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Mit dem "Sonnenrad" zur energiebewussten Gemeinde

05.05.2008
Die Vorarlberger Kommune Mäder hat sich mit einer Reihe von innovativen Projekten zu einer Umwelt-Mustergemeinde gemacht: Die Öko-Hauptschule der Gemeinde weckt als herausragendes Beispiel für energiebewusstes Bauen über die Staatsgrenzen hinaus großes Interesse. Besonders stolz ist man in der Gemeinde aber auch auf das selbst entwickelte "Sonnenrad".

Die Vorarlberger Gemeinde Mäder im Bezirk Feldkirch nimmt den Klimaschutz sehr ernst. Mit vielen Maßnahmen hat sie sich zu einer Mustergemeinde in diesem Bereich gemausert. Dies ist ganz im Sinn des Wettbewerbs um Österreichs beste "Klimaschutzgemeinden 2008" von Verbund, Lebensministerium und Gemeindebund. Dabei winken Gemeindeprojekten mit den Schwerpunkten erneuerbare Energien, sparsamere Verwendung von Energie sowie Bewusstseinsbildung bei der Gemeindebevölkerung, Auszeichnungen und Geldpreise in der Höhe von insgesamt 90.000 Euro.

Jährliche Energieberichte zur Information der Bevölkerung 

Die Gemeinde Mäder entwickelt sich immer mehr zu einem Vorreiter in Sachen Klimaschtz.

Bereits vor mehr als zehn Jahren hat man in der Gemeinde Mäder den Grundstein für die heutige Klimainitiative gelegt. Schrittweise wurde das ehrgeizige Energiekonzept mit Gebäudesanierungen, 100 Prozent effizienter Straßenbeleuchtung und viele andere Maßnahmen verwirklicht, mit dem Ziel sowohl den Energieverbrauch deutlich zu senken, als auch soweit wie möglich erneuerbare Energien dafür einzusetzen. Über die Fortschritte wurde die Bevölkerung in jährlich erscheinenden Energieberichten informiert, um sie miteinzubeziehen und ihr Problembewusstsein zu wecken.

Photovoltaikanlage zur Strom- und Warmwassererzeugung

Die Öko-Hauptschule zum Beispiel hat weit über Österreichs Grenzen hinweg Beachtung gefunden. Sie wurde als Niedrigenergiehaus, bestehend aus umweltfreundlichen Baustoffen wie vor allem Holz, konzipiert. Durch die optimale Form des Gebäudes, den Erdkollektoren zur Vorwärmung bzw. Vorkühlung der Frischluft und einer Biomasseanlage als Zusatzheizung konnte der Wärmeverlust reduziert und eine klimaschonende Form der Wärmegewinnung verwirklicht werden. Große Photovoltaik-Flächen von insgesammt 113 m² auf dem Dach der Turnhalle liefern selbst im nicht sonnenverwöhnten Vorarlberg im Jahr rund 11.000 Kilowattstunden Strom. Der Strom fliest ins öffentliche Stromnetz. Der bei dem Verkauf erziehlte Erlös kommt der Schule zugute. Neben der Stromgewinnung wird zusätzlich auch noch Warmwasser mit Sonnenkraft erzeugt.

"Sonnenschein-Aktion": Finanzierung durch interessierte Bürger  

Die würfelförmige Konstruktion der Hauptschule Mäder sorgt für geringen Wärmeverlust.

Die Anlage wurde übrigens von interessierten Bürgern über eine Initiative mit dem Slogan "Sonnenschein-Aktion" finanziert. Käufer solcher "Sonnenscheine" übernahmen die Kosten für ein oder mehrere Solarelemente und erhielten im Gegenzug für den erzeugten Strom eine Vergütung von der Gemeinde. Der größte Stolz der Gemeinde ist aber das selbst entwickelte "Sonnenrad". Auf einem beweglichen Mast sind dabei sternförmig Photovoltaikelemente angebracht. Die ganze Anlage dreht sich immer genau so zur Sonne, dass die Stromausbeute möglichst optimal ausfällt. Im Endeffekt ist die Öko-Hauptschule praktisch Selbstversorger mit Strom und Wärme. Hinzu kommt, dass sie gegenüber anderer Formen der Energiegewinnung rund 1550 Kilogramm CO² im Jahr spart.

Dieses Projekt wurde für den Wettbewerb "Klimaschutzgemeinde 2008" eingereicht. Der Bewerb wird von Gemeindebund, Lebensministerium und Verbund, in Partnerschaft mit der Kronenzeitung veranstaltet. Einreichbar sind schon umgesetzte Projekte, aber auch geplante und fixierte Projekte. Das Preisgeld beträgt insgesamt 90.000 Euro und soll in den Siegergemeinden für weitere Klimaschutzmaßnahmen oder -projekte eingesetzt werden. Die Einreichfrist für diesen größten Gemeinde-Wettbewerb Österreichs läuft noch bis zum 18. Mai 2008. Alle notwendigen Details und das Online-Einreichformular finden Sie
hier . Wir freuen uns auf Ihre Einreichung.


Verfasser: Thomas Bernhard Huber (volontaer@gemeindebund.gv.at)



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