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Neulengbachs Energiekonzept: Heizen mit Biomasse

28.04.2008
Gemeinsam mit Verbund und Lebensministerium sucht der Gemeindebund nach den besten Klimaschutzprojekten in Österreichs Gemeinden. Die niederösterreichische Gemeinde Neulengbach zeigt, wie Biomasse aus den umliegenden Wäldern dazu verwendet werden kann, um in den Gemeindegebäuden für klimaschonende und kostengünstige Wärme zu sorgen.
Das Energiekonzept von Neulengbach ist ein voller Erfolg, der sich auch finanziell auszahlt. Seit Anfang der 90er Jahre hat die Stadtgemeinde begonnen, die Bevölkerung zur verstärkten Nutzung von erneuerbarer Energie zu bewegen.

CO²- Ausstoß um 1.100 Tonnen pro Jahr reduziert

Wer als privater Hausbesitzer eine Solaranlage, eine Wärmepumpe oder Biomasse-Heizanlage einbauen lässt, bekommt von der Gemeinde eine spezielle Förderung. Mehr als 250 Mal wurde dieses Angebot von den Bürgern in Anspruch genommen, einige hunderttausend Euro an Unterstützung wurden so ausgezahlt. Ergebnis: Durch den Einbau der klimafreundlichen modernen Heizungsanlagen ist der Heizölbedarf um deutlich über 400.000 Liter im Jahr gegenüber den früheren alten Kesseln gesunken. Und das wiederum bedeutet eine Reduzierung des CO²- Ausstoßes im Gemeindegebiet um jährlich mehr als 1.100 Tonnen.

Drei Biomassekraftwerke zur Wärmeerzeugung gebaut 

Als zweite Maßnahme hat die Stadtgemeinde zusätzlich auch selbst einige Großprojekte verwirklicht. Im Lauf der letzten zehn Jahre sind so insgesamt drei Biomassekraftwerke zur Wärmeerzeugung im Raum Neulengbach entstanden. Errichter waren Genossenschaften, die Gemeinde hat sie mit Geld, Rat und Tat unterstützt. Die Region eigent sich schließlich gut für die Nutzung von erneuerbarer Energie, sorgt doch die umliegende Land- und Waldwirtschaft für genügend Rohstoffe ohne weite Transportwege.

Biomasse-Fernwärme auch für Schulen und Kindergärten

Die öffentlichen Liegenschaften werden sukzessive an das Biomasse- Fernwärmenetz angeschlossen. Schulen und Kindergärten in Neulengbach und St. Christophen, Rathaus und Gerichtsgebäude samt Veranstaltungssaal sowie ein großes Gebäude, das die freiwillige Feuerwehr sowie Wohnungen beherbergt, werden inzwischen klimaschonend aus nachwachsenden Energiequellen der Region beheizt. 

Dieses Projekt wurde für den Wettbewerb "Klimaschutzgemeinde 2008" eingereicht. Der Bewerb wird von Gemeindebund, Lebensministerium und Verbund, in Partnerschaft mit der Kronenzeitung veranstaltet. Einreichbar sind schon umgesetzte Projekte, aber auch geplante und fixierte Projekte. Das Preisgeld beträgt insgesamt 90.000 Euro und soll in den Siegergemeinden für weitere Klimaschutzmaßnahmen oder -projekte eingesetzt werden. Die Einreichfrist für diesen größten Gemeinde-Wettbewerb Österreichs läuft noch bis zum 18. Mai 2008. Alle notwendigen Details und das Online-Einreichformular finden Sie hier . Wir freuen uns auf Ihre Einreichung.


Verfasser: Marlies Nadlinger (marlies.nadlinger@gemeindebund.gv.at)



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