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„Keine falschen Hoffnungen wecken“

20.03.2007
Eine heftige Debatte um die Betreuung von Kleinkindern (unter drei Jahren) beherrscht die aktuelle Innenpolitik. Von bis zu 50.000 zusätzlichen Plätzen ist die Rede, eine Zahl, die der Gemeindebund für weit überhöht hält.

Eine ernste Warnung deponierte heute, Dienstag, Gemeindebund-Präsident Bgm. Helmut Mödlhammer beim Thema der Kinderbetreuung von unter Dreijährigen. „Ich habe die Befürchtung, dass hier bei den Eltern falsche Hoffnungen geweckt werden“, so Mödlhammer. „In den meisten Gemeinden wollen die Gemeinden Betreuungsplätze auch für unter Dreijährige, ab dem Moment, wo den Eltern aber klar wird, dass diese Betreuung nicht kostenfrei sein kann, sinkt der Bedarf plötzlich rasant.“


Verärgert kommentierte Mödlhammer in diesem Zusammenhang auch die kolportierten Zahlen in dieser Debatte. „Wenn ich höre, dass wir in diesem Bereich 50.000 zusätzliche Betreuungsplätze brauchen, dann bitte ich darum, diese Zahl auch einmal schlüssig zu belegen.“ Er selbst halte diesen Wert für völlig überzogen.

Die Gemeinden seien grundsätzlich bereit, sich den gesellschaftlichen Anforderungen anzupassen und tatsächliche Bedürfnisse der Bevölkerung zu erfüllen. „Es kann und wird aber nicht so sein, dass am Ende der Debatte die Gemeinden allein mit den Kosten übrig bleiben.“ Aktuell sei immer nur die Rede von etwaigen Kosten, die dem Bund und den Ländern entstünden. „Ich halte fest, dass ein Großteil der Kosten für die Kinderbetreuung, zu der ja auch die Errichtung der notwendigen Infrastruktur gehört, von den Gemeinden getragen werden muss.“

„Ich habe erst vor kurzem den Bedarf nach einer Kinderbetreuung in den Ferien in meiner eigenen Gemeinde erheben lassen“, berichtet Mödlhammer. „Als den Menschen klar wurde, dass diese Betreuung etwas kosten wird, war der Bedarf plötzlich nicht mehr vorhanden.“ Ähnlich sei es mit der Betreuung für Kleinkinder, die ja noch kostenintensiver sei, als jene von Kindergartenkindern. „Ich empfehle jenen, die nun 50.000 zusätzliche Plätze für Kleinkinder fordern, einerseits einmal den tatsächlichen Bedarf zu erheben und gleich dazu zu sagen, was ein solche Platz den Eltern kosten wird“, so Mödlhammer. „Erst nach Verfügbarkeit dieser Zahlen und Kosten werden wir bei diesem Thema zu einer ernsthaften und sachlichen Diskussion kommen können.“


Verfasser: Daniel Kosak (daniel.kosak@gemeindebund.gv.at)



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