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Die politischen Pläne zum Pflicht-Kindergartenjahr

08.08.2008
Die ÖVP ist sich bezüglich der Einführung eines verpflichtenden Kindergartenjahres grundsätzlich einig. Parteichef Wilhelm Molterer (VP) verkündete, dass die anfallenden Kosten zu 50 Prozent vom Bund übernommen werden sollen. Für die Gemeinden bedeute dies eine große finanzielle Entlastung.
Nach der Klausur am Donnerstag, den 7. August 2008, war man sich einig: Gehört die ÖVP der nächsten Regierung an, wird sie die Forderung erheben, dass der Bund 50 Prozent der Kosten eines verpflichtenden Kindergartenjahres übernimmt. Angeboten werden soll das Kindergartenjahr in der Vormittagsbetreuung gratis. Der zuletzt noch skeptische Gemeindebund-Präsident Bgm. Helmut Mödlhammer zeigte sich angetan, fielen doch nun keine Mehrkosten für die Gemeinden an. 

Bund übernimmt erstmals Kosten Präsident Möldhammer lobt den bundesweiten Schritt, 50 Prozent der Kosten zu übernehmen.

Vor allem die Gemeinden stöhnten unter der neuen Wahlkampf-Idee der Bundespolitiker, dem verpflichtenden Kindergartenjahr. Die Kindergärten kosten schon jetzt 957 Millionen Euro pro Jahr. Umso mehr begrüßt Präsident Mödlhammer den Vorschlag, dass der Bund die Hälfte der anfallenden Kosten übernehmen wird: "Es ist erstmals gelungen, dass der Bund für laufende Betreuung im Kindergarten einen Kostenfaktor übernimmt", lobt Mödlhammer. Durch die Abdeckung von Bund, aber auch durch das Land werde es zu keinen zusätzlichen finanziellen Belastungen für die Gemeinden kommen. Sicher sei aber, dass man über die Finanzierung noch im Detail reden müsse.

Rund sieben Prozent fehlen

Bereits ein hoher Grad an Kindern im fünften und sechsten Lebensjahr besuchen den Kindergarten. Doch gerade für die restlichen sieben Prozent ist ein verpflichtendes Kindergartenjahr wichtig, um ihnen spätere Schwierigkeiten in ihrer Schullaufbahn zu ersparen.

In Zahlen:

7457 Kindertagesheime (Kindergärten, Krippen, Horte) wurden in Österreich im Jahr 2007 betreiben - 4.525 davon von den Gemeinden. Der Bund hat nur 37 Einrichtungen unter seiner direkten Obhut, die Länder 35.
Vereine   oft von Eltern betrieben, managen 1.661 Kindertagesheime, Betriebe bisher nur 76. Die katholische Kirche führt 791, die evangelische Kirche 34.

Kinderbetreuung 2007

Zahl der Kinder in Kindertagesheimen nach Altersgruppen (Betreuungsquote in Prozent)

unter 1 Jahr 472 0,6 Prozent
1-Jährige 6070 7,7 Prozent
2-Jährige 21.478 26,6 Prozent
3-Jährige 56.381 70,2 Prozent
4-Jährige 73.989 91,2 Prozent
5-Jährige 75.266 93,3 Prozent

Betreuungsquoten bei Fünfjährigen in Prozent

Vorarlberg 97,1
Salzburg 97,0
Oberösterreich 96,3
Tirol 95,8
Niederösterreich 94,2
Burgenland 94,0
Kärnten 93,6
Steiermark 93,1
Wien 86,3
Österreich 93,3

 


Verfasser: Marlies Nadlinger (marlies.nadlinger@gemeindebund.gv.at)



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