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Der Mut, die Realität zu verändern

18.06.2008
Jugendliche stellen ihre Arbeitskraft und ihre Ideen zur Verfügung, die Gemeinde unterstützt mit Sachleistungen und Geld. Gemeinsam entsteht daraus ein Projekt, das der Allgemeinheit nützt. Das ist die Idee der Aktion "72 Stunden ohne Kompromiss", an der sich alle zwei Jahre tausende Jugendliche und viele Gemeinden beteiligen.
Vom 22.-25. Oktober 2008 startet das erfolgreiche Projekt bereits zum vierten Mal. Besonders Gemeinden verfügen über den nötigen Überblick, wo Projekte auf ihre Umsetzung warten, wo einzelne Menschen Hilfe bedürfen, wo lokalen Einrichtungen die nötigen Personalressourcen zur Verwirklichung eines möglicherweise lang gehegten Planes fehlen.

Im Rahmen von "72 Stunden ohne Kompromiss" können Jugendliche mithelfen

  • dass Menschen in ihrer Gemeinde geholfen wird
  • dass lokale Initiativen von jungen Menschen unterstützt werden
  • dass regional neue Synergien und Netzwerke entstehen und auch in
    Zukunft genutzt werden können
  • dass die Gemeinde zum Beispiel gelebter Solidarität wird
  • und dass der große Erfolg eines Projektes in der Gemeinde auch öffentlich wahrgenommen wird

Schauplatz gelebter Solidarität!

Die Idee ist einfach: Zeitgleich in ganz Österreich lösen Gruppen
von Jugendlichen innerhalb von 72 Stunden gemeinnützige Aufgaben, die sie zum Teil sogar erst beim Projektstart genannt bekommen, denn "ohne Kompromiss" bedeutet, dass sie im Vorfeld nicht immer wissen, welche Aufgabe auf sie zukommt. 72 Stunden lang engagieren sich die Jugendlichen mit ihrer Kreativität, ihrer Arbeitskraft und ihren Fähigkeiten für den sozialen Zweck.



Ziel von "72 Stunden ohne Kompromiss" ist es, jungen Menschen die nötigen Rahmenbedingungen für soziales Handeln zu bieten. Die einzelnen Projekte und der damit verbundene Umgang mit benachteiligten Menschen und Randgruppen unserer Gesellschaft trägt dazu bei, Vorurteile und Berührungsängste abzubauen sowie eigene Grenzen kennen zu lernen. Die einzelnen Projekte werden nicht nur für die betroffenen Menschen umgesetzt, sondern gemeinsam mit ihnen.

Beispielhaft an "72 Stunden ohne Kompromiss" ist die Zusammenarbeit
verschiedenster Akteure auf lokaler Ebene. Projekte der vergangenen Jahre haben gezeigt, wie viel mit vereinten Kräften auch in so kurzer Zeit möglich ist. Im Idealfall wird bei einem Projekt das umfassende Netzwerk einer Gemeinde genutzt. Jugendliche kommen meist in ihrer unmittelbaren Umgebung in Einrichtungen zum Einsatz. Zentral ist hierfür vor allem die Hilfe von VerantwortungsträgerInnen in Gemeinden. Mit Hilfe ihrer Netzwerke erlangen die Jugendlichen häufig auch die notwendige
Unterstützung von lokalen Unternehmen (Baufirmen, Malereibetriebe, Bäcker, Fleischhauer, Gärtnerbetriebe), die mit Material, Expertise und Verpflegung zur Verfügung stehen. Ebenso wichtig ist die Kontaktlegung zur lokalen Presse, um die Arbeitsleistung der Jugendlichen öffentlich sichtbar zu machen.

Um in einer Gemeinde ein Projekt umzusetzen braucht es folgende Eckpunkte:

die Bereitschaft der Gemeinde ein Projekt, das von einer Gruppe (5-25 Jugendliche) innerhalb von 72 Stunden durchgeführt werden kann
im Idealfall Unterkunft und Verpflegung                           das Bereitstellen der benötigten Materialien bzw. Suche von lokalen Sponsoren gemeinsam mit den Jugendlichen als Teil des Projekts
Klärung von wichtigen Fragen im Vorfeld: Einholen von Baugenehmigungen,
benötigte Infrastruktur, etc.

Wie profitiert die Gemeinde von dieser Aktion?

