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Großschönau ist stolz auf sein Passivhaus-Dorf

08.05.2008
Im Rahmen der Suche nach den herausragenden "Klimaschutz Gemeinden 2008" initiiert von Verbund, Lebensministerium und Gemeindebund, stellt Großschönau ihr Projekt: "Sonnenplatz" vor. In der kleinen Gemeinde im Waldviertel entstand Europas erstes Passivhausdorf. Ein Kompetenzzentrum für modernes und gesundes Bauen wird im Moment gerade geplant.
Das Ziel der Großschönauer war energieeffizientes und nachhaltiges Bauen. Mit dem Ergebnis, dass die Wohnqualität der Bewohner deutlich gesteigert, die Umwelt dauerhaft geschont und ein zusätzlicher wirtschaftlicher Nutzen für Bürger und Gemeinde erwirtschaftet werden konnte.

Verbrauch pro Jahr: 1,5 Liter Heizöl pro Quadratmeter

Das eher rauhe Waldviertler Klima bietet gute Voraussetzungen, um die Passivhaustechnologie auf Herz und Nieren zu prüfen. In den fünf Probehäusern des Passivhausdorfes " Sonnenplatz" konnten mehr als 90 Prozent der sonst notwendigen Heizenergie eingespart werden. Durch intelligente Planung und Ausführung kommt ein Passivhaus umgerechnet mit 1,5 Liter Heizöl pro Jahr und Quadratmeter aus.

Perfekte Dämmung kombiniert mit zusätzlichen Heizsystem

Auch wenn man es den einzelnen Häusern nicht unbedingt ansieht, es steckt jede Menge Know-How im Inneren. Die wichtigsten Merkmale sind perfekte Dämmung, die Vermeidung von Wärmebrücken durch Thermokameras, Luftdichtheit samt kontrollierter Lüftungstechnik und ein genau geplantes zusätzliches Heizsystem (zum Beispiel mit Sonnenkollektoren oder Wärmepumpen) für die kältesten Tage im Jahr.

Internationale Aufmerksamkeit für Großschönau

Ein Haus wie dieses ist unabhängig von zugekauften Energieträgern und kommt noch dazu mit sehr geringen Wartungskosten aus. Mit ihrer Musteranlage hat die Marktgemeinde Großschönau schon international viel Aufmerksamkeit erregt. Die Gemeinde will aber überhaupt zum Passivhaus-Vorreiter in Europa werden. Geplant ist ein Kompetenzzentrum zur Weiterentwicklung der Passivhaustechnik in Richtung "Energie-Plus-Häuser". Sie benötigen keine Energie von Außen und sind sogar noch kleine "Kraftwerke". Mit Solarzellen erzeugen sie nämlich auch noch selbst Strom und speisen Überschüsse davon ins öffentliche Netz.

Kompetenzzentrum nicht nur für die Forschungsarbeit

Im Endausbau umfasst das Kompetenzzentrum, das in einer eigenen ausgelagerten GmbH betrieben wird, nicht nur Studios für Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, sondern auch Schulungs- und Ausbildungsmöglichkeiten für interessierte andere Gemeinden sowie Ausstellungsräume für Besucher.

Dieses Projekt wurde für den Wettbewerb "Klimaschutzgemeinde 2008" eingereicht. Der Bewerb wird von Gemeindebund, Lebensministerium und Verbund, in Partnerschaft mit der Kronenzeitung veranstaltet. Einreichbar sind schon umgesetzte Projekte, aber auch geplante und fixierte Projekte. Das Preisgeld beträgt insgesamt 90.000 Euro und soll in den Siegergemeinden für weitere Klimaschutzmaßnahmen oder -projekte eingesetzt werden. Die Einreichfrist für diesen größten Gemeinde-Wettbewerb Österreichs läuft noch bis zum 18. Mai 2008. Alle notwendigen Details und das Online-Einreichformular finden Sie hier . Wir freuen uns auf Ihre Einreichung.


Verfasser: Marlies Nadliner (marlies.nadlinger@gemeindebund.gv.at)



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