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"Rauschfrei Feste feiern"

12.06.2007
Die Gemeindebund-Initiative "Rauschfrei Feste feiern" stellte Gemeindebund-Chef Bgm. Helmut Mödlhammer heute vor. "Das Ziel der Initiative ist, den Gemeinden Handlungsempfehlungen zu geben, wie sie in ihrer Funktion als Veranstaltungsbehörde dazu beitragen können, dass solche Feste ohne Alkoholexzesse der Jugendlichen stattfinden können."

"Allein in der Sommersaison finden österreichweit zwischen 3.000 und 5.000 Zelt-, Dorf- und Vereinsfeste statt", berichtete Mödlhammer. "Die Gemeinde hat in vielfacher Hinsicht eine wichtige Funktion." Einerseits müsse sie bei Festen, an denen sie direkt oder indirekt beteiligt sei, eine Vorbildrolle einnehmen. "Das sind zum Beispiel die unzähligen Feuerwehrfeste", so Mödlhammer.

Gemeinden sind Veranstaltungsbehörde

Andererseits seien die Gemeinden bei solchen Festen als Veranstaltungsbehörde involviert. "Hier geht unser Appell an die Bürgermeister, strenge Auflagen, vor allem bei professionellen Fest-Veranstaltern zu setzen und bei Verstössen auch die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen." Der Gemeindebund werde in den kommenden Tagen allen heimischen Gemeinden ein eigenes Merkblatt für die Genehmigung von solchen Festen zur Verfügung stellen.

Runder Tisch vor Genehmigung

Wichtiger Teil der Genehmigung von Festen sei, so der Gemeindebund-Präsident weiter, ein vorher stattfindender Runder Tisch mit Vertretern der Exekutive, der Bezirkshauptmannschaft, den Rettungsdiensten, der Gemeinde und den Veranstaltern. "Das können wir zwar niemandem vorschreiben, aber solche Vorab-Gespräche haben sich in der Praxis sehr bewährt", so Mödlhammer.

Rigorose Alterskontrollen bei Festen

Bei den Festen selbst seien rigorose Alters- und Zutrittskontrollen unbedingt notwendig. "In der Praxis hat es sich bewährt, Jugendliche unter 16 Jahren mit farbigen Bändern zu kennzeichnen. Die örtlich zwingend notwendigen Securities müssen dann darauf achten, dass an diese Jugendlichen kein Alkohol ausgeschenkt werden darf."


Im Bundesland Salzburg, berichtete Mödlhammer, habe man am vergangenen Wochenende zwei Testläufe durchgeführt. "Wir hatten zwei sehr große Feste, eines mit 3.000 Besuchern und ein Landjugend-Fest mit fast 1.000 Besuchern. Bei keinem dieser Feste ist es zu Zwischenfällen gekommen, beide liefen aufgrund der strengeren Regeln sehr geordnet ab."

Wichtig sei es auch, dass man positive Anreize setze. "Es muss beispielsweise so sein, dass alkoholfreie Getränke deutlich billiger sein müssen als alkoholische", so Mödlhammer. Es kann nicht sein, dass ein Bier oder ein Schnaps weniger kostet, als ein Cola.

Immer wieder vergessen, kritisierte der Gemeindebund-Präsident, werde die Verantwortung, die die Eltern für ihre Kinder tragen. "Ich kann die strengsten Auflagen setzen. Die werden aber alle nichts nützen, wenn es vielen Eltern einfach egal ist, wo, wieviel und was ihre Kinder trinken. Diese Verantwortung können und werden wir den Eltern nicht abnehmen." Vielen Eltern sei gar nicht bewusst, dass sie durch das Jugendschutzgesetz mit zur Verantwortung gezogen werden können. Da kommt dann das große Aufwachen, wenn sie merken, dass sie auch für die Handlungen ihrer minderjährigen Kinder gestraft werden können", so Mödlhammer.

Informationskampagne des Gemeindebundes

Der Gemeindebund werde nun seine Gemeinden einerseits auf alle rechtlichen Möglichkeiten hinweisen, andererseits aber auch darauf drängen, dass über Gemeindezeitungen und Bürgermeisterbriefe der stärkere Kontakt zu den Eltern gesucht wird. "Ein großer Teil des Problems lässt sich nur über diese Bewusstseinsbildung lösen. Und dazu wollen wir mit unserer Initiative beitragen", so Mödlhammer abschließend.

Hier gehts zu den Audio-O-Tönen der Pressekonferenz "Rauschfrei Feste feiern"



 verfügbare Downloads

Merkblatt für Gemeinden (Feste ohne Rausch), 12.6.2007 (PDF, 101 KB)
Musterartikel für ihre Gemeindezeitung zum "Koma-Trinken" (15. Juni 2007, doc, 25 KB)
PK-Unterlage "Rauschfrei Feste feiern" vom 12. Juni 2007 (PDF, 152 KB)




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