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OÖ-Gemeinde gewinnt Verkehrssicherheitspreis "Aquila"

19.05.2008
Einmal jährlich werden beim "Aquila" die besten Projekte zur Verbesserung der Verkehrssicherheit ausgezeichnet. Für Gemeinden gab es auch in diesem Jahr eine eigene Kategorie. Die Siegergemeinde ist klein, liegt in Oberösterreich und wird von einer Frau geführt.

Der "Aquila" (lat. für Adler) ist der größte Verkehrssicherheitspreis Österreichs und wird vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) vergeben. Seit mehreren Jahren ist der Gemeindebund offizieller Partner dieses Wettbewerbs, daher gibt es für Gemeinden auch eine eigene Kategorie.

30 höchst qualitative Einreichungen aus den Gemeinden

Für den "Aquila 2008" hatten rund 30 österreichische Gemeinden ihre Projekte zur Verkehrssicherheit eingereicht. "Die Qualität dieser Projekte war überaus beeindruckend", freut sich Gemeindebund-Generalsekretär Dr. Robert Hink. "Das beweist, dass die Verkehrssicherheit in den heimischen Gemeinden ein großes Thema ist."

Der Rahmen für die Verleihung des Preises war imperial: Im Palais Pallavicini am Wiener Josefsplatz wurden am 14. Mai 2008 die Sieger in den einzelnen Kategorien ausgezeichnet. Bei den Gemeinden trug die 2.000-Einwohner-Gemeinde Kirchschlag (OÖ) den Sieg davon. Bürgermeisterin Dr. Gertraud Deim war gemeinsam mit Projektleiterin Mag. Sigrid Prammer und der Volksschuldirektorin Linda Grubauer nach Wien gereist, um den Preis entgegen zu nehmen. "Glücklicherweise hatten wir einen Chaffeur", erzählte Deim. "Wir wurden mit einem nigelnagelneuen Bus der Polizei nach Wien chauffiert, die örtliche Polizei war ja auch an unserem Projekt beteiligt."



Gemeindebund-General Dr. Robert Hink (li.) und Präsident Bgm. Helmut Mödlhammer (re.) gratulieren Projektleiterin Mag. Sigrid Prammer und Bürgermeisterin Dr. Gertraud Deim aus Kirchschlag (OÖ) zum Gewinn des "Aquila 2008" in der Kategorie "Gemeinden".

Apfel oder Zitrone?

Das Kirchschlager Projekt hat - in einer Zusammenarbeit zwischen Politik, Schulen, Kindergärten und Polizei - die Bewusstseinsbildung als Schwerpunkt. Ein Lotsendienst, Warnwesten und zahlreiche Aktionen zur Verkehrssicherheit sollen schon bei den kleinsten Bürgern das Bewusstsein schärfen. "Ein Teil des Projekts war auch die Aktion 'Apfel oder Zitrone'", so Deim im Gespräch mit kommunalnet.at. "Wir haben auf den Gemeindestrassen die Geschwindigkeit von fahrenden Autos gemessen, wer zu schnell war, hat von den Kindern eine Zitrone bekommen, wer in korrekter Geschwindigkeit gefahren ist, hat einen Apfel bekommen."

"In einer Gemeinde kennt jeder das Opfer eines Unfalls"

Den Preis für das starke Projekt des Kirchschlager Damenteams überreichte Gemeindebund-Präsident Bgm. Helmut Mödlhammer persönlich. "Den meisten Menschen ist nicht bewusst, dass es die Gemeinden sind, die die größten Beiträge zur Verkehrssicherheit leisten. Schließlich gibt es in Österreich rund 80.000 Kilometer an Gemeindestrassen", so Mödlhammer bei der Verleihung. Man dürfe, so Mödlhammer weiter, auch nie vergessen, dass jeder Verkehrstote eine menschliche Tragödie auslöse. "In den Gemeinden kennt man meist jene, die von einem Unfall betroffen sind, persönlich. Man weiß, wer die Nachbarin war, die aufgrund eines Verkehrsunfalles nicht mehr heimkommt. Man kennt das Kind, dass vielleicht auf der Straße niedergefahren wurde. Das schafft eine ganz andere Betroffenheit, als wenn man nur auf eine nüchterne Statistik schaut."

 s'Kinderzügle aus Vorarlberg

Ein weiteres Gemeinde-Projekt wurde in der Kategorie "Kindergärten" ausgezeichnet. s'Kinderzügle der Vorarlberger Gemeinde Schwarzach soll Eltern und Kinder dazu motivieren, mehr Alltagswege zu Fuß zurückzulegen. "Gerade durch die Einbindung der Eltern ist dieses Projekt ein voller Erfolg geworden", berichtete Bürgermeister Helmut Leite. Unter anderem wurde ein eigenes "Elterntaxi" eingerichtet, damit nicht alle Eltern ihre Kinder einzeln in den Kindergarten bringen müssen. Spielerisch wird auch bei den Kindern das Bewusstsein für Verkehrssicherheit erhöht, so basteln die Kindergartenkinder etwa selbst Bushaltestellen. "Wir haben schon Anfragen aus anderen Gemeinden, sogar welche aus dem Ausland, die unser Projekt auch umsetzen wollen", so Leite.


Weiterer Höhepunkt der Preisverleihung war ein Auftritt eines Falco-Doubles, das vom "Kommissar" bis hin zu "Sound of Musik" die größten Hits des verstorbenen Popstars zum Besten gab.

Die Ausgezeichneten in den weiteren Kategorien

Zivilcourage: Zwei Wiener erhielten diesen Sonderpreis, weil sie einen Bus der Wiener Linien, aus dem der Lenker ausgestiegen war, ohne die Handbremse anzuziehen, sicher an den Straßenrand gelenkt hatten. Der Bus rollte auf einer abschüssigen Straße los, durch das beherzte Eingreifen der beiden Wiener, entstand nur Sachschaden, es gab keine Verletzten.

Journalisten: Diesen Preis erhielt Mag. Christian Uchann von den Bezirksblättern Burgenland. Er berichtet regelmässig und ausführlich zu Themen der Verkehrssicherheit und gibt sich dabei nicht mit den üblichen Kurzmeldungen zu Verkehrsunfällen zufrieden.

Schulen: Vier Schüler der HTL Donaustadt in Wien haben gemeinsam eine Lern-DVD erstellt, die anderen Schülern den Weg zum Fahrradführerschein nahebringt.

Unternehmen: Mit dem Programm "Move and Help 2007" hat die OMV AG rund 35.000 Kindern in ganz Europa das Thema Verkehrssicherheit nähergebracht. Nebenbei wurden noch 300.000 Euro an Spenden gesammelt, die an die Caritas, das SOS-Kinderdorf und die UNICEF übergeben wurden.



 verfügbare Downloads

Aquila 2008: Das Siegerprojekt der Gemeinde Kirchschlag (OÖ) im Detail (19.5.2008)
Aquila 2008: Kurzbeschreibungen der Siegerprojekte aus allen Kategorien PDF, 19.5.2008)




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