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Mödlhammer: "Wir dürfen die ländlichen Räume nicht kampflos aufgeben"

28.08.2008
In Reaktion auf die intensive Medienberichterstattung von heute zur demographischen Entwicklung in Österreich warnte Gemeindebund-Präsident Bgm. Helmut Mödlhammer davor, die ländlichen Räume kampflos aufzugeben. „Es kann nicht das Ziel sein, untätig dabei zuzuschauen, wie die Ballungsräume immer weiter wachsen und die ländlichen Gemeinden mit Abwanderung zu kämpfen haben.“

Anlass für Mödlhammers Warnung ist eine aktuelle Studie des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ), aus der hervorgeht, dass die Ballungsräume rasch wachsen und die Landbevölkerung schrumpft. „Wenn ich dann höre, dass man deswegen den öffentlichen Verkehr in den Städten ausbauen muss, dann kann ich nur den Kopf schütteln. Man muss das Problem bei der Wurzel packen und die Abwanderung in die Städte eindämmen. Dazu braucht man gerade am Land attraktive Öffi-Angebote. In den Städten funktionieren die öffentlichen Verkehrsmittel gut, eingespart wird immer nur bei den Verbindungen von und in die kleinen Gemeinden. Da darf man sich nicht wundern, wenn die Menschen abwandern.“

Plädoyer für den Ausbau von öffentlichen Verkersmitteln

Mödlhammer forderte ein „die Ursache zu bekämpfen und nicht die Auswirkungen“. „Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen sich das Pendeln mit dem Auto kaum noch leisten können, muss der öffentliche Nahverkehr am Land ausgebaut werden, sonst wandern die Menschen tatsächlich ab.“ Es sei nicht der richtige Zugang, eine derartige Entwicklung achselzuckend zur Kenntnis zu nehmen.

Masterplan für Infrastruktur

Einmal mehr erinnerte Mödlhammer an die Notwendigkeit eines „Masterplans für Infrastruktur“. In diesem sollen die Bedürfnisse der Bevölkerung in Städten und Gemeinden festgelegt werden. „Dazu zählt natürlich nicht nur der öffentliche Nahverkehr sondern auch Dinge wie Nahversorgung, Kinderbetreuung, Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, usw..“ Dies seien die Kriterien für Menschen, die die Wohnsitzentscheidung ausmachen. „Anstatt mit Wahlkampfzuckerln um sich zu werfen, sollten alle wahlwerbenden Parteien ein Minimum an Sachvorschlägen in den Wahlkampf einbringen. Ansonsten wird man nach der Wahl aufwachen und feststellen, dass einem von zu vielen Zuckerln schlecht werden kann.“

Seit zwei Jahren setzt sich der Gemeindebund inhaltlich sehr intensiv mit den Folgen der demographischen Entwicklung für Gemeinden auseinander. Zuletzt stand dieses Thema auch im Zentrum der „Kommunalen Sommergespräche 2008“ in Bad Aussee.




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