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Drei Millionen Menschen leisten Freiwilligenarbeit

24.01.2008
Spaß am Ehrenamt: Millionen Menschen leisten unbezahlte Arbeit im Dienste der Allgemeinheit
Freiwillig und unbezahlt arbeiten? Was für manche absurd klingt, ist in Österreich eine Selbstverständlichkeit. Rund drei Millionen Menschen engagieren sich durchschnittlich 3,9 Stunden pro Woche bei Rettungs- oder Katastrophenschutzorganisationen, in Vereinen und Initiativen.

44 Prozent der über 15-Jährigen Österreicher/innen leisten in irgendeiner Form Freiwilligenarbeit. Umgerechnet entspricht das drei Millionen Menschen. Haupttätigkeitsbereiche sind die Nachbarschaftshilfe, Engagement in Kunst- und Kulturbereich (z.B. Musikvereine), in Sportvereinen und bei religiösen Einrichtungen sowie den Katastrophenhilfs- und Rettungsdiensten.


"Es macht mir Spaß"

Als Grund für die zusätzlichen Tätigkeiten geben die Meisten ganz klar den Faktor "Spaß" an. Weitere Motivationen sind Aufrechterhaltung sozialer Kontakte, Förderung des Gemeinwohls und das Einbringen eigener Fähigkeiten, Kenntnisse und Erfahrungen. Vor allem Akademiker und Pädagogen arbeiten immer öfter ohne finanziell dafür entlohnt zu werden. Besonders hohes Interesse an Freiwilligenarbeit lässt sich auch bei Schülern und Studenten beobachten. Neben ihrer Ausbildung leistet fast die Hälfte noch zusätzlich freiwillige Arbeit. Erst im hohen Alter, ab durchschnittlich 70 Jahren, kann ein abnehmender Trend, der bei Frauen stärker ausgeprägt ist als bei Männern, beobachtet werden.

Interessant ist auch, dass erwerbstätige Personen sich überdurchschnittlich oft freiwillig engagieren. 49 % der arbeitenden Bevölkerung opfern einen Teil ihrer Freizeit für ehrenamtliche Tätigkeiten. Nicht erwerbstätige Menschen, wie etwa Arbeitslose, aber auch Pensionisten tun dies weniger häufig (35 %). Bei der Gruppe der Arbeitslosen sind Frauen häufiger aktiv (42 %), als arbeitslose Männer (30 %).

18 Millionen Arbeitsstunden jede Woche

Auch in den Bundesländern gibt es Unterschiede: Die Oberösterreicher liegen klar an der Spitze (49 Prozent), gefolgt von den Tirolern (48 Prozent) und auf Platz drei den Niederösterreichern beziehungsweise ex aequo den Vorarlbergern. Die Wiener sind mit einer Freiwilligenquote von 35 Prozent besonders selten unentgeltlich tätig. Generell gilt: Je urbaner der Lebensraum, desto geringer das freiwillige Engagement. Multipliziert man die gesamte Zahl der Freiwilligenarbeiter mit den Arbeitsstunden, die sie pro Woche leisten, ergeben sich rund 18 Millionen Arbeitsstunden jede Woche. Diese Leistung entspricht ungefähr dem Arbeitspensum einer halben Million Erwerbstätiger.


Verfasser: Mag. Claudia Enzi (volontaer@gemeindebund.gv.at)


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