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Mühlheim in OÖ punktet mit Klein-Wasserkraftwerk

13.05.2008
Absolut CO²-freie Stromerzeugung und gleichzeitig eine Verbesserung des Lebensraumes Fluss verwirklicht das Kleinwasserkraftwerk-Projekt an der Mühlheimer Ache in Oberösterreich. Das könnte Vorbild für andere Kommunen im Wettbewerb um die "Klimaschutzgemeinde 2008" sein.
Noch bis zum Einsendeschluss am 18. Mai 2008 suchen Verbund, Lebensministerium und Gemeindebund jene Gemeinden, die in den Bereichen der erneuerbaren Energie, Energiesparen und Bewusstseinsbildung etwas aktiv umsetzen. So wie der Wasserverband Ache im Bezirk Braunau (OÖ), eigentlich ein Hochwasserschutzverband aus 18 Gemeinden entlang der Mühlheimer Ache. Dort setzt man nun ganz stark auf Kleinwasserkraftwerke.

Auch Fische profitieren von Kraftwerkbau

Der Wasserverband Ache nützt die Höhenunterschiede von bis zu 3,5 Metern an den bestehenden Gefällestufen der Ache, um aus dem Fließwasser Strom zu erzeugen. Ein erstes Kleinwasserkraftwerk ist bereits seit Februar 2008 in Planung.

Zusätzlich lösen die Innviertler damit noch ein zweites Problem: Bei der Regulierung der Ache Mitte des vorigen Jahrhunderts wurden zur Verringerung des Gefälles die genannten zehn Stufen eingebaut - diese Stufen sind aber für Fische unpassierbar, sie können seit langem nicht mehr zu ihren Laichplätzen am Flussoberlauf.

Gemäß der sogenannten "Europäischen Wasserrahmenrichtlinie" müssen solche Gewässer jedoch wieder für alle Lebewesen durchgängig gemacht werden. Auch dabei hilft nun der Kraftwerksbau. Private Betreiber errichten die Kleinwasserkraftwerke und dürfen dafür die Gefällestufen nutzen. Im Gegenzug müssen sie sich in Verträgen mit dem Wasserverband zum Einbau und der Erhaltung von Fischaufstiegshilfen verpflichten, sodass die Tiere wieder ungehindert den gesamten Flussablauf durchschwimmen können.

Klein-Wasserkraftwerk birgt viele Vorteile

Die Mühlheimer Ache ist wieder ein besserer Lebensraum für die Fische. Der Wasserverband und damit die Bürger und Anrainergemeinden ersparen sich die Kosten für die von der EU geforderten Rückbauten der Staustufen. Und zu guter Letzt wird mit dem sauberen Strom aus Wasserkraft ein großer Beitrag für den Klimaschutz geleistet. Dank dieses Kleinwasserkraftwerks werden gegenüber bisher 700 Tonnen CO² im Jahr eingespart. Darüber hinaus wird die Region energiemäßig unabhängiger, wodurch zusätzliche Wertschöpfung im Bezirk Braunau bleibt. Energievorkommen aus Wasserkraft sind in ganz Österreich vorhanden. Sie sind höchst umweltfreundlich, haben eine lange Lebensdauer und sind besonders sicher.

Dieses Projekt wurde für den Wettbewerb "Klimaschutzgemeinde 2008" eingereicht. Der Bewerb wird von Gemeindebund, Lebensministerium und Verbund, in Partnerschaft mit der Kronenzeitung veranstaltet. Einreichbar sind schon umgesetzte Projekte, aber auch geplante und fixierte Projekte. Das Preisgeld beträgt insgesamt 90.000 Euro und soll in den Siegergemeinden für weitere Klimaschutzmaßnahmen oder -projekte eingesetzt werden. Die Einreichfrist für diesen größten Gemeinde-Wettbewerb Österreichs läuft noch bis zum 18. Mai 2008. Alle notwendigen Details und das Online-Einreichformular finden Sie hier . Wir freuen uns auf Ihre Einreichung.


Verfasser: Natalie Pillwatsch (volontaer@gemeindebund.gv.at)



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