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19 Postämter müssen zusperren

14.08.2007
19 Postämter in ganz Österreich sind vom vorerst letzten Teil der Schließungswelle betroffen. Die betroffenen Ämter standen die letzten beiden Jahre unter Beobachtung, wurden evaluiert, nun ist Schluss. Noch vor Jahresende sollen sie zusperren, die Gespräche mit den Bürgermeistern über Ersatzlösungen beginnen demnächst.

Die 19 betroffenen Postämter sind unter jenen, die nach den Verhandlungen bei der letzten Schließungswelle nicht zugesperrt wurden, sondern für zwei Jahre unter Beobachtung gestellt wurden. In diesem Zeitraum seien die Postämter "bis heute nicht kostendeckend zu führen gewesen", so die Post. Anfang August meinte Post-Generaldirektor Anton Wais noch, dass die Schließung dieser Postämter "nicht nach Kostenfaktoren, sondern nach Wettbewerbsüberlegungen entschieden wird."


Die betroffenen Gemeinden

In Kärnten müssen die Postämter der Gemeinden Himmelberg, Sirnitz, Deutsch Griffen, Lind/Drau und Mörtschach ihre Pforten schließen. Geöffnet bleibt das Postamt in Diex, das auch unter Beobachtung stand. In Salzburg hingegen werden alle vier unter Beobachtung stehende Filialen zugesperrt: Niedersill, Hallein, Gartenau und das Postamt am Flughafen Salzburg. Steiermark muss mit dem Verlust der Postämter in Loipersdorf und Bad Gams rechnen. In Vorarlberg werden die Ämter in Mellau und Schoppenhau geschlossen. Tirol muss in Zukunft auf Jungholz und Abfaltersbach verzichten. In Wien, Niederösterreich und dem Burgenland bleiben alle Filialen bis auf Weiteres bestehen.

"Optimierung" führte zu Unmut in den Gemeinden

In den vergangenen fünf Jahren hat die Post fast die Hälfte ihrer Filialen zugesperrt. Diese ?Optimierung? des Postnetzes führte vor allem bei den Gemeindevertretern zu heftigem Unmut. Letztendlich haben sich jedoch die wirtschaftlichen Überlegungen der Post durchgesetzt. Die Post hat seit Ende Mai börsennotiert und damit einen Mitbewerber erhalten, den deutschen Logistikanbieter Hermes. Dieser startete nach eigenen Angaben im heurigen Sommer mit 1.200 Shops österreichweit, in der Regel bei Nahversorgern und Tankstellen. Dazu kamen außerdem 700 Zusteller. 51 Prozent der Post befinden sich noch im Staatsbesitz, der Rest wurde über die Wiener Börse verkauft. Noch hat die Post jedoch ein Monopol auf Briefe unter 50 Gramm, dieses könnte aber bereits 2009 fallen. Alle Zeichen stehen derzeit für eine Vollliberalisierung im Jahr 2012.

Drei Monate für Alternativlösung

Aufgrund der Universaldienstverordnung muss die Post nun mit den betroffenen Gemeinden drei Monate lang nach Alternativen, etwa Postpartnern, suchen. Führen diese Gespräche zu keiner Lösung, darf zugesperrt werden. "Postler werden keine entlassen", versichert Post-Sprecher Michael Homola im Gespräch mit kommunalnet.at. "Wir hoffen, dass es in möglichst vielen Gemeinden zu Ersatzlösungen kommt. Auch Gemeindebund-Chef Mödlhammer fordert Ersatzlösungen ein: "Geschlossen werden darf aus unserer Sicht nur dann, wenn sich die Post mit den betroffenen Bürgermeistern einigt."

In den letzten Jahren haben sich nicht nur die Anzahl der Postämter, sondern auch die der Mitarbeiter stark reduziert. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2006 arbeiten rund 450 weniger Angestellte für die Österreichische Post. Künftig sollen jährlich rund 400 Mitarbeiter gehen.

19 Postämter in ganz Österreich sind von der Schließung betroffen:

Himmelberg (Ktn.)
Gartenau (Sbg.)
Bad Gams (Stmk.)
Sirnitz (Ktn.)
Flughafen Salzburg (Sbg.)
Mellau (Vbg.)
Deutsch Griffen (Ktn.)
Oftering (OÖ)
Schoppernau (Vbg.)
Lind/Drau (Ktn.)
Niederwaldkirchen (OÖ)
Jungholz (Tirol)
Mörtschach (Ktn.)
Hagenberg (OÖ)
Abfaltersbach (Tirol)
Niedernsill (Sbg.)
Kopfing (OÖ) 
Hallein (Sbg.)
Loipersdorf (Stmk.)




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