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Gemeindebund fordert Erhöhung des Pflegegeldes

02.07.2008

Der Gemeindebund unterstützt die von vielen Seiten erhobene Forderung nach einer Erhöhung des Pflegegeldes. Dies erklärte Gemeindebund-Präsident Mödlhammer nach einer Präsidiumssitzung des Österreichischen Gemeindebundes gestern, Dienstagabend, im niederösterreichischen Dürnstein.


„Die meisten Menschen werden von Angehörigen, über mobile Pflegedienste oder Betreuungseinrichtungen in den Gemeinden gepflegt“, erklärt Gemeindebund-Präsident Bgm. Helmut Mödlhammer. „Die derzeitigen Sätze des Pflegegeldes reichen oft nicht aus, um die notwendige Betreuung einigermaßen zu finanzieren, eine Erhöhung des Pflegegeldes ist also dringend erforderlich.“

„Die Diskussion der letzten Monate und Jahre über die Betreuung von Pflegebedürftigen in den eigenen vier Wänden durch ausländisches Personal betrifft ja nur einen Bruchteil der tatsächlich Pflegebedürftigen“, so Mödlhammer. „Der überwiegende Anteil an älteren Menschen wird von den Angehörigen oder von Betreuungseinrichtungen der Gemeinde gepflegt.“ 

"Pflegegeld reicht von hinten bis vorne nicht aus" 

Gemeindebund-Präsident Bgm. Helmut Mödlhammer„In vielen Fällen reicht das Pflegegeld hinten und vorne nicht aus“, so der Gemeindebund-Chef. „Die Differenz zu den tatsächlichen Kosten muss dann über die Sozialhilfe aufgebracht werden, an der die Gemeinden wiederum mitzahlen müssen.“ Dauerhaft bringe dies die Gemeinden unter massiven finanziellen Druck. „Die Kosten für die Sozialhilfe in den Gemeinden explodieren“, weiß Mödlhammer. „In vielen Gemeinden sind das Steigerungen im zweistelligen Prozentbereich pro Jahr.“ Es sei auch unwürdig, dass man viele Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet und eingezahlt haben, nun gezwungenermaßen in die Sozialhilfe abgleiten lassen müsse, weil sie sich die Pflegekosten sonst nicht mehr leisten könnten. 
 
Gleichbehandlung aller betreuenden Einrichtungen

Darüber hinaus forderte Mödlhammer eine Gleichbehandlung der gemeindeeigenen Pflegeheime. „Derzeit erhalten beispielsweise oberösterreichische Pflegeheime, die von Gemeinden betrieben werden, nur 80 Prozent des Pflegegeldes ausbezahlt, den Rest behält der Bund ein. Pflegende Angehörige hingegen erhalten die vollen 100 Prozent. „Hier wünschen wir uns schlicht eine Gleichbehandlung aller betreuenden Einrichtungen.“
 
Die hohe Inflation, die vielen Teuerungen betreffen natürlich auch die Kosten im Pflegebereich. „Es ist mir unverständlich, warum man hier nicht schon längst mit einer Erhöhung des Pflegegeldes reagiert hat“, so der Gemeindebund-Präsident abschließend.
Verfasser: Daniel Kosak (daniel.kosak@gemeindebund.gv.at)



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