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Oberösterreich: Zuwanderung in Städte boomt

05.08.2008

Die demografische Entwicklung in Oberösterreich setzt ihren Weg der vergangenen Jahre fort. Das Bevölkerungswachstum schwächte sich weiter ab und betrug 2007 nur noch 0,18 Prozent. Landeshauptmann Josef Pühringer nahm in einer Pressekonferenz zu dem Thema Stellung und stellte die aktuellen Zahlen vor.


Zwar steht vor der Bevölkerungsentwicklung noch immer ein Plus, es liegt aber unter dem Durchschnitt der letzten sieben Jahre (0,38 Prozent). Der Anstieg beruht übrigens seit der Jahrtausendwende zu zwei Dritteln auf der Wanderungsbilanz. Die natürliche Einwohnerveränderung (Geburtenrate - Sterberate) trug nur ein Drittel dazu bei. Rund 1,4 Millionen Menschen lebten zum Jahresbeginn 2008 im nach Einwohnern drittgrößten Bundesland Österreichs.

"Speckgürtel"-Gemeinden als Profiteure Bevölkerungsentwicklung Oberösterreich (2001 bis 2007).

Der Trend der Suburbanisierung, der schon in den Neunziger-Jahren beobachtet wurde, setzt sich sichtbar fort. Die Städte Linz und Wels sowie deren Umlandgemeinden gewinnen an Einwohnern, Verluste müssen vor allem periphere Gemeinden in den Bezirken Rohrbach und Schärding sowie Steyr-Stadt hinnehmen. Sieht man sich die Zahlen näher an, so fällt auf, dass Linz eine negative Geburtenbilanz aufweist (-822 Neugeborene), auf Grund der Zuwanderung (+7.196) aber trotzdem (in absoluten Zahlen) am meisten neue Einwohner erhalten hat. Alle übrigen Gemeinden bis auf Gmunden weisen eine positive Geburtenbilanz auf, die aber meist zu schwach ist, um die negative Wanderungsbilanz auszugleichen. Beispiel: In Steyr betrug der Geburtenüberschuss genau eine Person.

Seit der Jahrtausendwende sind besonders die Bezirke Schärding und Gmunden, das obere und untere Waldviertel, das innere Salzkammergut und die Phyrn-Eisenwurzen-Region von starken Einwohnerverlusten betroffen (siehe Grafik rechts). Die Gründe für den starken Zuzug in Städte und Vorstädte liegen auf der Hand: Ausreichend Wohnraum in Verbindung mit einem großen Angebot an Arbeitsplätzen.


Natürliche Bevölkerungsbewegung gibt zu denken 

Geburten- & Sterberate in Oberösterreich seit 1995.Im Jahr 2007 wurden in Oberösterreich 13.297 Babies geboren. Das waren um 230 weniger (-1,7 Prozent) als im Jahr zuvor. Damit liegt das Land nur knapp unter dem bundesweiten Geburtenrückgang von 2,1 Prozent. Negativrekorde erreichten in dieser Hinsicht Kärnten (-4,4 Prozent), Niederösterreich (-3,9 Prozent) und Tirol (-3,7 Prozent). Die Sterberate erhöhte sich hingegen um ein Prozent auf 12.024. Geburtenrate und Sterberate nähern sich seit Jahren immer weiter an, 2007 lag der Geburtenüberschuss nur noch bei 1.273 Personen (siehe Grafik links).

Lebenserwartung nahezu unverändert

Die Lebenserwartung erhöhte sich ein wenig und stieg auf 83,0 Jahre bei Frauen bzw. 77,5 Jahre bei Männern. Seit 1995 hat sich die Zahl der Über-95-Jährigen verdoppelt und beträgt nunmehr 1.400.  Die durchschnittlich jüngsten und ältesten Gemeinden Oberösterreichs.

Sonstige Fakten: 2007 wurden um 1,8 Prozent weniger Ehen geschlossen (5.901), die Scheidungsrate erhöhte sich auf 41,1 Prozent (Bundesdurchschnitt: 49,5 Prozent; Wien: 64,2 Prozent). Weiters wurden um 50 Prozent weniger neue Staatsbürgerschaften vergeben (2.025).

Das Durchschnittsalter der oberösterreichischen Bevölkerung beträgt 39,9 Jahre. Die mit Abstand jüngste Gemeinde ist Rechberg im Bezirk Perg mit durchschnittlich 33,9 Jahren. Am anderen Ende der Skala steht Hinterstoder im Bezirk Kirchdorf als älteste Gemeinde (Durchschnittsalter: 45,5 Jahre).


Verfasser: David Ifkovits (volontaer@gemeindebund.gv.at)



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