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Mehr Geld für steirische Ortschefs?

17.10.2007
Die Aufgaben der Gemeindechefs nehmen immer mehr zu, die Verantwortung steigt. Das Amt wandelt sich von der Funktion eines "Dorfpaschas" hin zum kommunalen Manager. Der steirische Gemeindebund fordert deshalb nun eine Erhöhung der Entschädigungen für Bürgermeister.  

2006 hatte eine vom Gemeindebund veröffentlichte Studie von Univ. Prof. Dr. Wolfgang Mazal zur sozialen Situation der Bürgermeister großes Aufsehen erregt. Inhalt: Aufgaben und Belastungen für Bürgermeister wachsen ständig, die soziale Absicherung ist jedoch schlecht, die Entlohnung zu niedrig. Seitdem haben einige Bundesländer schon gehandelt und die Bezüge der Ortschefs erhöht. Nun fordert auch der steirische Gemeindebund eine gerechte Entlohnung für all die Aufgaben und Leistungen, die die steirischen Gemeindechefs erledigen.

"Bürgermeister bekommen zu wenig"

Wer Bürgermeister einer steirischen Gemeinde mit weniger als 1.000 Einwohnern ist, bekommt zurzeit 1.765 Euro brutto pro Monat. In Gemeinden mit 3.000 bis 5.000 Einwohnern verdient der Bürgermeister rund 2.700 Euro. "Das ist zu wenig", sagt der steirische Gemeindebundpräsident Bgm. a. D. Hermann Kröll. Er übergibt sein Amt am Donnerstag, 18. Oktober 2007, bei einer Bürgermeisterkonferenz an seinen Nachfolger, den Bürgermeister von St. Johann-Köppling, LAbg. Erwin Dirnberger. Auch Dirnberger unterstützt diese Forderung; Bürgermeister hätten keine Überstundenpauschale und kein Dienstauto. 

"Ein Drittel mehr wäre vorstellbar"

"So ungefähr um ein Drittel mehr könnte ich mir schon vorstellen. Es gibt ja keine Privilegien mehr, keine Bürgermeisterpensionen, nichts mehr. Es ist ja alles abgeschafft. Es muss dann aber wenigstens eine vernünftige gerechte Entschädigung als aktiven Bezug geben", sagt Kröll. Eine Gehaltserhöhung sollen die Bürgermeister, Vizebürgermeister und die kassenführenden Gemeindekassiere der Kommunen bekommen.

"Zu wenig soziale Absicherung"

Kröll ist der Meinung, dass die Bürgermeister sozial nicht gut genug abgesichert sind. "Es gibt Fälle, in welchen ein Bürgermeister arbeitslos wird, weil er nicht gewählt wird. Er kann dann nicht stempeln gehen, was jeder andere kann. Er fällt dann in die Sozialhilfe hinein." Beschließen muss eine Erhöhung das Land Steiermark. Das Gemeinde-Bezügegesetz muss dafür geändert werden.


Verfasser: Nadja Tröstl (nadja.troestl@gemeindebund.gv.at)


 verfügbare Downloads

Mazal-Studie: "Zur sozialen Stellung der Gemeindemandatare" (PDF; 629 KB)




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