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Nur die Harten kommen durch

10.07.2007
Hauptberuflich ist Günter Schied Bürgermeister der größten Stadt des Pinzgaus. In seiner Freizeit hat das Saalfeldener Stadtoberhaupt in den letzten zwei Jahren bis zu 25 Stunden pro Woche trainiert und ist nun der erste Bürgermeister Österreichs, der sich "Ironman" nennen darf.

Bei der achten Auflage des Ironman-Triathlons in Klagenfurt, der am 8. Juli 2007 über die Bühne ging, gab es eine Premiere: Zum ersten Mal nahm am härtesten aller Ausdauerbewerbe ein Bürgermeister teil. Für Günter Schied, seit mehr als elf Jahren hauptberuflicher Stadtchef der Pinzgauer Gemeinde Saalfelden (17.000 Einwohner), galt das Motto "Dabei sein ist alles" nur bedingt: Er nahm nicht nur teil, sondern beendete seinen ersten Ironman-Bewerb auch mit einer hervorragenden Zeit im vorderen Viertel des Starterfeldes.

"Habe Blut geleckt"

"Anlass war", so erzählt der ehemalige ÖBB-Mitarbeiter Schied im Gespräch mit kommunalnet.at, "der Plan, auch in Saalfelden einen Triathlon zu veranstalten. Da habe ich Blut geleckt und mir gedacht: Ich kann nichts veranstalten, das ich nicht selbst auch schon einmal gemacht habe." Gute zwei Jahre hat sich Schied auf den heurigen Triathlon vorbereitet. 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer mit dem Rad und die Marathondistanz von 42,2 Kilometern sind beim "Ironman Austria"-Triathlon zu bewältigen. "Zwischen 12 und 25 Stunden pro Woche habe ich trainiert", berichtet Schied, der derzeit noch in Klagenfurt weilt und sich von den Strapazen erholt. Der Lohn: Rang 403 bei mehr als 2.000 gewerteten Athleten. Zehn Stunden, 34 Minuten und 38 Sekunden benötigte der sportliche Stadtchef, um die geforderten Distanzen zu bewältigen.

Spitzenresultat in der Altersklasse M-50


In seiner Altersklasse, bei den Herren über 50 Jahren, erreichte Schied sogar den hervorragenden zehnten Platz. In der Vorbereitung hatte der Bürgermeister sportlich kompetente Unterstützung und erfahrene Trainingspartner. "Aus Saalfelden ist ein ganzes Team, namentlich das "3 Team Saalfelden", angetreteten", berichtet Schied. "Der beste Athlet unserer Mannschaft, Norbert Langbrandtner, hat im Gesamtbewerb den zweiten Platz erreicht." Der Sieger des Klagenfurter Ironman, Marino Vanhoenacker, ist Angehöriger der belgischen Armee und hat den Bewerb schon 2006 gewonnen. Im heurigen Jahr hatte er in Klagenfurt kaum ernsthafte Gegner, er gewann das Rennen mit rund 13 Minuten Vorsprung auf den Saalfeldener Langbrandtner.

Insgesamt 15 Sportler umfasste das Saalfeldener Team, darunter eine Frau (Rang 600 in der Gesamtwertung). Wie stark die Equipe aus dem Pinzgau war, beweist die Tatsache, dass doch neun Teamkollegen Schieds in der Gesamtwertung vor ihm landeten. Für den Triathlon in seiner eigenen Gemeinde, der nur über die Hälfte der Klagenfurter Ironman-Distanz führt, sieht sich Schied trotzdem bestens gerüstet. Im Vorjahr steckte der Bürgermeister noch im Aufbautraining für Klagenfurt und nahm am Saalfeldener Bewerb selbst nicht teil. "Heuer ist unser Triathlon am 1. September 2007", so Schied. "Nach dem Erfolg in Klagenfurt sollte für mich im September die halbe Distanz also zu schaffen sein."


Verfasser: Daniel Kosak (daniel.kosak@gemeindebund.gv.at)


 weiterführende Links

Allgemeine Informationen über den Ironman-Triathlon (Wikipedia)
Die Homepage vom Triathlon in Saalfelden
Die Ergebnisliste des Ironman-Triathlons in Klagenfurt (xls; 672 KB)




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