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Stichwahlen im Burgenland

22.10.2007
Die Bürgermeisterstichwahlen im Burgenland sind beendet. Gewählt wurde in acht Gemeinden. Der kleine Wahlsonntag brachte der ÖVP sechs Bürgermeister, jeweils einen Bürgermeister gewannen die SPÖ und eine frei Liste. Die Ergebnisse waren dabei teils überaus knapp. 

Das Endergebnis der Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen im Burgenland steht nun fest. In acht Gemeinden fanden am Sonntag, 21. Oktober 2007, noch Stichwahlen statt, weil sich kein Kandidat im ersten Wahlgang durchsetzen konnte. Insgesamt hält die SPÖ nun 88 Bürgermeister, die ÖVP 78, die Freien Bürgerlisten (FBL) kommen auf einen Ortschef und auf diverse Namenslisten entfallen vier Bürgermeister. 
    
Wechsel in zwei Gemeinden

In Parndorf und Mönchhof (beide Bezirk Neusiedl am See) gab es bei den Stichwahlen Niederlagen für die SPÖ und somit jeweils einen neuen Bürgermeister. In Mönchhof verlor die SPÖ den Sessel des Ortschefs an die ÖVP. Deren Kandidat Josef Kolby triumphierte über den amtierenden Bürgermeister Herbert Gross von der SPÖ.  ÖVP-Kandidat Josef Kolby erreichte 968 Stimmen, der bisherige SPÖ-Bürgermeister Herbert Gross 755 Stimmen. 
    
Parndorf: LIPA statt SPÖ

In Parndorf musste sich der bisherige SPÖ-Bürgermeister Anton Gabriel seinem Herausforderer Wolfgang Kovacs von der Liste Parndorf (LIPA) geschlagen geben. Kovacs bekam 1.036 Stimmen, das sind 51,3 Prozent.  "Ich werde das in aller Ruhe angehen und mit den anderen Fraktionen reden. Es gibt ja keine absoluten Mehrheiten im Gemeinderat. Und egal, wer Bürgermeister ist, jeder wird sich Mehrheiten suchen müssen", so Kovacs.  Die Liste Parndorf, kurz LIPA, habe nichts mit seiner politischen Vergangenheit zu tun - Kovacs war vor 17 Jahren Mitglied der Kommunistischen Partei - meinte er, die Liste Parndorf sei überparteilich. Die Schwerpunkte der LIPA seien eine soziale Politik und die Lebensqualität. "Wir fühlen uns nur der Parndorfer Bevölkerung verpflichtet", so der neue Bürgermeister Wolfgang Kovacs. 
    
Sechs bestätigt, einer neu

In fünf Gemeinden hat die ÖVP die Bürgermeister behalten (Zurndorf, Deutsch Jahrndorf, Schützen, Lutzmannsburg und Stadtschlaining), in Mönchhof gewann sie einen Bürgermeisterposten dazu. Den Bürgermeister in Großhöflein konnte die SPÖ in der Stichwahl für sich behaupten. 

Die Ergebnisse der Stichwahlen im Detail

Zurndorf: Falb-Meixner bestätigt
In Zurndorf (Bezirk Neusiedl am See) wurde der bisherige Bürgermeister Werner Falb-Meixner von der ÖVP bestätigt, er bekam 814 Stimmen. Sein Herausforderer Werner Friedl (SPÖ) unterlag mit 745 Stimmen.

Lutzmannsburg: ÖVP mit 13 Stimmen vorne
In Lutzmannsburg (Bezirk Oberpullendorf) machte ÖVP-Bürgermeister Günther Toth das Rennen - allerdings relativ knapp. Er bekam 368 Stimmen. Toths Herausforderer Erwin Ohr von der Aktiven Dorfliste Lutzmannsburg kam auf 355 Stimmen.  
 
Stadtschlaining: Wieder Sieg für Dienstl
In Stadtschlaining (Bezirk Oberwart) ging der Sieg an die ÖVP. Bürgermeister Herbert Dienstl bekam 862 Stimmen, Karl Glösl (SPÖ) 709.  

Großhöflein: Kucher bestätigt
In Großhöflein (Bezirk Eisenstadt Umgebung) wurde SPÖ-Bürgermeister Oswald Kucher mit 679 Stimmen wiedergewählt. ÖVP-Gegenkandidat Johann Zonschitz musste sich mit 570 Stimmen geschlagen geben.
 
Deutsch Jahrndorf: ÖVP-Reif bleibt
In Deutsch Jahrndorf (Bezirk Neusiedl am See)  bleibt ÖVP-Bürgermeister Reinhold Reif im Amt. Er wurde mit 309 Stimmen bestätigt. Der SPÖ-Gegenkandidat Johann Muhr bekam 187 Stimmen. 

Überraschung in Parndorf
Der bisherige SPÖ-Bürgermeister Anton Gabriel wurde abgewählt. Herausforderer Wolfgang Kovacs von der Liste Parndorf gewann die Stichwahl. Er bekam 1.036 Stimmen, Gabriel unterlag mit 983 Stimmen.  

Mönchhof: SPÖ verliert an ÖVP
In Möchhof verlor die SPÖ den Sessel des Bürgermeisters an die ÖVP. ÖVP-Kandidat Josef Kolby konnte 968 Stimmen für sich verbuchen, der bisherige SPÖ-Bürgermeister Herbert Gross erhielt 755 Stimmen.  

Schützen: Drei Stimmen etschieden
Der bisherige Bürgermeister von Schützen am Gebirge (Bezirk Eisenstadt Umgebung), Walter Hofherr von der ÖVP, konnte sich auf dem Sessel des Ortschefs behaupten - allerdings mit nur drei Stimmen Unterschied. 522 Stimmen entfielen auf Hofherr und 519 Stimmen auf seinen Herausforderer Manfred Feiler von der SPÖ.  

Die Reaktionen der burgenländischen Parteichefs sind naturgemäß unterschiedlich. Für SPÖ-Chef Hans Niessl bleibt die SPÖ trotz Verlusten Nummer eins. Für ÖVP-Chef Franz Steindl ist die Volkspartei der Gewinner der Stichwahl. 


Verfasser: Daniel Kosak (daniel.kosak@gemeindebund.gv.at)



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