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Gemeinden haben ein Herz für Familien

21.11.2007
Familienministerin Andrea Kdolsky und Gemeindebund-Präsident Bgm. Helmut Mödlhammer zeichneten 26 Gemeinden für ihre Familienfreundlichkeit aus. St. Koloman in Salzburg und Moosburg in Kärnten zählen zu den Pionieren auf diesem Gebiet.

"Österreichs Gemeinden sind die Basis des Staates. Fühlen sich die Familien wohl, geht es auch den Kommunen gut. Es ist mir eine besondere Freude, 26 Gemeinden für ihre Familienfreundlichkeit auszuzeichnen. Sie haben Pionierarbeit geleistet und verdienen es, dass ihre Leistungen vor den Vorhang geholt werden", sagte Gemeindebund-Präsident und Bürgermeister von Hallwang Helmut Mödlhammer. Gemeinsam mit Familienministerin Andrea Kdolsky verlieh Mödlhammer in einem feierlichen Festakt im Casino Baden die staatlichen Gütesiegel für Familienfreundlichkeit.

Oberösterreich hat Nase vorn

41 Unternehmen und 26 Gemeinden wurden für Maßnahmen ausgezeichnet, die sie in einem Beratungs- und Begutachtungsprozess ausgearbeitet und umgesetzt haben. Dabei haben die Oberösterreicher besonderes Engagement gezeigt. Fast ein Drittel der prämierten Kommunen (neun Gemeinden) liegen in Oberösterreich. Die Preisträger schaffen sich mit ihrem Einsatz für die Zukunft einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil als attraktive Arbeitgeber und Wohnorte. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für eine familienfreundliche Gesellschaft.

Erstes Zertifikat für St. Koloman und Moosburg

"Die Vereinbarkeitsmaßnahmen der Betriebe müssen natürlich auch von den Kommunen unterstützt, mitgetragen und ergänzt werden", betonte Kdolsky. Für diesen Zweck wurde vor wenigen Jahren das Audit 'familienfreundliche Gemeinde' ins Leben gerufen, das durch qualifizierte Beratung Gemeinden dabei unterstützt, ihre Initiativen zu prüfen und weiter auszubauen. Nach einem sechsmonatigen Planungsprozess kann das Grundzertifikat erworben werden. Nach der Umsetzungsphase von etwa drei Jahren kommt es dann zur eigentlichen Zertifikatsverleihung. Diese Stufe haben in diesem Jahr als die ersten beiden Gemeinden, St. Koloman in Salzburg und Moosburg in Kärnten, erreicht.


Hallwang und Feldkirch bekamen Grundzertifikat

Mödlhammer stellte unter Beweis, dass auf Worte bereits Taten gefolgt waren - in seiner eigenen Gemeinde. Hallwang wurde unter anderem für das umfangreiche Angebot an qualifizierten Arbeitsplätzen und an Möglichkeiten zur flexiblen Kinder- und Seniorenbetreuung mit dem Grundzertifikat ausgezeichnet. Der dörfliche Charakter der 3.800-Einwohner-Gemeinde mit zahlreichen Vereinsaktivitäten und Nachbarschaftskontakten ermöglichen ´Leben am Land´. "Unser Erfolgsrezept sind glückliche Bürger. Es gibt eine gewisse Art von Kleinheit. Die Menschen kennen sich. Eltern kommen mit ihren Kindern gerne aus der Stadt Salzburg nach Hallwang", sagte Mödlhammer.

Der Präsident des Vorarlberger Gemeindeverbandes Wilfried Berchtold zeigte sich als Bürgermeister von Feldkirch ebenfalls stolz auf die seiner Stadt verliehenen Auszeichnung. In seiner Gemeinde wurde für Familien bereits viel gemacht: In der westlichsten Stadt Österreichs gibt es 13 Regelkindergärten, bedarfsgerechte Ganztages- und Kleinkinderbetreuungsangebote und 20 Kinderspielplätze.

"Bringt Schwung in die Gemeinden"

Auch Badens Bürgermeisterin und "Gastgeberin" LAbg. Erika Adensamer kam, um zu applaudieren. Sie brach eine Lanze für das Audit familienfreundliche Gemeinde und für all jene, die mitmachen. "Das Audit bringt Schwung in die Gemeinden und ist zugleich Ansporn, noch mehr für die Familien zu tun." Adensamer betonte, dass die Familien an erster Stelle stehen und Zufriedenheit in den Familien beginnt. Kdolsky sprach von Generationengärten, die in den Gemeinden für junge und ältere Bürger geschaffen werden. Dort könnten Brücken zwischen den Generationen geschlagen werden.

Auf die Kommunen kommt es an

Mödlhammer hob die Bedeutung der Gemeinden vor, die viel bewegen können. "Wenn Familienfreundlichkeit nicht in der Gemeinde funktioniert, dann funktioniert sie selbst bei guter Gesetzgebung auf Bundes- und Landesebene nicht", meinte der Gemeindebundchef. Bestätigt wurde er von Kdolsky. "Die Aufgabe der Politik ist es, von den positiven Auswirkungen der Familienfreundlichkeit zu überzeugen, die sich auch betriebswirtschaftlich rechnet. Außerdem bringt es ein Mehr an Lebensqualität für alle Beteiligten, motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sowie zufriedene Bewohnerinnen und Bewohner." Ein neuer Betrieb konnte im Rahmen der Zertifikatsverleihung bereits gewonnen werden: Kommerzialrat Sonja Zwazl, die die Grußworte von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll überbrachte, kündigte an, dass sich die Wirtschaftskammer Niederösterreich auditieren lassen wird.

Übersicht über die prämierten Gemeinden und ihre Projekte

Übersicht über die 41 ausgezeichneten Unternehmen


Verfasser: Mag. Nadja Tröstl (nadja.troestl@gemeindebund.gv.at)



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