  • Projekte, die in der Gemeinde auf Verwirklichung warten, können mit Hilfe von Jugendlichen umgesetzt werden.
  • Projekte, die in der Gemeinde auf Verwirklichung warten, können mit Hilfe von Jugendlichen umgesetzt werden.
  • Jugendliche aus der Gemeinde sowie gemeindenahe Gruppen (z.B. Sportvereine, Jugendinitiativen) haben die Möglichkeit, an der größten Jugend- Sozial-Aktion teilzunehmen.     
  • "72 Stunden ohne Kompromiss" ist ein Projekt, das eine große mediale Präsenz hat. Sowohl österreichweite Medien wie Hitradio Ö3 als auch regionale Medien werden die einzelnen Projekte während der 72 Stunden begleiten. Die Gemeinde hat die Chance, ihr soziales Engagement in regionalen Medien sichtbar zu machen.
  • "72 Stunden ohne Kompromiss" ist eine gute Möglichkeit, um in Gemeinden ein Netzwerk aus vielen verschiedenen AkteurInnen zu knüpfen: Unternehmen, politisch Verantwortliche, lokale Einrichtungen, Jugendliche, regionale Medien, etc.
  • Die Projekterfahrung aus vergangenen Jahren hat gezeigt, dass ein 72-Stunden-Projekt auch zur Identifikation mit der eigenen Gemeinde beiträgt.
  • Notsituationen können durch das Projekt direkt gelindert, Integration
    gefördert und sozialer Zusammenhalt gestärkt werden.

Der Gemeindebund und sein Präsident, Bgm. Helmut Mödlhammer, sind vollkommen von diesem Projekt überzeugt: "Es ist wichtig, dass sich möglichst viele Gemeinden an dieser Aktion beteiligen. Sie unterstützen damit den sozialen Gedanken der Jugendlichen und profitieren selbst auch direkt von dieser Aktion." Bei der letzten Auflage dieser Aktion im Jahr 2006 hatten sich dutzende Gemeinden daran beteiligt.

Beispiele für Projekte der Aktion "72 Stunden ohne Kompromiss"

  • Renovierungsarbeiten für soziale Einrichtungen
  • multikulturelles Begegnungsfest für die Gemeinde organisieren
  • Malworkshop mit Menschen mit Behinderung durchführen
  • Theaterstück erarbeiten und im Altenheim aufführen
  • Internetkurs für SeniorInnen
  • einen waldpädagogischen Spielplatz bauen
  • bestehende Spielplätze sanieren und attraktiver gestalten
  • 72-stündiger Ausflug mit Jugendlichen mit Behinderung
  • Ausstellung zum Thema Hospiz gestalten
  • Feuchtbiotop anlegen
  • Sonnenschutz am Kinderspielplatz gestalten
  • Gartenlaube für eine Wohnungsloseneinrichtung errichten
  • Spielaktion für Flüchtlingskinder
  • Erlebnistag für SeniorInnen
  • Aufforstung, Heckenpflanzung
  • Öffentliche Gebäude behindertengerecht ausgestalten
  • u.v.m.

Kooperation mit anderen Einrichtungen suchen

Mögliche Projektideen könnten auch entstehen, indem direkt Kontakt mit  Einrichtungen in der Gemeinde aufgenommen wird. Mögliche Einrichtungen könnten sein:

Pfarren Kinder- und Jugendheime
gemeinnützige Organisationen Frauenhäuser
Altersheime Jugendzentren
Wohnungslosenhilfe Umweltschutz-Einrichtungen
Schutzgebietsverwaltungen Zentren für Asylsuchende
Natur- und Umweltschutzorganisationen Behindertenwerkstätten
Kultur-Einrichtungen Soziale Dienste (Caritas)
Gefängnisse Vereine

Die Anmeldung der Projekte erfolgt über die Landesstellen der Katholischen Jugend, die für die Durchführung dieser Aktion verantwortlich zeichnet. Alle notwendigen Details und Kontaktadressen für Ihr Bundesland entnehmen Sie bitte dem eigens erstellten Gemeindeleitfaden, den Sie am Ende dieses Artikels downloaden können.

Österreichweit verantwortlich ist:
Katholische Jugend Österreich
Angelika Rainer, Projektkoordinatorin
"72 Stunden ohne Kompromiss"
rainer@kath-jugend.at


Verfasser: Daniel Kosak (daniel.kosak@gemeindebund.gv.at)



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