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Neues Netzwerk durch Bürgermeisterinnentreffen

10.03.2008
25 weibliche Bürgermeister trafen sich, auf Einladung von Außenministerin Ursula Plassnik, kurz vor dem Weltfrauentag in Wien. Die Führungsqualitäten von Frauen, die zunehmende Vernetzung sowie EU-Themen standen dabei auf der Tagesordnung.

25 Bürgermeisterinnen und eine ehemalige Gemeindechefin kamen am 7. März 2008 im historischen "Kupelwieser-Saal" des Außenministeriums zusammen. Das Motto der Veranstaltung lautete "Heimat im neuen Europa".

Zehn Botschaften der Ermutigung

Plassnik verglich das Treffen mit der internationalen Außenministerinnen-Konferenz in Brüssel, von der sie eben zurückgekehrt war. "Frauen, akzeptiert zu führen!", stand in ihren "Zehn Botschaften der Ermutigung" an die anwesenden Politikerinnen daher ganz oben zu lesen. Auch in Österreich sind mittlerweile 86 von 2.357 Bürgermeistern Frauen. Das entspricht mehr als 3 Prozent und einer Verdreifachung innerhalb der letzten zwölf Jahre. Trotzdem ist Österreich europaweit noch Schlusslicht. Als "umso wichtiger" bewertete die Ministerin dieses Treffen.

Schlagwort "Vernetzung"

Besondere Bedeutung komme daher dem Vernetzen innerhalb der Politik zu - unabhängig ob auf lokaler oder auf internationaler Ebene. Etwas, das Männer schon lange praktizieren. "Ich glaube an dieses Vernetzen in der Politik", so die Außenministerin weiter, denn die Ansprüche, die in der Politik gemacht würden, müssten sichtbar gemacht werden. Eine Politik nach "zynischem Muster" sei jedenfalls sicher nicht gefragt.

"Universalmanagerin" Bürgermeisterin

Dieser "job-description" hatten die 25 weiblichen Gemeindehäupter nichts hinzuzufügen. Trotzdem sind sich alle Frauen darüber einig: Bürgermeisterin zu sein, sei "der schönste Job der Welt". Einig war man sich auch darüber, dass Frauen in politischen Ämtern grundsätzlich mehr Vertrauen von den Bürgern entgegen gebracht würde. Nur, dieser Vertrauensbonus könnte sich auch als "Falle" - so Plassnik - erweisen, wenn schlussendlich "Wunder" von den Politikerinnen erwartet würden. Und - so die Krieglacher Bürgermeisterin, Dipl. Ing. Regina Schrittwieser - "du kannst dich als Bürgermeisterin nicht verstecken."

Europa in den Gemeinden

Die Bürgermeister/innen seien die "kompetentesten Ansprechpartner" für EU-Belange. "Der Versuch die Gemeinden und Europa zu trennen ist unzutreffend", so Plassnik, denn im Alltag kämen die beiden Ebenen ohnehin zusammen. Die EU hätte seit dem Beitritt 25.000 Projekte in den österreichischen Bundesländern initiiert und insgesamt 3,3 Milliarden Euro investiert. Die Ministerin unterstrich dabei die Bedeutung des Österreichischen Gemeindebundes als "Kompetenzpartner" bei der Vermittlung dieses europäischen Auftrages.

Bürgermeisterinnen diskutierten

Anschließend wurde viel diskutiert. Nach dem "Impuls" einer Pionierin, der ehemaligen Lienzer Bürgermeisterin Helga Machne folgten Erklärungen verschiedener Bürgermeisterinnen. Ein Grundtenor dabei war, dass sich die EU - so die Landtagsabgeordnete und Badner Bürgermeisterin Erika Adensamer - am Besten über "finanzielle Argumente" verkaufen ließe. Jedoch wäre die Abwicklung diverser Fördermittel, wieder Regina Schrittwieser, mühsam. Eine Ausnahme stellten lediglich "LEADER"-Gemeinden und "INTERREG"-Regionen dar. Die Außenministerin stimmte dem zu und unterstrich in diesem Zusammenhang die Bedeutung von Regionalvereinen.

Außenministerin möchte hartnäckig bleiben

"Ich bleibe hartnäckig", so Plassnik abschließend. Das Bürgermeisterinnentreffen wird 2009 wiederholt werden. Denn, so ihre aufmunternden Schlussworte, "ich wünsche mir, dass hier und heute ein neues Netzwerk entsteht."


Verfasser: Sarina Reinthaler (volontaer@gemeindebund.gv.at)



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