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Landflucht als Bedrohung für ländliche Regionen

11.11.2008
Von 7. bis 8. November 2008 fand in Wels (OÖ) eine Herbsttagung zum Thema "Land ohne Leute?" statt. Dabei wurden verschiedene Lösungswege und Chancen für die demographische Herausforderung in den ländlichen Räumen durch zahlreiche Fachvorträge und Diskussionen aufgezeigt.
Die sogenannte Landflucht wird in einigen Regionen Oberösterreichs immer deutlicher spürbar. Aus den Grenzregionen des Mühl- und Innviertels wandern vor allem junge Menschen ab, weil es dort keine Arbeitsplätze gibt. Bei der Herbsttagung des Ökosozialen Forums in Wels wurde Hagenberg im Mühlkreis als gegenteiliges Musterbeispiel dargestellt. Aus dem einst verschlafenen Ort im Bezirk Freistadt wurde ein europaweit beeindruckendes Forschungs- und Ausbildungszentrum mit 1.000 Arbeitsplätzen geschaffen.

Hagenberg, ein blühendes Technologiezentrum

Ein Software-Park mit Fachhochschule macht es Hagenberg möglich, über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt zu sein. "Als ich im Jahr 1979 Bürgermeister wurde, hatte Hagenberg 1.500 Einwohner. Mittlerweile ist die Anzahl auf 2.600 Einwohner gestiegen", betont Bürgermeister Dir. Rudolf Fischerlehner. Die oberösterreichische Kommune sei ein blühendes Technologiezentrum. "Es ist hier das verwirklicht worden, was die Landesregierung sehr oft sagt 'man müsse die Arbeitsplätze zu den Menschen bringen'", so der Ortschef. Heute gibt es in Hagenberg mehr als 1.000 Arbeitsplätze in der Forschung, der Ausbildung und Anwendungen der Wirtschaft.

Starke Abwanderungstendenzen in ländlichen Regionen

Hagenberg ist aber eher die Ausnahme. Im nördlichen Mühlviertel und im Bezirk Schärding sind starke Abwanderungstendenzen bemerkbar. Die Einwohnerzahl im Zentralraum zwischen Linz und Wels steigt dafür stark an, was früher oder später zu Probleme führen wird. "Die Ballungsräume werden explodieren, dort wird es Verkehrsprobleme und riesige Probleme mit der Raumordnung geben", erklärt Gemeindebund-Präsident Bgm. Helmut Mödlhammer.

"Infrastruktur zu den Leuten bringen"
Präsident Helmut Möldhammer kündigt den Kampf um die - vom "Aussterben" bedrohten - ländlichen Regionen an.

Bei der Herbsttagung des Ökosozialen Forums in Wels wurde diese Problematik erörtert und über Lösungswege diskutiert. "Wir dürfen keine Räume aufgeben, wir müssen um diese Räume kämpfen. Wir müssen auch die Infrastruktur dorthin bringen, weil nur dann wenn es billiges Wohnen, Arbeitsplätze und Straßen gibt, werden die Leute dort bleiben", betont Mödlhammer.

Ein weiteres Problem ergibt sich durch eine veränderte Altersstruktur, denn die Lebenserwartung steigt und die Geburtenzahlen sinken. Laut der Statistik Austria ist österreichweit in Zukunft mit rückläufigen Bevölkerungszahlen in den peripher ländlichen Regionen zu rechnen.


Verfasser: Marlies Nadlinger (marlies.nadlinger@gemeindebund.gv.at)



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