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Österreich hat sieben Weltwunder

09.08.2007
Das Stift Klosterneuburg wurde zum Top-Wahrzeichen Österreichs erhoben
Wer dachte, dass die Weltwunder auf einer jahrhundertealten Liste des Geschichtsschreibers Herodot basieren, erfährt nun eine Aktualisierung. Auch Österreich verfügt über Weltwunder, besser gesagt zeitlose Wahrzeichen, auf die die Bürgermeister und Bürger besonders stolz sind.

Während von den antiken Weltwundern nur noch die Pyramiden von Gizeh in Ägypten existieren, kann man die österreichischen "Weltwunder" noch besichtigen. Die Leser einer österreichischen Tageszeitung wählten Österreichs schönste und beliebteste Wahrzeichen. 235.000 Stimmen wurden abgegeben. Die Sieger: Stift Klosterneuburg, Schärding, der Stephansdom, Schloss Schönbrunn, die Semmeringbahn, Stift Melk und das Belvedere. Die Bürgermeister freuen sich über den Medienhype.

"Sieg ist enormer Reputationsgewinn"

Das Publikum hat das Stift Klosterneuburg zum "österreichischen Weltwunder" Nummer eins erhoben. Bürgermeister Gottfried Schuh bezeichnet den Sieg als enormen Reputationsgewinn. "Das ist eine würdige Entscheidung. Wir sind die Wiege des Landes, die erste Residenz des mittelalterlichen Österreichs, das geistige und geistliche Zentrum", sagt das Vorstandsmitglied des NÖ Gemeindevertreterverbandes der ÖVP, Gottfried Schuh, im Gespräch mit kommunalnet.at. Die älteste Mauer des sagenumwobenen Klosters aus dem Mittelalter wurde vor 1100 erbaut. Der älteste gotische Teil des Bauwerks, von dem die Grundmauern erhalten sind, ist die 1222 geweihte Capella Speciosa.

"Identifikationskraft wird gestärkt"

Bürgermeister Schuh sieht zahlreiche Nutzen für die Gemeinde und ihre Bürger. "Die Umwegrentabilität wird in sämtlichen Bereichen gesteigert: im Tourismus, der Gastronomie und der Wirtschaft. Aber auch andere kulturelle Einrichtungen profitieren von dem Sieg: Die dreizehn Museen und das Kunsthaus Essl." Die Entscheidung ist auch für die Bürger wichtig, denn sie fühlen sich mit ihrer Stadt mehr verbunden und sind stolz darauf, dort zu leben. "Die Identifikationskraft der Bürger wird gestärkt", ist sich Schuh sicher, "und wenn die Bürger gerne in einer Stadt leben, sind sie auch bereit, Problemlösungen auf breiter Ebene mitzutragen."


"Jeder wollte einen Beitrag für Schärding liefern"

In erster Linie haben die Silberzeile, aber auch die Gesamtgestaltung der Stadt, überzeugt. Der temperamentvolle Bürgermeister von Schärding, Franz Xaver Angerer, freut sich über das Voting. "Es ist eine Ehre im selben Atemzug wie der Stephansdom, Schloss Schönbrunn und das Stift Melk genannt zu werden", sagt Angerer. Etwa 6.000 Personen haben für Schärding gevotet. Darunter waren auch ganze Schulklassen, Bürger, Wirtschaftstreibende und Vereinsmitglieder. "Der Zusammenhalt war überwältigend. Obwohl Ferien sind, haben mich drei Klassensprecher angerufen und gefragt, ob wir den EDV-Saal in der Schule aufsperren und sie online wählen können. Jeder wollte einen Beitrag für Schärding liefern. Wir sind nicht nur die schönste Barockstadt Österreichs, sondern auch eine eingeschworene Gemeinde." 55.000 Besucher kommen in den Sommermonaten wöchentlich nach Schärding. Angerer wünscht sich noch mehr Besucher. "Durch die Wahl hat die Tourismusstadt enorm an Wert gewonnen. Der Werbefaktor ist unbezahlbar."

Mehr als zwei Millionen Euro wurden investiert

Die Emotionen gehen hoch, nicht nur bei den Bürgern. Vizebürgermeister Johann Högl macht seiner Freude Luft. "Wir lieben und leben Schärding. Wir sind eine Kleinstadt mit ländlichem Charakter, Ausstrahlung und leicht italienischem Flair." Ein entscheidender Impuls für ein komplettes "Facelifting" der Stadt war die Landesausstellung im Jahr 2004. Die Gemeinde hat dafür viel Geld in die Hand genommen und sich selbst sozusagen neu erfunden. "Es gab eine Vorlaufzeit von zehn Jahren. Von 1994 bis 2004 haben wir Schärding komplett erneuert. Das war auch für die Bürger ein Impuls. Sie haben ihre Häuser renoviert. 30 Millionen Schilling (2,2 Millionen Euro) sind in diesem Zeitraum investiert worden."

20 Prozent mehr Nächtigungen

Man hat sich seitdem aber nicht auf den Lorbeeren ausgeruht. Seit der Landesausstellung gibt es jedes Jahr ein Motto, das mit starker Bürgerbeteiligung gewachsen ist. "Im Vorjahr ist Schärding unter dem Motto "Schärding blüht auf" in einem Blumenmeer versunken. Häuser, Parks und das Stadtzentrum sind mit Blumenschmuck verschönert worden, investiert wurden 200.000 Euro. Das hat sich in den Besucherzahlen niedergeschlagen. Wir konnten 20 Prozent mehr Nächtigungen verbuchen." In diesem Jahr lautet das Motto "Schärding tut gut". Das Spektrum der Aktivitäten reicht von Schlemmernächten mit den Wirten, über Verkostungen bis zu sportlichen Aktivitäten.


Verfasser: Nadja Tröstl (nadja.troestl@gemeindebund.gv.at)



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