English | Française
SUCHE


STARTSEITELINKSIMPRESSUMKONTAKT
Verleihung des Verkehrssicherheitspreises 2007

13.06.2007
Den renommiertesten Preis für Verkehrssicherheit in Österreich, den "Aquila 2007", gewann in der Gemeindekategorie ein niederösterreichisches Dorf für ein innovatives Radwege-Konzept. Den Sonderpreis erhielt ein 13jähriges Mädchen, das seiner Großmutter das Leben rettete.

Der Verkehrssicherheitspreis, den der Gemeindebund mitveranstaltet, hat lange Tradition. "Schon seit mehr als 20 Jahren wird an verdiente Persönlichkeiten der Preis verliehen um ihre Leistungen und ihr Engagement vor den Vorhang zu holen. Vor einiger Zeit haben wir uns entschieden, den Adler (daher auch der Name "Aquila") als Symbol für die Auszeichnung zu nehmen", sagte der Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) Dr. Othmar Thann bei der Verleihung vor rund 200 Gästen im ARES-Tower in Wien.

Felixdorf gewinnt mit Radfahrkonzept

"Felixdorf ist die jüngste und flächenmäßig kleinste Gemeinde im Bezirk Wiener Neustadt-Land. Es ist vorbildlich, wie sich die Kommune für die Verkehrssicherheit engagiert hat", sagte Gemeindebund-Chef Mödlhammer bei der Verleihung des Preises. Den Preis nahm Bürgermeister Karl Stieber sichtlich erfreut entgegen. "Es ist nicht selbstverständlich, dass so kleine Gemeinden wie Felixdorf bei so großen und bekannten Wettbewerben ausgezeichnet werden." In der 4.300 Einwohner-Gemeinde wurde das Radwegenetz komplett ausgebaut. Ziel des Projektes "Radfahren in Felixdorf" ist es, Ortsteile auf Radwegen erreichen zu können und somit den Radfahrer vom motorisierten Verkehr möglichst zu trennen. Wichtige Einrichtungen wie die Kinderkrippe, zwei Kindergärten, die Volksschule, Hauptschule, das Gemeindeamt, Ärztezentrum und der Bahnhof können direkt mit dem Rad erreicht werden. Auch der Handel, die Gastronomie und das Gewerbe wurden an das Radwegenetz angeschlossen. Es umfasst insgesamt 5,4 Kilometer, das entspricht etwa 23 Prozent des Straßennetzes.

Sonderpreis für couragierte Jugendliche

Erstmals in der Geschichte des Verkehrssicherheitspreises wurde 2007 vom KfV ein Sonderpreis für Zivilcourage verliehen. Die 13-jährige Preisträgerin, Julia Leitner, hatte am 30. Jänner 2007 durch ihr couragiertes und überlegtes Eingreifen Schlimmeres verhindert: Julias Großmutter erlitt hinter dem Steuer einen Schwächeanfall und verlor das Bewusstsein. Julia gelang es das Auto anzuhalten, indem sie sich abschnallte, über ihre Oma kletterte und auf die Bremse trat. Für eine 13-Jährige, die nicht wissen kann, wie ein PKW funktioniert, ist das eine beachtliche Leistung. Mit freundlicher Unterstützung des SC Rapid kann die begeisterte Fußballerin neben dem "Aquila" noch einen Gutschein für ein Rapid-Spiel mit nach Hause nehmen, das sie direkt neben der Trainerbank verfolgen darf.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Gewinner aus Felixdorf bei der Preisübergabe (v.li.n.re.): Dr. Othmar Thann (KfV), Bauhofleiter Günther Straub, Bürgermeister Karl Stieber, Gemeindebund-General Dr. Robert Hink und KR Herbert Fichta (KfV).  

Die weiteren Preisträger

In der Kategorie "Medien" wurde Andreas Wetz, Journalist bei der Tageszeitung "Die Presse" für seinen unermüdlichen Einsatz im Sinne der Verkehrssicherheit ausgezeichnet. In der Kategorie "Schulen" holte die oberösterreichische Hauptschule Sarleinsbach der "Aquila 2007". Die Schüler hatten gemeinsam den Platz vor ihrer Schule sowie alle Zufahrtswege neu und verkehrssicher geplant, sämtliche Pläne wurden auch baulich umgesetzt. Bei den Kindergärten gewann die burgenländische Gemeinde Auwinkel den Preis. Mit vielfältigen Maßnahmen werden dort Kinder zu um- und vorsichtigen Verkehrsteilnehmern erzogen. Last but not least erhielt in der Kategorie "Unternehmen" die Bausparkasse Wüstenrot AG einen "Aquila". Im Rahmen der Aktion Look@me brachte sie hunderttausende reflektierende Accessoires für Kinder und Schüler unters Volk, eine Aktion, die die Verkehrssicherheit deutlich erhöht hat.

Unter den schützenden Flügeln des Adlers

Der "Aquila" steht für Mut, Ausdauer, Engagement und Schutz und wird in sechs Kategorien vergeben - Kindergarten, Gemeinden, Unternehmen, Medien, Bildungseinrichtungen und Zivilcourage. Thann: "Wir brauchen den Adler symbolisch aber auch im Kuratorium für Verkehrssicherheit", erklärte KfV-Geschäftsführer Thann. "Wir müssen Negatives aufzeigen, haben die Diskussion über die Gurtpflicht, Kindersitze und Senkung der Alkoholgrenze ins Rollen gebracht. Nach Schwierigkeiten am Anfang hat sich die Durchführung des Verkehrssicherheitspreises hervorragend bewährt."


Verfasser: Nadja Tröstl (nadja.troestl@gemeindebund.gv.at)


 verfügbare Downloads

Das Siegerprojekt aus Felixdorf (NÖ) im Detail (PDF, 1,2 MB)




Feedback

Vorname :
Nachname :
Betreff :
Feedback :
*Rückmeldung :

Wünschen Sie eine Rückmeldung, dann geben Sie hier eine E-Mailadresse oder Telefonnummer an.
*Sicherheitsabfrage :


 Wie bewerten Sie diesen Artikel?

 sehr informativ neutral kaum informativ



 | Artikel per Email verschicken


Haben Sie eine Frage zu österreichs Gemeinden?

Schwerpunkte


.