dr. Schille zu künftiger Finanzierung der Gemeinden
 

Audio-O-Ton: Dr. Schille zu neuen Rechtsformen in Gemeinden und Bezirken
 

Audio-O-Ton: LH Stv. Schützenhöfer zieht Bilanz über die RegioNext Tour
 

Audio-O-Ton: LH Stv. Schützenhöfer zur Förderung von Interkommunaler Zusammenarbeit
 

Audio-O-Ton: LH Stv. Schützenhöfer zu parteiübergreifendem Charakter von RegioNext
 

Audio-O-Ton: LH Franz Voves zieht Bilanz über RegioNext
 

Audio-O-Ton: LH Franz Voves zu finanziellen Anreizen für Gemeinden
 

Audio-O-Ton: LH Franz Voves zu parteiübergreifendem Charakter
 



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