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Standardisierte Gemeindeverwaltung Gföhls

10.10.2007
Die unterschiedliche Handhabung von behördlichen Vorgängen in verschiedenen Gemeinden führt teils zu langen Verfahren und damit zu Unzufriedenheit bei Wirtschaft und Bürgern. Die NÖ-Stadtgemeinde Gföhl hat ein standardisiertes Verfahren entwickelt, das auch von anderen Gemeinden benutzt werden kann.

Behördenerledigungen für die Wirtschaft und die Bürger werden von den einzelnen Gemeinden trotz gleicher Rechtslage oft sehr unterschiedlich gehandhabt", beschreibt der Stadtamtsdirektor der NÖ-Gemeinde Gföhl, Anton Deimel, das Problem. "Das bedeutet Zeitverlust, finanzielle Nachteile und Unzufriedenheit. Kleinere Gemeinden können sich Prozessanalysen nicht leisten, um einheitliche Standards zu schaffen bzw. einen Elektronischen Akt (ELAK) einzuführen", so Deimel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einheitliche Standards schaffen

Die Lösung für dieses Problem sieht Deimel in Verwaltungs- bzw Gemeindekooperationen zur Entwicklung eines Elektronisches Aktes (im Rahmen des ELAK Government Verbund). "Damit kann man einheitliche Standards in Verfahrensabläufen sowie einen einheitlichen Aktenplan etablieren", so Deimel. In Niederösterreich werden bis 2010 in allen 21 Bezirken in Gemeinschaftsprojekten (3 - 5 Gemeinden) Prozessanalysen für Verwaltungsabläufe durchgeführt. Sämtliche Neuentwicklungen stehen im Rahmen des ELAK Government Verbunds allen teilnehmenden Gemeinden zur Verfügung.

Im Pilotprojekt der Stadtgemeinde Gföhl haben Gemeindemitarbeiter von sechs Gemeinden des Bezirkes Krems 35 Behördenerledigungen bzw. Situationen (z.B. Meldung einer defekten Straßenlampe, Erteilung einer Baubewilligung) untersucht . Darauf aufbauend erfolgte die Implementierung in eine für jede Gemeinde leistbare Standardsoftware "Government Office", basierend auf dem Microsoft Office Sharepoint Server 2007. Ein nach dem E-Governmentgesetz ausgerichteter Aktenplan (gruppiert nach Leistungsbereichen und Leistungsgruppen) soll österreichweit eine einheitliche Verwaltungserledigung sicherstellen (Protokollierung, Aktenzahlvergabe, Aktenablage). Durch die Beteiligung der Stadtgemeinde Amstetten wird die Anzahl der untersuchten und umgesetzten Prozesse weiter erhöht.

Zeitgewinn von 40 bis 50 Prozent

Die Sicherstellung einheitlicher Verfahren über Gemeindegrenzen hinweg führt für die Wirtschaft zur transparenten Verfahrensabwicklung. Die elektronische Akteneinsicht für die Wirtschaft und den Bürger kann ohne Medienbrüche durchgeführt werden und bringt Zeitersparnis bei der Aktensuche (Zeitgewinn 40-50%). Vorgänge können parallelisiert vorgenommen werden, indem der Akt von verschiedenen Personen gleichzeitig bearbeitet wird (Beschleunigung des Verfahrensablaufes). Bürgern und Unternehmern kann bei Anfragen rasch Auskunft erteilt werden (Information auf Knopfdruck).

Der ELAK gewährleistet durch einen gemeinsamen Aktenplan und standardisierte Verfahrensabläufe eine einheitliche Rechtsanwendung durch systematisierte Hilfestellung für den Sachbearbeiter und stellt eine rechtskonforme Verfahrensabwicklung in den Gemeinden und Städten sicher. Die elektronische Vernetzung zwischen Bund, Land und Gemeinde wird gewährleistet und kann vertieft werden. Es steht eine einfach bedienbare, aber zugleich leistungsfähige, hoch skalierbare Standardsoftware zur Verfügung.

Für dieses Projekt wurde die Stadtgemeinde Gföhl mit dem 3. Hauptpreis des "Amtsmanager 2007" in der Kategorie "Kommunalverwaltung" ausgezeichnet.

Die Projektteilnehmer bzw. Mitglieder des Teams:
Gemeinde Gedersdorf, Bgm. Franz Gartner, Martin Nessl
Gemeinde Rohrendorf bei Krems, Bgm. Dr. Rudolf Danner, Eveline Schwarzl
Marktgemeinde Furth bei Göttweig, Bgm. Martha Löffler, Herwig Klein
Marktgemeinde Paudorf, Bgm. Karl Brugger, Dieter Ott
Marktgemeinde Albrechtsberg a. d. großen Krems, Bgm. Ingrid Kleber, Wolfang Mayrhofer
Stadtgemeinde Amstetten, Bgm. Herbert Katzengruber, Mag. Peter Schragl
Stadtgemeinde Gföhl, Bgm. Ök.-Rat Karl Simlinger, STA.Dir. Anton Deimel
Gemeindeverband im Bezirk Krems, Obmann Bgm. Walter Harauer, Gerhard Wildpert
Donau-Universität Krems, Dr. Peter Parycek, MAS
Unisys Österreich GmbH, Christian Schieb

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