English | Française
SUCHE


STARTSEITELINKSIMPRESSUMKONTAKT
Mehr Geld für Burgenlands Bürgermeister

04.12.2007
Burgenlands Bürgermeister bekommen 2008 mehr Geld. Das soll der burgenländische Landtag noch im Dezember 2007 beschließen. Mit den Bezügen der Gemeindechefs werden auch die Gehälter der Ortsvorsteher und das Sitzungsgeld für Gemeinderäte angehoben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Bezüge der burgenländischen Ortschefs, die bisher im Bundesländervergleich das Schlusslicht bildeten, werden zum Teil deutlich erhöht. Als Ausgangsbetrag zur Berechnung des Bürgermeister-Bezuges gilt im Burgenland das Gehalt eines Nationalratsabgeordneten von derzeit 8.023,60 Euro (brutto). Ein Ortschef einer Gemeinde mit bis zu 500 Einwohnern, dessen Bezug bisher 802,40 Euro (zehn Prozent des Ausgangsbetrages) ausmachte, erhält beispielsweise künftig 20 Prozent des Ausgangsbetrages und somit 1.604,70 Euro. Bei Bürgermeistern von Gemeinden mit 1.001 bis 1.500 Einwohnern erhöht sich der Bezug von 1.444,20 Euro auf 2.166,40 Euro.

Mehr Geld für Ortsvorsteher und Gemeinderäte

Insgesamt befinden sich die neuen Bürgermeister-Bezüge im Bereich von 20 bis 50 Prozent des Ausgangsbetrages. Darüber liegt nur die Landeshauptstadt Eisenstadt, wo in der Novelle eine Anhebung von 78 auf 80 Prozent (6.418,90 Euro) vorgesehen ist. Mit den Bürgermeister-Bezügen werden auch die Gehälter der Ortsvorsteher erhöht. Das Sitzungsgeld für die Gemeinderäte wird von 29,10 Euro auf 35 Euro angehoben.

Ab 2008 in Kraft

In der vergangenen Landtagssitzung vom 22. November 2007 haben der Präsident des Sozialdemokratischen Gemeindevertreterverbandes, Bgm. Ernst Schmid und der Präsident des Burgenländischen Gemeindebundes, Bgm. Leo Radakovits, den entsprechenden Initiativantrag eingebracht. Die Bezüge der Gemeindemandatare werden in der nächsten Landtagssitzung angepasst. Das neue Gesetz tritt mit 1. Jänner 2008 in Kraft. Nachdem auch die Mitgliedsbeiträge der Gemeinden an die beiden Verbände seit 1999 keine Anpassung erfahren haben, haben ihre Vorstände beschlossen, auch hier eine Erhöhung vorzuschlagen. Die Anpassung der Mitgleidsbeiträge muss bei beiden Verbänden jeweils auf der Landeskonferenz (Generalversammlung) am 1. März 2008 beschlossen werden.

"Optimales Zeitfenster"

Präsident Schmid: "Bezüge unserer "Kommunalmanager" werden an andere Bundesländer angepasst"

"Jetzt ist für uns das optimale Zeitfenster. Die wirtschaftliche Lage hat sich auf gutem Niveau stabilisert, die Gemeinden wirtschaften hervorragend. Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister machen einen guten Job. Nun kann man die Bezüge all unserer "Kommunalmanager" auch an den Rest Österreichs heranführen", sagt der Präsident des sozialdemokratischen Gemeindevertreterverbandes Burgenland und Bürgermeister von Oggau, Ernst Schmid. Er betont, dass das Bürgermeisteramt ein 24 Stunden Job sei. "Die Bürger haben immer Fragen und Anliegen. Das muss für die Funktionsträger aber auch fair abgegolten werden."

"Endlich an Bundesländerniveau angepasst"

Präsident Radakovits: "Mit der Gehaltserhöhung kommt die Möglichkeit, privat bessere Pensionsvorsorge zu treffen"

Der Präsident des burgenländischen Gemeindebundes und Bürgermeister von Güttenbach , Leo Radakovits, beurteilt die Erhöhung der Bezüge als ausgesprochen positiv: "Es war ein langer Weg bis sich die finanzielle Ausgangslage der burgenländischen Gemeindevertreter an das Bundesländerniveau angepasst hat. Wir haben im Vergleich mit anderen Bundesländern oft mit weniger Personal größere Aufgaben zu erfüllen. Der Ausgabenbereich hat sich erhöht. Die Verantwortung steigt, ebenso wie die Haftung." Die soziale Absicherung sei nicht mehr existent. "Seit 1998 gibt es für Bürgermeister keinen Pensionsanspruch mehr.  Mit der Erhöhung der Gehälter kommt auch die Möglichkeit, privat vorzusorgen."

Gemeindebund brachte Stein ins Rollen

Im Ländervergleich hinken die Bezüge der burgenländischen Ortschefs etwas nach, wie aus einer im Vorjahr im Auftrag des Österreichischen Gemeindebundes veröffentlichten Studie hervorgeht: 2006 verdienten Bürgermeister in Gemeinden bis 1.000 Einwohner etwa in Kärnten knapp 2.300 Euro. In der Steiermark gab es für Ortschefs bis 500 Einwohner rund 1.400 Euro. Einige Länder haben seither ihre Bezüge bereits angepasst: In Oberösterreich etwa soll im Jänner kommenden Jahres eine Novelle zur Gemeindeordnung in Kraft treten. Sie sieht künftig für Ortschefs von Gemeinden mit weniger als 1.000 Einwohnern einen Bezug von 2.000 Euro, bei hauptberuflicher Tätigkeit von 2.800 Euro, vor.

Unterschiedliche Regelungen in Bundesländern

In Tirol verdient der Bürgermeister einer Kommune mit weniger als 2.000 Einwohnern im Durchschnitt 2.400 Euro brutto pro Monat. Das Oberhaupt einer Kommune in der Größenordnung 2.001 bis 5.000 Einwohner bekommt 3.700 Euro. In Oberösterreich sieht die Lage wiederum anders aus: Bürgermeister von Gemeinden mit weniger als 1.000 Einwohnern werden künftig statt rund 1.600 Euro etwa 2.000 Euro, bei hauptberuflicher Tätigkeit sogar 2.800 Euro bekommen.

Wieviel die burgenländischen Bürgermeister künftig verdienen

Basis der prozentuellen Berechnung ist das Gehalt eines Nationalratsabgeordneten von derzeit 8.023,60 Euro (brutto).


Verfasser: Mag. Nadja Tröstl (nadja.troestl@gemeindebund.gv.at)


 verfügbare Downloads

Alle Neuerungen bei den Gehältern für Bgld Gemeindepolitiker




Feedback

Vorname :
Nachname :
Betreff :
Feedback :
*Rückmeldung :

Wünschen Sie eine Rückmeldung, dann geben Sie hier eine E-Mailadresse oder Telefonnummer an.
*Sicherheitsabfrage :


 Wie bewerten Sie diesen Artikel?

 sehr informativ neutral kaum informativ



 | Artikel per Email verschicken


Haben Sie eine Frage zu österreichs Gemeinden?

Schwerpunkte


.