English | Française
SUCHE


STARTSEITELINKSIMPRESSUMKONTAKT
Auftakt der kommunalen Sommergespräche 2007

18.07.2007

Im steirischen Bad Aussee haben 200 Bürgermeister, Wirtschaftsgrößen und Wissenschaftler zu den Kommunalen Sommergesprächen 2007 eingefunden. Sie alle diskutieren drei Tage lang über die zukünftigen Herausforderungen auf kommunaler Ebene. Die Sommergespräche bieten spannende, interessante und aktuelle Diskussionen. 


Am Mittwoch, dem 18. Juli begannen in Bad Aussee die "Kommunalen Sommergespräche 2007". Zum zweiten Mal schon versammeln sich in der "geographischen Mitte Österreichs" Kommunalpolitiker, Experten und Wirtschaftsgrößen aus ganz Österreich, um aktuelle Zukunftsthemen zu diskutieren. "Wir führen hier spannende Diskussionen, weil auch die Zeiten für Kommunalpolitiker aktuell sehr spannend sind", so Gemeindebund-Präsident Bgm. Helmut Mödlhammer. Im Zentrum der heurigen Veranstaltung, die bis Freitag dauert, stehen die Themen "Bundesstaatsreform", "Finanzierung von öffentlichen Aufgaben" und "Moderne Gemeinden - Kommunale Manager/innen sind gefragt."

Studien und Berichte von Experten

Auf Expertenebene haben die prominenten Universitätsprofessoren Dr. Wolfgang Mazal und Dr. Karl Weber sowie Nationalbank-Ökonom Univ. Doz. Dr. Heinz Handler Diskussionspapiere erstellt, die in weiterer Folge von den Teilnehmern der Sommergespräche in Workshops diskutiert werden. Prominente Gäste und Teilnehmer der kommunalen Sommergespräche sind u.a. Innenminister Günter Platter, Kommunalkredit-Generaldirektor Dr. Reinhard Platzer, Gemeindebund-Präsident Bgm. Helmut Mödlhammer, LH Franz Voves, der ehemalige Salzburger Landeshauptmann Franz Schausberger, der Chef des Genossenschaftsverbandes DDr. Hans Hofinger, u.v.m.. Die "Kommunalen Sommergespräche 2007" sind eine gemeinsame Veranstaltung des Österreichischen Gemeindebundes und der Kommunalkredit Austria AG auf Anregung des ehemaligen Vorsitzenden des Staatsschuldenausschusses, Prof. Helmut Frisch. Sein Nachfolger im Staatsschuldenausschuss, Univ. Prof. Dr. Bernhard Felderer, ist inhaltlich an den kommunalen Sommergesprächen natürlich auch beteiligt, er wird am Donnerstag, dem 19. Juli eine hochkarätige Podiumsdiskussion leiten.

Auftakt der Kommunalen Sommergespräche 2007

Den Auftakt der ersten Veranstaltung, moderiert von ORF-Anchorman Armin Wolf, bildete die Begrüßung durch Kommunalkredit-Generaldirektor Dr. Reinhard Platzer. "Die Kommunalkredit ist Österreichs Spezialbank zur Finanzierung öffentlicher Projekte. Die Finanzlage der Gemeinden ist für uns daher natürlich ein essentielles Thema. Ich freue mich, dass wir uns in Bad Aussee gefunden haben, um über entscheidende Zukunftsfragen für die Gemeinden zu diskutieren."


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei einer kühlen Erfrischung zwischen den Diskussionen, im Bild von links: Präsident Mödlhammer, Präsident Vögerle, LH Voves, Präsident Riedl

Finanzielle Unterstützung für kleine Gemeinden

Landeshauptmann Franz Voves outete sich als Anhänger des Prinzips der Subsidiarität. "Die Gemeinden sind mit gutem Grund die Keimzelle der Demokratie und des Staates. Sie wissen am besten, wo die Bürger der Schuh drückt. Um diese vielen Aufgaben zu erfüllen, bedarf es großer Professionalität und gewaltiger Management-Fähigkeiten." Voves bestätigte im Zusammenhang mit den laufenden FAG-Verhandlungen auch die Verhandlungsposition des Gemeindebundes. "Es steht außer Frage, dass die gemeindeeigenen Einnahmen in dieser Form, vor allem bei der Grundsteuer, erhalten bleiben müssen", so Voves. Für die kleinen und finanzschwachen Gemeinden sei ein fairer FAG eine existentiell wichtige Frage. Er, Voves, bekenne sich dazu, dass die kleinen Gemeinden ausreichend mit Finanzmitteln ausgestattet werden müssten.

Gemeinden leisten heutzutage viel Arbeit

"Viele Menschen", so Gastgeber Mödlhammer, "haben keine Ahnung, was die Gemeinden heutzutage alles leisten müssen. "Die jüngste Debatte bei der Pflege habe dies deutlich unter Beweis gestellt. "Ein Großteil der Pflegeheime in Österreich wird von den Gemeinden errichtet, betrieben und finanziert", stellte Mödlhammer klar. "Von der Wiege, bis zur Bahre sind die Gemeinden für alles zuständig. Hier besteht auch bei den Bürgern eine große Erwartungshaltung, denn die Gemeinde, der eigene Bürgermeister, ist die bürgernächste Einheit."

Zur Bundesstaatsreform merkte Mödlhammer an: "Wir brauchen keine Verwaltungsreform, sondern eine Aufgabenreform. In allen Bundesländern gibt es völlig unterschiedliche Regelungen, welche Aufgaben Bund, Länder und Gemeinden zu erledigen haben. Die echte Herausforderung wäre, zu überlegen: Wer kann was am besten! "Erst dann könne man seriös sagen, an welchen Stellen man bei der Verwaltung einsparen könne. Mödlhammer bezeichnete die kommunalen Sommergespräche daher auch als "kommunale Ideenwerkstätte". "Wir sind hier, um die Innovationskraft der Gemeinden zu beweisen, um neue Ansätze zu suchen, wie wir die gewaltigen Herausforderungen der Zukunft bewältigen können", so Mödlhammer. "Dafür bietet Bad Aussee den idealen und entspannten Rahmen."

Ein drei Tage langes, kommunales Zusammentreffen

Die "Kommunalen Sommergespräche 2007" beginnen am Mittwoch dem 18. Juli und enden am Freitag, dem 20. Juli zu Mittag. Für Donnerstag, sind eine große Podiumsdiskussion zum Thema "Die harten Tatsachen der Realität" (mit Headhunterin Gundi Wentner, Unternehmer Josef Taus, dem Salzburger Bürgermeister Heinz Schaden und dem Vorsitzenden der AG Staats- und Verwaltungsreform Dr. Georg Lienbacher) und kommunale Workshops vorgesehen. Abgerundet werden die kommunalen Sommergespräche durch ein attraktives Abendprogramm im Ausseer Land.


Verfasser: Daniel Kosak (daniel.kosak@gemeindebund.gv.at)


 verfügbare Downloads

Expertenpapier Handler
Expertenpapier Mazal
Expertenpapier Weber
Präsentation Felderer




Feedback

Vorname :
Nachname :
Betreff :
Feedback :
*Rückmeldung :

Wünschen Sie eine Rückmeldung, dann geben Sie hier eine E-Mailadresse oder Telefonnummer an.
*Sicherheitsabfrage :


 Wie bewerten Sie diesen Artikel?

 sehr informativ neutral kaum informativ



 | Artikel per Email verschicken


Haben Sie eine Frage zu österreichs Gemeinden?

Schwerpunkte


.