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Kärntner Gemeindebund fordert Einigung über Pflegeheim-Konzept

18.06.2008
Das Thema "Pflegeheime" sorgt in Kärnten politisch für Aufregung. Der Kärntner Gemeindebund fordert nun eine rasche Einigung in der Landesregierung. Die Gemeinden und die Heimbetreuer müssten wissen, welche Rahmenbedingungen sie zu erwarten hätten.

Der Präsident des Kärntner Gemeindebundes, Bgm. Hans Ferlitsch, kann den derzeitigen politischen Hick-Hack nicht nachvollziehen: "Die Uneinigkeit in der Landesregierung verunsichert die Heiminsassen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Heimbetreiber sowie die Gemeinden". Der Kärntner Gemeindebund bekennt sich auch weiterhin zur Regionalisierung und zum 50-Betten Modell bei den Pflegeheimen.

Dezentrale Heimstandorte wichtig

"Aus unserer täglichen Arbeit vor Ort wissen wir, dass es wichtig ist, gebrechlichen Menschen, die eine intensive Pflege brauchen, einen Heimplatz in der Nähe ihres Wohnortes anzubieten", so Ferlitsch. Zudem seien für den ländlichen Raum dezentrale Heimstandorte von Bedeutung. Sie würden Arbeitsplätze vor Ort bringen und somit der Abwanderung entgegen wirken.

Finanzierung dringend notwendig


Eine rasche Einigung über die Finanzierung der Heime sei aus der Sicht der Gemeinden dringend erforderlich. „Das Präsidium des Kärntner Gemeindebundes hat dem von der Sozialreferentin vorgelegten Finanzierungsplan nach eingehenden Diskussionen zugestimmt. Mit den neuen Sockelbeträgen wäre die Führung der Heime zukünftig gesichert.“

Soziale Aufgabe - keine finanzielle Gewinne

Für den Gemeindebund ist klar, dass darüber hinausgehende Finanzierungswünsche nicht finanziert werden können. Ferlitsch: „Die öffentlichen Heimbetreiber haben erklärt, mit den neuen Sockelbeträgen auszukommen, ich kann mir nicht vorstellen, dass die privaten Heimbetreiber mehr Geld benötigen. Die Versorgung von pflegebedürftigen Menschen ist eine soziale Aufgabe, finanzielle Gewinne sollten damit nicht verbunden sein.“

Zugestimmt hat der Gemeindebund auch dem Konzept für die Standorte der noch zu bauenden Heime. „Wir sind davon ausgegangen, dass sich die Sozialreferentin Dr. Gaby Schaunig und der Raumordnungsreferent DI Uwe Scheuch im Wesentlichen geeinigt haben",  gesteht Ferlitsch. Klar gestellt werden müsse auch, dass Änderungen bei der Finanzierung oder bei den Standorten nur im Einvernehmen mit den beiden Interessensvertretungen der Städte und Gemeinden erfolgen können.

In der Kärntner Landesregierung sind sich die Parteien über den ursprünglich vorgesehenen Beschluss eines Pflegeheim-Konzepts nach wie vor nicht einig. 


Verfasser: Marlies Nadlinger (marlies.nadlinger@gemeindebund.gv.at)



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