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Mit Biomassekraftwerk zur energieautarken Stadt

22.04.2008
Verbund, Lebensministerium und Gemeindebund suchen die besten "Klimaschutz-Gemeinden" des Landes. Ein Vorbild dafür, welche Projekte der Umwelt und den Bürgern viel bringen, ist Güssing: Die burgenländische Gemeinde erzeugt den kompletten Energiebedarf selbst.

Zu 100 Prozent energieautark

Heute sind die Erfolge eindrucksvoll: Jedes Jahr wachsen im Bezirk Güssing über 100.000 Tonnen Holz nach. Für die Strom- und Wärmeversorgung der Stadt wird lediglich ein Fünftel davon gebraucht. Die Stadt mit rund 4000 Einwohnern erzeugt mehr Strom als sie verbraucht und ist deshalb zu 100% energieautark. Güssing kann inzwischen Überschüsse bei Strom und Heizwärme um gutes Geld verkaufen. Zudem produziert die Stadtgemeinde so viel Treibstoff, wie in ihr verbraucht wird, nämlich 1,5 Millionen Liter im Jahr.


Realisierung eines neuen Kraftwerktyps

Ausgehend von einem Energiekonzept für die Stadt wurden erst einmal alle Gebäude der Gemeinde selbst durch Dämmung etc. effizienter gemacht - das hat dem Gemeindebudget gleich fast 50 Prozent der Energiekosten gespart. Dieser Erfolg hat Mut gemacht, eine mit Altspeiseölen und Raps gespeiste Biodiesel-Anlage wurde errichtet. Ebenso das damals größte Biomasse-Kraftwerk Österreichs, das mit dem reichlich vorhandenen Holz betrieben wird. Es beliefert über zwei Wärmenetze die Gemeindebürger mit Heizenergie.

Umweltfreundlichste Stadt Österreichs

Weil das "Modell Güssing" immer besser lief, hat man sich sogar ans Projekt einer Holz-Biomasseanlage zur Stromerzeugung gewagt. Mit einer Wirbelschicht-Dampfvergasungstechnik entsteht nun aus Holz gleichzeitig sauberer Strom sowie Wärme. Vorbildlich hat es Güssing geschafft durch die Nutzung erneuerbarer und dezentraler Energien von einem der ärmsten Regionen des Landes zur umweltfreundlichsten Stadt Österreichs zu werden.


Dieses Projekt wurde für den Wettbewerb "Klimaschutzgemeinde 2008" eingereicht. Der Bewerb wird von Gemeindebund, Lebensministerium und Verbund, in Partnerschaft mit der Kronenzeitung veranstaltet. Einreichbar sind schon umgesetzte Projekte, aber auch geplante und fixierte Projekte. Das Preisgeld beträgt insgesamt 90.000 Euro und soll in den Siegergemeinden für weitere Klimaschutzmaßnahmen oder -projekte eingesetzt werden. Die Einreichfrist für diesen größten Gemeinde-Wettbewerb Österreichs läuft noch bis zum 18. Mai 2008. Alle notwendigen Details und das Online-Einreichformular finden Sie
hier . Wir freuen uns auf Ihre Einreichung.


Verfasser: Marlies Nadlinger (marlies.nadlinger@gemeindebund.gv.at)



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