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Österreichs Gemeinden bilden Lehrlinge aus

19.01.2006
In österreichischen Gemeinden sollen künftig mehr Lehrlinge ausgebildet werden. Salzburg und Vorarlberg setzen dabei neue Akzente, einen besonderen Schwerpunkt mit der Lehrlingsausbildung und präsentieren Strategien sowie Maßnahmen zur Bewältigung der Jugendarbeitslosigkeit.

Salzburg und Vorarlberg zeigen in der Ausbildung der Jugend besonderes Engagement. Die geplanten Erfolge sollen in Kooperation von Ländern und Gemeinden erzielt werden.

Salzburg setzt engagierten Auftakt

Der Präsident des Österreichischen Gemeindebundes Bgm. Helmut Mödlhammer setzte gemeinsam mit dem Präsidenten der Wirtschaftskammer KommR. Julius Schmalz die Initiative und hob im Herbst 2005 in einer Presseaussendung die Bedeutung der Lehrlingsausbildung in den Gemeinden hervor. Die Bürgermeister wurden von der Lehrlingsstelle in der Wirtschaftskammer Salzburg über die rechtlichen Rahmenbedingungen, neue AMS-Förderungen und relevante Lehrberufe informiert. Diese Informationskampagne wurde von den Gemeindevertretern gut aufgenommen und trägt schon erste Früchte. "Am Beginn des neuen Jahres teilen wir erfreut mit, dass tatsächlich wieder sieben Gemeinden mit der Lehrlingsausbildung begonnen haben und 2005 insgesamt 40 Jugendliche in sechs verschiedenen Lehrberufen in Ausbildung stehen", erklärt Mödlhammer. Zu den sieben Gemeinden, die mit der Lehrlingsausbildung begonnen haben zählen: Adnet, Goldegg, Mariapfarr, Ramingstein, Strobl, Wald und Oberalm. Insgesamt bildeten zum Jahresende 21 Gemeinden 40 Lehrlinge aus. Vier Gemeinden ? Elsbethen, Maishofen, Golling und Grödig ? haben die Ausbildungsberechtigung, sind aber derzeit ohne Lehrling.

Starker Eintritt ins Berufsleben erwartet

In Salzburg wird im Sommer 2006 ein sehr starker Geburtsjahrgang für den Eintritt ins Berufsleben erwartet. Als Präsident des Gemeindebundes fordert Mödlhammer die Gemeinden auf, in Anbetracht der erwarteten Entwicklung alle kommunalen Möglichkeiten, sei es in der öffentlichen Verwaltung oder den sozialen Einrichtungen auszuloten und wieder bzw. erstmals geeignete Lehrplätze bereitzustellen.

Vorarlberg: AMS und Land ziehen an einem Strang

Auch Vorarlberg setzte mit der Jugendbeschäftigung einen Schwerpunkt und entwickelt in Kooperation mit dem Arbeitsmarktservice (AMS) neue Maßnahmen in diesem Bereich. Die Ziele sind mehr Beschäftigung und Qualifizierung. So wird an konkreten Strategien für die Praxis gearbeitet um das Problem der Jugendarbeitslosigkeit in den Griff zu bekommen. "Wir haben kürzlich die Details vereinbart, wie jedem Jugendlichen der mehr als drei Monate Arbeit sucht, entweder eine Arbeitsstelle oder zumindest ein Angebot zur Qualifikation, zur Erhöhung seiner Chancen angeboten werden kann", erklärt Landeshauptmann Herbert Sausgruber.

86 neue Arbeitsplätze für Jugendliche

Es gibt auch in Vorarlberg erfreuliche Ergebnisse. Aus einer im Dezember 2005 durchgeführten Umfrage der Kommunen geht hervor, dass 86 Arbeitsplätze für Jugendliche entweder in den Gemeinden geschaffen oder durch die Gemeinden vermittelt werden konnten.


"Blum-Modell" fördert Betriebe

Im Rahmen des "Blum-Modells" werden jene Betriebe gefördert, die zusätzliche Lehrlinge ausbilden. Die Förderung erfolgt in Form eines monatlichen Zuschusses, der den Arbeitgebern zu den Kosten der Lehrlingsausbildung ausbezahlt wird. Der Zuschuss staffelt sich folgendermaßen: Im 1. Lehrjahr 400 Euro pro Monat, im 2. Lehrjahr 200 Euro und im 3. Lehrjahr 100 Euro pro Monat. Das AMS hat bisher 532 Förderungsansuchen genehmigt.

"Jobs for you(th)"-der Jugend Chancen geben

Das Jugendbeschäftigungsprogramm "Jobs for you(th)" wurde 2004 ins Leben gerufen und wird auch 2006 fortgesetzt sowie in Teilbereichen weiter ausgebaut. Im Konkreten zielt es auf arbeitslose Jugendliche mit einer Vormerkdauer von mehr als drei Monaten ab. "Das Programm sieht insgesamt zwölf Maßnahmen vor. Neben dem Einsatz von Eingliederungsbeihilfen und der Bereitstellung temporärer Beschäftigungsmöglichkeiten im Rahmen gemeinnütziger Projekte werden Jugendliche auch im Rahmen von Qualifizierungsmaßnahmen betreut", erklärt der neue AMS-Landesgeschäfstführer Anton Strini. Dadurch soll das Problem der Jugendarbeitslosigkeit in Angriff genommen werden und effektive Maßnahmen erarbeitet werden. Mit 31. Dezember 2005 waren 397 Jugendliche ? davon 356 von bis sechs Monate und 41 über sechs Monate ? ohne Beschäftigung.

Jugendbeschäftigungsgipfel am 10. Februar

Der Jugendbeschäftigungsgipfel, auf dessen Agenda ein Bericht über die bisherigen und zukünftigen Maßnahmen steht, wird am 10. Februar im Landhaus Bregenz stattfinden. Auf Einladung von LH Sausgruber werden Vertreter des Gemeindverbandes, von Land, AMS und Sozialpartnerschaft daran teilnehmen.


Verfasser: Mag. Nadja Tröstl (nadja.troestl@gemeindebund.gv.at)



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